6 Steuertipps für die Existenzgründung mit Auslandsbezug

Wer die ent­schei­den­den Schrit­te zu einer Exis­tenz­grün­dung in Erwä­gung zieht, soll­te gut vor­be­rei­tet in das neue Leben als Unter­neh­mer star­ten — ins­be­son­de­re bei Exis­tenz­grün­dun­gen mit inter­na­tio­na­ler Aus­rich­tung. Im inter­na­tio­na­len Recht war­ten näm­lich vie­le Stol­per­stei­ne, die es zu über­win­den gilt. Die wich­tigs­ten Fra­gen betref­fen dabei das Steu­er­recht. Die­se sechs Tipps soll­ten bei jeder Exis­tenz­grün­dung mit inter­na­tio­na­ler Aus­rich­tung berück­sich­tigt wer­den.

6 Steuertipps für die Existenzgründung mit Auslandsbezug

1. Informationen sammeln und Beratungsangebote nutzen

Vie­le Tipps und Hin­wei­se las­sen sich bereits im Inter­net fin­den. Auch aus­ge­wie­se­ne Exper­ten für bestimm­te Steu­er­be­rei­che und Län­der kön­nen im Inter­net schnell gefun­den wer­den. Einen ers­ten Ein­stieg in die Pro­ble­ma­tik bie­tet die Exis­tenz­grün­der-Web­sei­te des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen hal­ten die Indus­trie- und Han­dels­kam­mern bereit.

2. Existenzgründung am richtigen Ort

Bei Exis­tenz­grün­dun­gen mit Aus­lands­be­zug kommt der Wahl des Stand­orts eine gro­ße Bedeu­tung zu. Auch in Zei­ten der Steu­er­har­mo­ni­sie­rung kann mit Fir­men­sitz und Betriebs­stät­te auf Mal­ta oder Irland viel Geld gespart wer­den. Wich­tig ist dabei, dass die Ent­schei­dung vor der Grün­dung fällt, denn ein spä­te­rer Umzug geht mit Steu­er­nach­tei­len ein­her.

3. USA ist manchmal die bessere Wahl

Wenn das Unter­neh­men auf dem US-ame­ri­ka­ni­schen Markt aktiv ist, soll­te auch in den Staa­ten gegrün­det wer­den. Denn auch hier kön­nen bei einer spä­te­ren Umstruk­tu­rie­rung hohe Kos­ten ent­ste­hen.

4. Steuern sparen beim Geschäft mit geistigem Eigentum

Geis­ti­ges Eigen­tum unter­liegt je nach Land unter­schied­li­chen Rechts­nor­men. Unter­neh­mer, für die Soft­ware, Mar­ken und Paten­te eine gro­ße Rol­le spie­len, soll­ten schon bei der Grün­dung die­se Unter­schie­de im Kopf haben. In man­chen EU-Staa­ten ist die Ver­wen­dung und Nut­zung von geis­ti­gem Eigen­tum steu­er­frei oder wenigs­tens steu­er­be­güns­tigt.

5. Wohnsitz im Ausland

Neben der Kör­per­schafts­steu­er müs­sen die Unter­neh­mer natür­lich auch auf das Ein­kom­men Steu­ern zah­len. Je nach Wohn­sitz kön­nen die Steu­er­sät­ze bei der Ein­kom­mens­steu­er erheb­lich vari­ie­ren. Es kann sich also loh­nen, im Aus­land sei­nen Wohn­sitz zu neh­men. Doch Vor­sicht: Oft sind die steu­er­li­chen Vor­tei­le dar­an geknüpft, dass sich der Lebens­mit­tel­punkt tat­säch­lich am gemel­de­ten Wohn­sitz befin­det.

6. Einfach ist besser

Das inter­na­tio­na­le Recht bie­tet vie­le Mög­lich­kei­ten. Das ver­lei­tet ger­ne zu kom­ple­xen Unter­neh­mens­struk­tu­ren. Doch gera­de Exis­tenz­grün­der soll­ten das Unter­neh­men so ein­fach gestal­ten. Denn dann kön­nen sich die Exis­tenz­grün­der ganz um das Geld­ver­die­nen küm­mern — das ist immer­hin eine Grund­vor­set­zung um über­haupt Steu­ern spa­ren zu kön­nen.

 

Weiterführende Informationen:

Wis­sens­wer­tes für das Start­up im Aus­land

Exis­tenz­grün­dungs­por­tal des BMWi

Lite­ra­tur­tipp: Erfolg­rei­che Exis­tenz­grün­dung

17 deut­sche Star­tups, um die uns das Aus­land benei­det