Ver­jäh­rung von Rück­for­de­rungs­an­sprü­chen bei der Aus­fuhr­er­stat­tung

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat dem Euro­päi­schen Gerichts­hof meh­re­re Fra­gen im Zusam­men­hang mit der Ver­jäh­rung Rück­for­de­rungs­an­sprü­chen der Finanz­be­hör­den bei Aus­fuhr­er­stat­tun­gen vor­ge­legt:

Ver­jäh­rung von Rück­for­de­rungs­an­sprü­chen bei der Aus­fuhr­er­stat­tung

1. Ist die in Art. 3 Abs. 1 Unter­abs. 1 Satz 1 VO Nr. 2988/​95 gere­gel­te Ver­jäh­rungs­frist auch auf ver­wal­tungs­recht­li­che Maß­nah­men wie die Rück­for­de­rung infol­ge von Unre­gel­mä­ßig­kei­ten gewähr­ter Aus­fuhr­er­stat­tung anzu­wen­den?

2. Ver­jährt der Anspruch auf Rück­for­de­rung von Aus­fuhr­er­stat­tung nach Ablauf von vier Jah­ren, nach­dem die Unre­gel­mä­ßig­keit began­gen bzw. been­det wor­den ist, auch dann, wenn die Unre­gel­mä­ßig­keit began­gen oder been­det wor­den ist, bevor die VO Nr. Nr. 2988/​95 in Kraft getre­ten ist?

3. Kann eine län­ge­re Frist von einem Mit­glied­staat auch dann ange­wandt wer­den, wenn eine sol­che län­ge­re Frist in dem Recht des Mit­glied­staa­tes bereits vor Erlass der vor­ge­nann­ten Ver­ord­nung vor­ge­se­hen war? Kann eine sol­che län­ge­re Frist auch dann ange­wandt wer­den, wenn sie nicht in einer spe­zi­fi­schen Rege­lung für die Rück­for­de­rung von Aus­fuhr­er­stat­tung oder für ver­wal­tungs­recht­li­che Maß­nah­men im All­ge­mei­nen vor­ge­se­hen war, son­dern sich aus einer all­ge­mei­nen Rege­lung in dem betref­fen­den Mit­glied­staat ergab?

Bun­des­fi­nanz­hof, Vor­la­ge­be­schluss vom 27. März 2007 – VII R 22/​06

Ist Art. 3 Abs. 1 Unter­abs. 1 Satz 1 VO Nr. 2988/​95 auf die Rück­for­de­rung einem Aus­füh­rer zu Unrecht gewähr­ter Aus­fuhr­er­stat­tung anzu­wen­den, auch wenn die­ser kei­ne Unre­gel­mä­ßig­keit began­gen hat?

Bun­des­fi­nanz­hof, Vor­la­ge­be­schluss vom 27. März 2007 – VII R 50/​06