Anti­dum­ping-Zoll für indi­sche PET-Foli­en

Auf aus Indi­en ein­ge­führ­te beid­sei­tig beschich­te­te, metal­li­sier­te und zugleich lackier­te PET-Foli­en, die in die Unter­po­si­tio­nen 3920621992, 39206219940 Kom­bi­nier­te Nomen­kla­tur ein­zu­rei­hen sind und der Her­stel­lung von Ret­tungs­de­cken die­nen, ist Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll nach der VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999 zu erhe­ben. Eine ver­än­der­te TARIC-Code-Num­me­rie­rung in Bezug auf zur Waren­be­schrei­bung genann­te TARIC-Codes steht der Erhe­bung von Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll nach der VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999 jeden­falls dann nicht ent­ge­gen, wenn die unter dem neu­en TARIC-Code erfass­te Waren­grup­pe der unter dem bis­he­ri­gen TARIC-Code erfass­ten Waren­grup­pe inhalt­lich ent­spricht.

Anti­dum­ping-Zoll für indi­sche PET-Foli­en

Nach dem Sinn und Zweck des für die Waren­grup­pe der PET-Foli­en ein­ge­führ­ten Anti­dum­ping- und Aus­gleichs­zolls ist von einem wei­ten Waren­be­griff der VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999 aus­zu­ge­hen. Danach kommt es für das inner­halb der Waren­grup­pe der PET-Foli­en zu for­dern­de Min­dest­maß an Aus­tausch­bar­keit und Wett­be­werb zwi­schen den erfass­ten PET-Foli­en-Typen dar­auf an, dass die­se hin­sicht­lich ihrer grund­le­gen­den phy­si­ka­li­schen, tech­ni­schen und che­mi­schen Eigen­schaf­ten für glei­che oder ähn­li­che Zwe­cke ver­wen­det wer­den kön­nen.

Rechts­grund­la­ge für die Nach­er­he­bung von Anti­dum­ping- sowie Aus­gleichs­zoll ist Art. 220 Abs. 1 Satz 1 ZK [1]. Danach hat die buch­mä­ßi­ge Erfas­sung des zu erhe­ben­den Betra­ges oder des nach­zu­er­he­ben­den Rest­be­tra­ges zu erfol­gen, wenn der einer Zoll­schuld ent­spre­chen­de Abga­ben­be­trag nicht oder mit einem gerin­ge­ren als dem gesetz­lich geschul­de­ten Betrag buch­mä­ßig erfasst ist.

Vor­lie­gend ist in der Per­son der Klä­ge­rin gem. Art. 201 Abs. 1 lit. a)), Abs. 2 und 3, Unter­abs. 1 Satz 1 ZK mit Annah­me der Zollan­mel­dung vom 18.10.2004 durch das Zoll­amt eine Zoll­schuld ent­stan­den. Die Klä­ge­rin schul­de­te näm­lich – neben Zoll-EU – für die Ein­füh­rung der streit­ge­gen­ständ­li­chen PET-Foli­en aus Indi­en gemäß Art.20 Abs. 1, Abs. 3 lit. g)) ZK auch Anti­dum­ping- sowie Aus­gleichs­zoll nach der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1676/​2001 des Rates vom 13.08.2001 zur Ein­füh­rung eines end­gül­ti­gen Anti­dum­ping­zolls und zur end­gül­ti­gen Ver­ein­nah­mung des vor­läu­fi­gen Zolls auf die Ein­fuh­ren von Foli­en aus Poly­ethy­len­te­re­ph­tha­lat mit Ursprung in Indi­en und der Repu­blik Korea [2] – im Fol­gen­den: VO Nr. 1676/​2001 – bzw. nach der Ver­ord­nung (EG) Nr. 2597/​1999 des Rates vom 06.12.1999 zur Ein­füh­rung eines end­gül­ti­gen Aus­gleichs­zolls auf die Ein­fuh­ren von Foli­en aus Poly­ethy­len­te­re­ph­tha­lat (PET) mit Ursprung in Indi­en und zur end­gül­ti­gen Ver­ein­nah­mung des vor­läu­fi­gen Zolls [3]. Da die Fest­set­zung des Anti­dum­ping- sowie Aus­gleichs­zolls zunächst nicht erfolg­te, war der von der Klä­ge­rin geschul­de­te Zoll nach­zu­er­he­ben.

Gemäß Art. 1 Abs. 1, Abs. 2 VO Nr. 1676/​2001 und gemäß Art. 1 Abs. 1, Abs. 2 VO Nr. 2597/​1999 war zum Zeit­punkt der hier maß­geb­li­chen Zoll­schul­dent­ste­hung, das ist vor­lie­gend der Zeit­punkt der Annah­me der Zollan­mel­dung, vgl. Art. 214 Abs. 1, 201 Abs. 2 ZK, hier also am 18.10.2004, auf die Ein­fuh­ren von Foli­en aus Poly­ethy­len­te­re­ph­tha­lat (PET) mit Ursprung in Indi­en, die unter die in Absatz 1 genann­ten KN-Codes, u. a. ex 3920 62 19 – u.a. TARIC-Code 3920 62 19 91 -, ein­ge­reiht wer­den, und von dem in Absatz 2 nament­lich genann­ten Her­stel­ler G her­ge­stellt wer­den, ein end­gül­ti­ger Anti­dum­ping­zoll von 52,5 % bzw. ein end­gül­ti­ger Aus­gleichs­zoll von 12,0 % zu erhe­ben.

Die ein­gangs genann­ten Vor­schrif­ten ent­hal­ten die nach Art. 14 Abs. 2 Satz 2 der – sei­ner­zeit maß­geb­li­chen – Ver­ord­nung (EG) Nr. 384/​96 des Rates vom 22.12.1995 über den Schutz gegen gedump­te Ein­fuh­ren aus nicht zur Euro­päi­schen Gemein­schaft gehö­ren­den Län­dern [4] – im Fol­gen­den: Anti­dum­ping-Grund­VO – bzw. nach Art. 24 Abs. 2 Satz 2 der – sei­ner­zeit maß­geb­li­chen – Ver­ord­nung (EG) Nr.2026/97 des Rates vom 06.10.1997 über den Schutz gegen sub­ven­tio­nier­te Ein­fuh­ren aus nicht zur Euro­päi­schen Gemein­schaft gehö­ren­den Län­dern [5] – im Fol­gen­den: Anti­sub­ven­ti­ons-Grund­VO – vor­ge­ge­be­ne Beschrei­bung der Waren, für die der Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll gel­ten soll. Die Beschrei­bung der Waren geschieht grund­sätz­lich in der Wei­se, dass die einem Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll unter­lie­gen­de Ware anhand der Waren­be­zeich­nung der Kom­bi­nier­ten Nomen­kla­tur (Anhang – I der Ver­ord­nung (EWG) Nr. 2658/​87 des Rates vom 23.07.1987 über die zoll­ta­rif­li­che und sta­tis­ti­sche Nomen­kla­tur sowie den Gemein­sa­men Zoll­ta­rif [6]) – im Fol­gen­den: KN – unter Anga­be des KN-Codes bezeich­net wird. Ist der betrof­fe­ne Waren­kreis enger als die Waren­be­zeich­nung einer KN-Unter­po­si­ti­on, so wird die Ware im Rah­men des TARIC inte­griert und ver­schlüs­selt. Für die Ein­rei­hung der Waren in die Unter­po­si­tio­nen der KN oder des TARIC gel­ten die all­ge­mei­nen zoll­ta­rif­li­chen Grund­sät­ze. Ist eine Ware, für die ein Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll fest­ge­legt ist, z. B. als KN ex-Posi­ti­on gekenn­zeich­net, so ist die gegen­über dem betref­fen­den KN-Code gerin­ge­re Trag­wei­te der betrof­fe­nen Unter­po­si­ti­on durch Aus­le­gung zu ermit­teln; dabei kann auch berück­sich­tigt wer­den, wel­che Waren Gegen­stand der Anti­dum­ping- bzw. Anti­sub­ven­ti­ons­un­ter­su­chung gewe­sen sind oder auf wel­che Wei­se eine sinn­wid­ri­ge Anwen­dung des Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zolls ver­mie­den wer­den kann. Durch die Anfüh­rung der zehn­stel­li­gen TARIC-Codes wird mit der neun­ten und zehn­ten Stel­le also nicht nur der gemein­schaft­lich vor­ge­se­he­ne Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll ver­schlüs­selt dar­ge­stellt, son­dern es wird dar­über hin­aus auch eine Waren­be­schrei­bung vor­ge­nom­men [7].

Soweit es um die zoll­recht­li­che Tari­fie­rung von Waren geht, ist nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on sowie des Bun­des­fi­nanz­ho­fes [8] das ent­schei­den­de Kri­te­ri­um all­ge­mein in deren objek­ti­ven Merk­ma­len und Eigen­schaf­ten zu suchen, wie sie im Wort­laut der Posi­tio­nen und Unter­po­si­tio­nen und in den Anmer­kun­gen zu den Abschnit­ten oder Kapi­teln des Gemein­sa­men Zoll­ta­rifs fest­ge­legt sind (vgl. die All­ge­mei­nen Vor­schrif­ten 1 und 6 für die Aus­le­gung der KN). Soweit in den Posi­tio­nen und Anmer­kun­gen nichts ande­res bestimmt ist, rich­tet sich die Ein­rei­hung nach den All­ge­mei­nen Vor­schrif­ten 2 bis 5 für die Aus­le­gung der KN. Dane­ben gibt es nach dem Über­ein­kom­men zum Har­mo­ni­sier­ten Sys­tem Erläu­te­run­gen und Ein­rei­hungs­avi­se, die eben­so wie die Erläu­te­run­gen zur KN, die von der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on aus­ge­ar­bei­tet wur­den, ein wich­ti­ges, wenn auch nicht ver­bind­li­ches Erkennt­nis­mit­tel für die Aus­le­gung der ein­zel­nen Tarif­po­si­tio­nen dar­stel­len [9]. Auf den Ver­wen­dungs­zweck einer Ware darf nur dann abge­stellt wer­den, wenn im Wort­laut der Bestim­mun­gen oder in den Erläu­te­run­gen dazu aus­drück­lich auf die­ses Kri­te­ri­um Bezug genom­men wird [10].

Die KN – in der für den Zeit­punkt der Zoll­schul­dent­ste­hung, hier, wie aus­ge­führt, mit­hin am 18.10.2004, maß­geb­li­chen Fas­sung – erfasst in Kapi­tel 39 „Kunst­stof­fe und Waren dar­aus“, in Teil­ka­pi­tel – II „Abfäl­le, Schnit­zel und Bruch; Hal­ber­zeug­nis­se; Fer­tig­erzeug­nis­se“ und in Posi­ti­on 3920 „Ande­re Tafeln, Plat­ten, Foli­en, Bän­der und Strei­fen, weder ver­stärkt noch geschich­tet (lami­niert) oder auf ähn­li­che Wei­se mit ande­ren Stof­fen ver­bun­den, ohne Unter­la­ge“. Die Unter­po­si­ti­on 3920 6219 erfasst der­ar­ti­ge Waren „aus Poly(ethylenterephthalat)“ und „mit einer Dicke von 0,35 mm oder weni­ger“, und zwar „ande­re“ als die in den vor die­ser Unter­po­si­ti­on gelis­te­ten TARIC-Codes spe­zi­ell genann­ten Foli­en.

Der TARIC-Code 3920 6219 92 erfasst aus der vor­ste­hend genann­ten Waren­grup­pe wie­der­um „ande­re“ (als die in den unter der Unter­po­si­ti­on 3920 6219 in diver­sen TARIC-Codes spe­zi­ell genann­ten) Foli­en aus Poly­ethy­len­te­re­ph­tha­lat (PET), wobei der TARIC-Code 3920 6219 92 zwei wei­te­re Unter­grup­pen ent­hält, näm­lich Waren des TARIC-Codes 3920 6219 92 0, der der­ar­ti­ge Foli­en aus PET im Ver­sand aus Bra­si­li­en und im Ver­sand aus Isra­el umfasst, und Waren des TARIC-Codes 3920 6219 94 0, der ande­re der­ar­ti­ge Foli­en aus PET, d. h. der­ar­ti­ge Foli­en nicht im Ver­sand aus Bra­si­li­en und nicht im Ver­sand aus Isra­el, umfasst. Der TARIC-Code 3920 6219 92 0 in der Fas­sung vom 18.10.2004 ent­spricht inhalt­lich dem TARIC-Code 3920 6219 91 in der Fas­sung zum Zeit­punkt des Erlas­ses der VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999.

Dies vor­aus­ge­schickt, sind die Vor­aus­set­zun­gen für die Erhe­bung des Anti­dum­ping­zolls und des Aus­gleichs­zolls erfüllt.

Die streit­ge­gen­ständ­li­chen PET-Foli­en sind – mitt­ler­wei­le ist dies zwi­schen den Betei­lig­ten auch unstrei­tig – PET-Foli­en, die in den in Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 1676/​2001 und Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 2597/​1999 genann­ten KN-Code 3920 6219 ein­zu­rei­hen sind.

Aus­weis­lich des Ein­rei­hungs­gut­ach­tens der sei­ner­zei­ti­gen Zoll­tech­ni­schen Prü­fungs- und Lehr­an­stalt bei der Ober­fi­nanz­di­rek­ti­on E vom 27.10.2004 bestehen die Foli­en aus einer sil­ber- und einer gold­far­be­nen Sei­te mit einer Gesamt­di­cke von 0,01 mm.

Um die ein­heit­li­che Anwen­dung der Kom­bi­nier­ten Nomen­kla­tur zu gewähr­leis­ten, erließ die Kom­mis­si­on die Ver­ord­nung (EG) Nr. 1224/​2003 vom 09.07.2003 zur Ein­rei­hung von bestimm­ten Waren in die Kom­bi­nier­te Nomen­kla­tur [11]; in Nr. 2 des Anhangs wird als zur Unter­po­si­ti­on 3920 6219 gehö­rend „Folie aus nicht geschäum­tem Kunst­stoff, mit einer Gesamt­di­cke von 0,011 mm, bestehend aus einer Polyethylenterephthalat-(PET)-Folie, die auf einer Sei­te mit Alu­mi­ni­um metal­li­siert und anschlie­ßend mit alky­lier­tem Mela­min­harz (Lack) beschich­tet wur­de (genannt) … Die Metal­li­sie­rung erfolgt im Vaku­um und die metal­li­sier­te Folie ist licht­durch­läs­sig. Die Folie kann bei der Her­stel­lung von Ret­tungs­de­cken ver­wen­det wer­den.“ Die­se Ein­rei­hung wird unter Hin­weis auf die „All­ge­mei­nen Vor­schrif­ten 1 und 6 für die Aus­le­gung der KN und de(n) Wort­laut der KN-Posi­tio­nen 3920, 3920 62 und 3920 6219 (begrün­det). Die metal­li­sier­te Kunst­stoff-Folie kann nicht als Ware der Posi­ti­on 3921 ange­se­hen wer­den, da die durch Metal­li­sie­rung im Vaku­um auf­ge­brach­te Metall­schicht nicht als Ver­stär­kung der Kunst­stoff­fo­lie betrach­tet wer­den kann.“

Es kann dahin gestellt blei­ben, ob sich eine Ein­rei­hung der streit­ge­gen­ständ­li­chen Foli­en in die Posi­ti­on 3920 6219 bereits aus der VO Nr. 1224/​2003 selbst ergibt. Denn eine Ein­rei­hungs­ver­ord­nung der Kom­mis­si­on gilt stets nur für die begut­ach­te­te Ware, die Anlass zu der Ver­ord­nung gege­ben hat [12]. Jeden­falls aber stimmt die Waren­be­schrei­bung in Nr. 2 des Anhangs der VO Nr. 1224/​2003 in ihren wesent­li­chen Punk­ten mit der­je­ni­gen der im Streit­fall ein­zu­rei­hen­den Ware über­ein, so dass die VO Nr. 1224/​2003 als Indiz für die Ein­rei­hung der von der Klä­ge­rin ein­ge­führ­ten Ware her­an­ge­zo­gen wer­den kann. Der danach indi­zier­ten Ein­rei­hung ent­ge­gen­ste­hen­de Anhalts­punk­te sind weder vor­ge­tra­gen noch sonst ersicht­lich. Ins­be­son­de­re ver­mag allein eine mög­li­cher­wei­se ande­re – unzu­tref­fen­de – Tari­fie­rungs­auf­fas­sung der Zoll­be­hör­den eines ande­ren Mit­glied­staa­tes eine abwei­chen­de Beur­tei­lung nicht zu recht­fer­ti­gen.

Der mit Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 1676/​2001 und Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 2597/​1999 ein­ge­führ­te Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll ist auch auf metal­li­sier­te und zugleich lackier­te PET-Foli­en der streit­ge­gen­ständ­li­chen Art zu erhe­ben. Dies ergibt eine Aus­le­gung der genann­ten Vor­schrif­ten unter Berück­sich­ti­gung des Wort­lauts der Waren­be­schrei­bung der genann­ten Ver­ord­nun­gen und des Sinn und Zwecks des ein­ge­führ­ten Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zolls für die Waren­grup­pe der PET-Foli­en.

Nach dem Wort­laut der Waren­be­schrei­bung des Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 1676/​2001 und des Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 2597/​1999 sind die streit­ge­gen­ständ­li­chen PET-Foli­en davon umfasst.

Aus der For­mu­lie­rung „der KN-Codes ex 3920 6219“ ergibt sich, dass Aus­gleichs- und Anti­dum­ping­zoll nicht für alle von der acht­stel­li­gen Unter­po­si­ti­on des KN-Codes 3920 6219 erfass­ten PET-Foli­en erho­ben wer­den soll­te, son­dern nur für die von den in der Klam­mer auf­ge­führ­ten zehn­stel­li­gen TARIC-Codes erfass­ten PET-Foli­en [13]. Die streit­ge­gen­ständ­li­chen PET-Foli­en, die nach oben ste­hen­den Aus­füh­run­gen unter den KN-Code 3920 6219 ein­zu­rei­hen sind, sind einer der in der Klam­mer – mit­tels TARIC-Code – auf­ge­führ­ten Waren­grup­pen von PET-Foli­en zuzu­ord­nen, näm­lich den PET-Foli­en, die im Zeit­punkt des Erlas­ses der genann­ten Ver­ord­nun­gen unter dem TARIC-Code 3920 6219 91 geführt wur­den. Wie ein­gangs aus­ge­führt, ent­spricht der TARIC-Code 3920 6219 92 in der Fas­sung vom 18.10.2004 inhalt­lich dem TARIC-Code 3920 6219 91 in der Fas­sung zum Zeit­punkt des Erlas­ses der VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999 und ent­hält zudem zwei wei­te­re – neue – Unter­grup­pen, von denen der TARIC-Code 3920 6219 94 0 ande­re (als die in den unter 3920 6219 in diver­sen TARIC-Codes spe­zi­ell genann­ten) Foli­en aus PET, die nicht im Ver­sand aus Bra­si­li­en und nicht im Ver­sand aus Isra­el stam­men, umfasst. Da die streit­ge­gen­ständ­li­chen PET-Foli­en kei­ner der in den unter 3920 6219 in den dort zuerst auf­ge­führ­ten TARIC-Codes spe­zi­ell genann­ten PET-Foli­en zuzu­ord­nen sind, gehö­ren sie dem letzt­ge­nann­ten TARIC-Code 3920 6219 92 (und dort der wei­te­ren – für die vor­lie­gen­de Fra­ge­stel­lung nicht wei­ter bedeut­sa­men – Auf­schlüs­se­lung 3920 6219 94 0) zu. Für eine Anwend­bar­keit der Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 1676/​2001 und Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 2597/​1999 auf die streit­ge­gen­ständ­li­chen PET-Foli­en ist es nicht erfor­der­lich, dass der Ver­ord­nungs­ge­ber die ver­än­der­te TARIC-Code-Num­me­rie­rung in Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 1676/​2001 und Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 2597/​1999 über­nimmt. Da der TARIC-Code 3920 6219 92 in der Fas­sung vom 18.10.2004 dem TARIC-Code 3920 6219 91 inhalt­lich ent­spricht, ist der Rege­lungs­ge­halt der Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 1676/​2001 und Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 2597/​1999 zur Waren­be­schrei­bung der mit dem – sei­ner­zei­ti­gen – TARIC-Code 3920 6219 91 bezeich­ne­ten PET-Foli­en unge­ach­tet der ver­än­der­ten TARIC-Code-Num­me­rie­rung inhalt­lich unver­än­dert geblie­ben und bean­sprucht wei­ter­hin Gel­tung für die nun­mehr unter dem TARIC-Code 3920 6219 92 erfass­te Waren­grup­pe [14].

Auch der klä­ge­ri­sche Hin­weis, dass der Ver­ord­nungs­ge­ber jeden­falls spä­tes­tens mit Aus­wei­tung des Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zolls auf Ein­fuh­ren aus Bra­si­li­en und Isra­el die ver­än­der­te TARIC-Code-Num­me­rie­rung hät­te über­neh­men müs­sen, um die unter dem neu­en TARIC-Code gelis­te­te Waren­grup­pe mit dem Anwen­dungs­be­reich erfas­sen zu kön­nen, ver­fängt nicht. Abge­se­hen davon, dass die dies­be­züg­li­chen Ver­ord­nun­gen, näm­lich die Ver­ord­nung (EG) Nr.1975/2004 des Rates vom 15.11.2004 zur Aus­wei­tung des mit der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1676/​2001 ein­ge­führ­ten end­gül­ti­gen Anti­dum­ping­zolls auf die Ein­fuh­ren von Foli­en aus Poly­ethy­len­te­re­ph­tha­lat (PET) mit Ursprung unter ande­rem in Indi­en auf aus Bra­si­li­en und Isra­el ver­sand­te Ein­fuh­ren von Foli­en aus Poly­ethy­len­te­re­ph­tha­lat (PET), ob als Ursprungs­er­zeug­nis­se Bra­si­li­ens oder Isra­els ange­mel­det oder nicht [15] und die Ver­ord­nung (EG) Nr.1976/2004 des Rates vom 15.11.2004 zur Aus­wei­tung des mit der Ver­ord­nung (EG) Nr. 2597/​1999 ein­ge­führ­ten end­gül­ti­gen Aus­gleichs­zolls auf die Ein­fuh­ren von Foli­en aus Poly­ethy­len­te­re­ph­tha­lat (PET) mit Ursprung in Indi­en auf aus Bra­si­li­en und Isra­el ver­sand­te Ein­fuh­ren von Foli­en aus Poly­ethy­len­te­re­ph­tha­lat (PET), ob als Ursprungs­er­zeug­nis­se Bra­si­li­ens oder Isra­els ange­mel­det oder nicht [16], erst nach dem hier maß­geb­li­chen Zeit­punkt der Zollan­mel­dung vom 18.10.2004 erlas­sen wor­den sind und bereits von daher unbe­rück­sich­tigt blei­ben müs­sen, ist in Art. 1 Abs. 1 der genann­ten Ver­ord­nun­gen jeweils nur im Sin­ne einer Bezug­nah­me gere­gelt, dass der Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll nach der VO Nr. 1676/​2001 bzw. VO Nr. 2597/​1999 auf Ein­fuh­ren aus ande­ren Län­der aus­ge­wei­tet wird, ohne jedoch die VO Nr. 1676/​2001 bzw. VO Nr. 2597/​1999 ihrer­seits zu ändern bzw. zu aktua­li­sie­ren. Folg­lich kann auch schon des­halb nicht von einem in Bezug auf den TARIC-Code 3920 6219 91 feh­ler­haft gewor­de­nen und damit mög­li­cher­wei­se nicht mehr Gel­tung bean­spru­chen­den Rege­lungs­werk der VO Nr. 1676/​2001 bzw. VO Nr. 2597/​1999 aus­ge­gan­gen wer­den.

Auch nach dem erkenn­ba­ren Sinn und Zweck des ein­ge­führ­ten Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zolls für die Waren­grup­pe der PET-Foli­en sind die streit­ge­gen­ständ­li­chen PET-Foli­en von der Waren­be­schrei­bung der VO Nr. 1676/​2001 bzw. VO Nr. 2597/​1999 erfasst. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Euro­päi­schen Gerichts­ho­fes sind für die Aus­le­gung einer Vor­schrift des Gemein­schafts- bzw. jetzt Uni­ons­rechts nicht nur der Wort­laut die­ser Vor­schrift, son­dern auch ihr Kon­text und die Zie­le zu berück­sich­ti­gen, die mit der Rege­lung, zu der sie gehört, ver­folgt wer­den [17]. Wie ein­gangs aus­ge­führt, ist bei einer Ware, für die ein Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll fest­ge­legt und die als KN ex-Posi­ti­on gekenn­zeich­net ist, die gegen­über dem betref­fen­den KN-Code gerin­ge­re Trag­wei­te der betrof­fe­nen Unter­po­si­ti­on durch Aus­le­gung zu ermit­teln; dabei kann auch berück­sich­tigt wer­den, wel­che Waren Gegen­stand der Anti­dum­ping- bzw. Anti­sub­ven­ti­ons­un­ter­su­chung gewe­sen sind oder auf wel­che Wei­se eine sinn­wid­ri­ge Anwen­dung des Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zolls ver­mie­den wer­den kann [18]. Vor­lie­gend ist dafür maß­geb­lich auf die Erwä­gungs­grün­de der VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999 sowie der Ver­ord­nung (EG) Nr. 367/​2001 der Kom­mis­si­on vom 23.02.2001 zur Ein­füh­rung eines vor­läu­fi­gen Anti­dum­ping­zolls auf die Ein­fuh­ren von Foli­en aus Poly­ethy­len­te­re­ph­tha­lat mit Ursprung in Indi­en und der Repu­blik Korea [19] – im Fol­gen­den: VO Nr. 367/​2001 – und der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1810/​1999 der Kom­mis­si­on vom 17.08.1999 zur Ein­füh­rung eines vor­läu­fi­gen Aus­gleichs­zolls auf die Ein­fuh­ren von Foli­en aus Poly­ethy­len­te­re­ph­tha­lat (PET) mit Ursprung in Indi­en [20] – im Fol­gen­den: VO Nr. 1810/​1999 – abzu­stel­len. Danach lässt sich eine Ein­gren­zung des Anwen­dungs­be­reichs der VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999 dahin gehend, dass sie nicht auf metal­li­sier­te und zugleich lackier­te PET-Foli­en, die allein der Her­stel­lung von Ret­tungs­de­cken die­nen, also PET-Foli­en ent­spre­chend den streit­ge­gen­ständ­li­chen PET-Foli­en, anwend­bar sei­en, nicht ent­neh­men.

Das Finanz­ge­richt Mün­chen, das über den Anwen­dungs­be­reich der Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 1676/​2001 und Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 2597/​1999 für eine der hier streit­ge­gen­ständ­li­chen PET-Folie ver­gleich­ba­re Folie zu ent­schei­den hat­te, hat dazu mit Urteil vom 25.06.2009 [21] aus­ge­führt:

„Das Ver­fah­ren zur Ein­füh­rung eines Anti­dum­ping­zolls auf die Ein­fuh­ren von PET-Foli­en ist von vier Gemein­schafts­her­stel­lern ein­ge­lei­tet wor­den, auf die mehr als 50 % der gesam­ten Gemein­schafts­pro­duk­ti­on von PET-Foli­en ent­fie­len [22]. Nach dem 9. Erwä­gungs­grund zur VO Nr. 367/​2001 lagen der Unter­su­chung PET-Foli­en zugrun­de, die aus einer Basis-Folie bestehen, die wäh­rend des Fer­ti­gungs­vor­gangs oder danach wei­te­ren Behand­lun­gen unter­zo­gen wer­den kön­nen. Dabei han­delt es sich, so die Kom­mis­si­on, in der Regel um Coro­na-Behand­lung, Metal­li­sie­rung oder che­mi­sche Beschich­tung.

Nach dem 11. Erwä­gungs­grund zur VO Nr. 367/​2001 haben PET-Foli­en im Wesent­li­chen fünf End­ver­wen­dun­gen und gehö­ren zu den fol­gen­den fünf Markt­seg­men­ten: magne­ti­sche Auf­zeich­nun­gen, Ver­pa­ckung, Elek­tro­tech­nik, Pho­to- bzw. Repro­gra­phie und indus­tri­el­le Anwen­dun­gen. Ein und der­sel­be PET-Foli­en­typ kann danach jedoch häu­fig für unter­schied­li­che Anwen­dun­gen genutzt wer­den, was auf einen hohen Grad an Aus­tausch­bar­keit schlie­ßen las­se. Für die Zwe­cke der Unter­su­chung wur­den des­halb PET-Foli­en zur Berück­sich­ti­gung der vor­ge­nann­ten Eigen­schaf­ten auf der Grund­la­ge der fol­gen­den Fak­to­ren in bestimm­te Typen unter­teilt: Markt­seg­ment, Dicke, Beschich­tungs­ei­gen­schaf­ten, Ober­flä­chen­be­hand­lung, mecha­ni­sche Eigen­schaf­ten und Lichtdurchlässigkeit/​Lichtundurchlässigkeit.

In Erwä­gungs­grund Nr. 175 zur VO Nr. 367/​2001 wird hin­sicht­lich Art und Struk­tur der Ver­wen­der­in­dus­trien dar­auf hin­ge­wie­sen, dass PET-Foli­en, neben den im 11. Erwä­gungs­grund genann­ten wesent­li­chen fünf Ver­wen­dun­gen, für eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Anwen­dun­gen ver­wen­det wer­den: Ver­pa­ckung von Nah­rungs­mit­teln, medi­zi­ni­sche Anwen­dun­gen, Haus­halts­ge­rä­te, Kraft­fahr­zeu­ge, usw. Auf­grund des­sen fal­le auch der Anteil der PET-Foli­en an den Kos­ten der fer­ti­gen Waren unter­schied­lich aus.

In Bezug auf metal­li­sier­te Foli­en wird aus­ge­führt, dass das Auf­brin­gen einer oder meh­re­rer Schich­ten von Metall auf die PET-Basis­fo­li­en die grund­le­gen­den phy­si­ka­li­schen, tech­ni­schen und che­mi­schen Eigen­schaf­ten der Ware nicht wesent­lich ver­än­de­re. Zudem sei­en PET-Basis­fo­li­en und metal­li­sier­te PET-Foli­en bei vie­len Anwen­dun­gen aus­tausch­bar, so dass sie die glei­che oder eine ähn­li­che Ver­wen­dung haben. Zwar könn­ten metal­li­sier­te PET-Foli­en für spe­zi­fi­zier­te Anwen­dun­gen bestimmt sein, doch ände­re dies nichts an der Tat­sa­che, dass ande­re Stan­dard-PET-Foli­en jeden­falls für meh­re­re die­ser spe­zi­fi­schen Anwen­dun­gen ein­ge­setzt wer­den könn­ten. Dies zei­ge, dass zwi­schen den bei­den Waren­ty­pen ein gewis­ses Maß an Wett­be­werb und Aus­tausch­bar­keit gege­ben sei. Aus die­sen Grün­den wür­den auch metal­li­sier­te Foli­en unter die Defi­ni­ti­on der betrof­fe­nen Ware fal­len [23]. Die Tat­sa­che, dass für die Her­stel­lung metal­li­sier­ter PET-Foli­en ein zusätz­li­cher Fer­ti­gungs­schritt erfor­der­lich ist, so dass die Pro­duk­ti­ons­kos­ten und die Ver­kaufs­prei­se höher sind, recht­fer­ti­ge für sich genom­men nicht den Aus­schluss die­ses bestimm­ten PET-Foli­en­typs aus dem Ver­fah­ren. Schließ­lich habe die Unter­su­chung erge­ben, dass metal­li­sier­te PET-Foli­en von Foli­en zu unter­schei­den sei­en, die ver­stärkt, lami­niert oder auf ähn­li­che Wei­se mit ande­ren Stof­fen ver­bun­den und mit einer Unter­la­ge ver­se­hen wer­den. Die­se Fer­ti­gungs­schrit­te ver­än­der­ten die grund­le­gen­den mate­ri­el­len, che­mi­schen und tech­ni­schen Eigen­schaf­ten von PET-Foli­en in einem sol­chen Maße, dass das fer­ti­ge Erzeug­nis nicht mehr als betrof­fe­ne Ware ange­se­hen wer­den könn­te [24].

Der Ein­füh­rung eines Aus­gleichs­zolls lie­gen ver­gleich­ba­re Erwä­gun­gen zu Grun­de [25].

Nach Auf­fas­sung des BFHs las­sen die­se Erwä­gungs­grün­de nicht den Schluss zu, dass die Ver­ord­nun­gen Nr. 1676/​2001 und Nr. 2597/​1999 ledig­lich sog. PET-Basis­fo­li­en sowie PET-Foli­en erfas­sen sol­len, die nur einer wei­te­ren Behand­lung unter­zo­gen wor­den sind.

Es ist weder ersicht­lich noch vor­ge­tra­gen, dass metal­li­sier­te und zugleich lackier­te PET-Foli­en so grund­le­gend ande­re mate­ri­el­le, che­mi­sche und tech­ni­sche Eigen­schaf­ten hät­ten, dass sie sich von sons­ti­gen PET-Foli­en in einem sol­chen Maße unter­schei­den, dass sie nicht mehr als betrof­fe­ne Ware ange­se­hen wer­den könn­ten. Im 19. Erwä­gungs­grund zur VO Nr. 367/​2001 wird viel­mehr davon aus­ge­gan­gen, dass sogar das Auf­brin­gen meh­re­rer Schich­ten von Metall auf die PET-Basis­fo­li­en die Eigen­schaf­ten der Ware nicht wesent­lich ver­än­dert. Zum einen wird dar­aus ersicht­lich, dass auch meh­re­re Fer­ti­gungs­schrit­te als uner­heb­lich ange­se­hen wer­den, zum ande­ren ist zu berück­sich­ti­gen, dass jeweils eine Ober­flä­chen­be­hand­lung (Coro­na-Behand­lung) erfor­der­lich ist, um ent­we­der das Metall oder die Far­be auf­zu­brin­gen. Der Umstand, dass eine Wei­ter­ver­ar­bei­tung der PET-Basis­fo­li­en durch Beschich­ten ohne vor­he­ri­ge Coro­nabe­hand­lung gar nicht mög­lich ist, zeigt schon für sich, dass jeweils meh­re­re Fer­ti­gungs­schrit­te erfor­der­lich sind, um zum Bei­spiel Far­be auf­zu­brin­gen.

Aus dem 9. Erwä­gungs­grund zur VO Nr. 367/​2001 kann des­halb nicht gefol­gert wer­den, dass der Unter­su­chung nur sol­che PET-Foli­en zugrun­de lagen, die nur einer wei­te­ren Behand­lung unter­zo­gen wor­den sind. Aus den TARIC-Codes 3920 6219 50 und 3920 6219 55 ergibt sich viel­mehr, dass auch mehr­fach bear­bei­te­te („beid­sei­tig beschich­tet“ und „auf einer Sei­te metall­be­dampft und beschich­tet und einer Schutz­schicht und auf der ande­ren Sei­te mit einer wär­me­emp­find­li­chen Ver­sie­ge­lungs­schicht“) PET-Foli­en vom Anti­dum­ping- und Aus­gleichs­zoll erfasst sein soll­ten.

Eben­so wenig kommt es dar­auf an, ob die metal­li­sier­ten und zugleich lackier­ten PET-Foli­en zur Her­stel­lung von Ret­tungs­de­cken ein­ge­führt wor­den sind, denn maß­ge­bend für die Tari­fie­rung einer Ware ist deren objek­ti­ve Beschaf­fen­heit, nicht aber ihre über­wie­gen­de und aus­schließ­li­che Ver­wen­dung. Es ist in der Regel unbe­acht­lich, wel­che Umstän­de zu der Waren­be­schaf­fen­heit geführt haben oder wel­cher spä­te­ren Ver­wen­dung der Ein­füh­rer die Ware zufüh­ren will. Der Ver­wen­dungs­zweck der Ware kann des­halb nur dann ein objek­ti­ves Tari­fie­rungs­kri­te­ri­um sein, sofern er der Ware inne­wohnt, was sich anhand ihrer objek­ti­ven Merk­ma­le und Eigen­schaf­ten beur­tei­len las­sen muss [26].

Dies ist vor­lie­gend aber nicht der Fall. Im TARIC-Code 3920 6219 910 wird im Gegen­satz zu ande­ren ex-Posi­tio­nen nicht auf die Ver­wen­dungs­mög­lich­keit abge­stellt. Eben­so wenig wohnt den streit­ge­gen­ständ­li­chen PET-Foli­en der Ver­wen­dungs­zweck als Ret­tungs­de­cken­fo­lie inne.

Dem­entspre­chend ist im 19. Erwä­gungs­grund zur VO Nr. 367/​2001 ange­führt, dass metal­li­sier­te (bear­bei­te­te) PET-Foli­en zwar für spe­zi­fi­sche Anwen­dun­gen bestimmt sein kön­nen, dies jedoch nichts an der Tat­sa­che ände­re, dass ande­re Stan­dard-PET-Foli­en eben­falls für meh­re­re die­ser spe­zi­fi­schen Anwen­dun­gen ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Im 175. Erwä­gungs­grund die­ser VO ist viel­mehr aus­drück­lich auf die unter­schied­li­chen Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten, unter ande­rem auch medi­zi­ni­sche Anwen­dun­gen hin­ge­wie­sen wor­den und dass auch die Antei­le der PET-Foli­en an den Kos­ten der fer­ti­gen Waren unter­schied­lich aus­fie­len.

Wegen der Aus­tausch­bar­keit und damit viel­sei­ti­gen Ein­setz­bar­keit auch der streit­ge­gen­ständ­li­chen Waren sind sie des­halb unab­hän­gig von deren ggf. höhe­ren Fer­ti­gungs­kos­ten von den VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999 erfasst.“

Das Finanz­ge­richt Ham­burg schließt sich die­sen Rechts­aus­füh­run­gen an und macht sie sich, abge­se­hen von nach­fol­gend auf­ge­zeig­ten Ein­schrän­kun­gen hin­sicht­lich der Begrün­dung, zu Eigen. Hier­zu ist ergän­zend im Ein­zel­nen Fol­gen­des aus­zu­füh­ren:

An der im vor­läu­fi­gen Rechts­schutz­ver­fah­ren mit Beschluss vom 08.02.2006 [27] geäu­ßer­ten vor­läu­fi­gen Ein­schät­zung hin­sicht­lich eines in Bezug auf metal­li­sier­te und lackier­te PET-Foli­en ein­ge­schränk­ten Anwen­dungs­be­reichs der VO Nr. 1676/​2001 und VO Nr. 2597/​1999 hält das Finanz­ge­richt Ham­burg nicht mehr fest. So erweist sich die Annah­me, dass die Waren­be­schrei­bung in den Erwä­gungs­grün­den der VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999 auf ein Ver­ständ­nis hin­wei­se, dass ledig­lich sog. PET-Basis­fo­li­en sowie PET-Foli­en, die nur einer wei­te­ren Behand­lung unter­zo­gen wor­den sind; vom Waren­be­griff der in Rede ste­hen­den Ver­ord­nun­gen erfasst sein sol­len, nicht als trag­fä­hig. Zum einen spricht der 9. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 367/​2001, auf den die VO Nr. 1676/​2001 in deren 12. Erwä­gungs­grund bestä­ti­gend Bezug nimmt, von wei­te­ren Behand­lun­gen – und nicht aus­drück­lich von nur einer wei­te­ren Behand­lung. Der sich in dem genann­ten Erwä­gungs­grund dar­an anschlie­ßen­de Satz („Dabei han­delt es sich in der Regel um Coro­na-Behand­lung, Metal­li­sie­rung oder che­mi­sche Beschich­tung“) kann daher jeden­falls auch dahin ver­stan­den wer­den, dass dort nicht nur ver­schie­de­ne allein anwend­ba­re, son­dern durch­aus auch ver­schie­de­ne, mit­ein­an­der kom­bi­nier­ba­re Behand­lun­gen auf­ge­führt wer­den. Zwar kann ent­ge­gen den Aus­füh­run­gen des Finanz­ge­richts Mün­chen nicht davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass die­se Annah­me bereits des­halb zwin­gend sei, weil stets eine Coro­na-Behand­lung vor­aus­ge­hen müs­se, um PET-Foli­en durch Beschich­tung wei­ter­ver­ar­bei­ten zu kön­nen, z. B. Far­be auf­zu­brin­gen. Dies mag der Regel­fall sein, ist aber, je nach Qua­li­tät der Basis­fo­lie und beab­sich­tig­ter wei­te­rer Ver­ar­bei­tung, nicht zwin­gend erfor­der­lich, viel­mehr kön­nen auch alter­na­ti­ve Metho­den zur Erhö­hung der Pola­ri­tät der Ober­flä­che ein­ge­setzt wer­den [28]. Aller­dings stellt die für das dau­er­haf­te Auf­brin­gen von flüs­si­gen Stof­fen in der Regel erfor­der­li­che Ober­flä­chen­be­hand­lung von PET-Foli­en in Form der Erhö­hung der Pola­ri­tät der Ober­flä­che – sei es durch Coro­na-Behand­lung oder durch ande­re Ver­fah­ren – ein wei­te­res Indiz dafür dar, dass eine Begren­zung des Anwen­dungs­be­reichs der VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999 auf PET-Foli­en, die nur einer ein­zi­gen wei­te­ren Behand­lung unter­zo­gen wor­den sind, gera­de nicht anzu­neh­men ist. Ande­ren­falls unter­fie­len die unzwei­fel­haft vom Waren­be­griff die­ser Ver­ord­nun­gen umfass­ten beschich­te­ten, z. B. metal­li­sier­ten oder lackier­ten, PET-Foli­en in wei­ten Tei­len nicht mehr dem Anwen­dungs­be­reich, was mit dem Sinn und Zweck der beab­sich­tig­ten Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll­re­ge­lung nicht in Ein­klang zu brin­gen wäre. Auch der Hin­weis auf die Zuge­hö­rig­keit mehr­fach metal­li­sier­ter Foli­en zur erfass­ten Waren­grup­pe im 19. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 367/​2001, auf den die VO Nr. 1676/​2001 in deren 12. Erwä­gungs­grund bestä­ti­gend Bezug nimmt, sowie der Hin­weis im 10. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 1676/​2001 dar­auf, dass die mit einem zusätz­li­chen Fer­ti­gungs­schritt ver­bun­de­nen höhe­ren Pro­duk­ti­ons­kos­ten und Ver­kaufs­prei­se für metal­li­sier­te Foli­en für sich genom­men kei­nen Aus­schluss aus der betrof­fe­nen Waren­grup­pe recht­fer­ti­gen, stüt­zen die Annah­me, dass auch sons­ti­ge mehr­fach bear­bei­te­te PET-Foli­en dem Anwen­dungs­be­reich der in Rede ste­hen­den Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll­ver­ord­nung unter­fal­len. Dies gilt jeden­falls für sol­che mehr­fach bear­bei­te­ten PET-Foli­en, bei denen der Bear­bei­tungs­auf­wand ähn­lich dem Bear­bei­tungs­auf­wand mehr­fach metal­li­sier­ter Foli­en ist. Man­gels ent­ge­gen­ste­hen­der Anhalts­punk­te ist davon aus­zu­ge­hen, dass die im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren streit­ge­gen­ständ­li­che Folie einen in etwa ver­gleich­ba­ren Bear­bei­tungs­auf­wand auf­weist wie mehr­fach – kon­kret: beid­sei­tig – metal­li­sier­te Foli­en. Ein­zi­ger Unter­schied ist vor­lie­gend, dass es sich nicht um eine mehr­fa­che Metal­li­sie­rung, son­dern um eine Metal­li­sie­rung und eine Lackie­rung han­delt, wobei der Auf­wand trotz der unter­schied­li­chen Beschich­tungs­ma­te­ria­li­en letzt­lich nicht bedeu­tend höher sein dürf­te. Dass in ver­gleich­ba­rer Wei­se beid­sei­tig unter­schied­lich beschich­te­te Foli­en vom Waren­be­griff der genann­ten Ver­ord­nun­gen umfasst wer­den, zeigt im Übri­gen, wie auch das Finanz­ge­richt Mün­chen her­aus­ge­stellt hat, über­zeu­gend die Auf­nah­me der in den TARIC-Codes 3920 6219 50 und 3920 6219 55 zum Zeit­punkt des Erlas­ses der VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999 beschrie­be­nen PET-Foli­en in Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 1676/​2001 und Art. 1 Abs. 1 VO Nr. 2597/​1999. Vor dem Hin­ter­grund der Aus­sa­ge des 19. Erwä­gungs­grun­des der VO Nr. 367/​2001 zu mehr­fach metal­li­sier­ten Foli­en und der nach den TARIC-Codes 3920 6219 50 und 3920 6219 55 unzwei­fel­haft erfass­ten mehr­fach beschich­te­ten Foli­en, kann dem Hin­weis im 10. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 1676/​2001 dar­auf, dass die mit einem zusätz­li­chen Fer­ti­gungs­schritt ver­bun­de­nen höhe­ren Pro­duk­ti­ons­kos­ten und Ver­kaufs­prei­se für metal­li­sier­te Foli­en für sich genom­men kei­nen Aus­schluss aus der betrof­fe­nen Waren­grup­pe recht­fer­ti­gen, übri­gens auch nicht der Sinn­ge­halt ent­nom­men wer­den, dass nur die­je­ni­gen Foli­en, die ledig­lich einen zusätz­li­chen Fer­ti­gungs­schritt – und nicht zwei oder mehr Fer­ti­gungs­schrit­te – erfah­ren haben; vom Anwen­dungs­be­reich umfasst sind. Viel­mehr han­delt es sich um eine gene­ra­li­sie­ren­de Aus­sa­ge hin­sicht­lich der im Bereich metal­li­sier­ter Foli­en regel­mä­ßig erfol­gen­den Wei­ter­be­ar­bei­tung und den damit ver­bun­de­nen Fol­ge­kos­ten unter Berück­sich­ti­gung der Her­stel­lungs­pro­zes­se von sol­chen metal­li­sier­ten Foli­en, die Gegen­stand der Unter­su­chung gewe­sen sind, mit­hin auch von mehr­fach metal­li­sier­ten Foli­en. Daher hält das Finanz­ge­richt Ham­burg an sei­ner im vor­läu­fi­gen Rechts­schutz­ver­fah­ren geäu­ßer­ten vor­läu­fi­gen Bewer­tung des 10. Erwä­gungs­grun­des der VO Nr. 1676/​2001 eben­falls nicht mehr fest.

Schließ­lich führt auch der von der Klä­ge­rin behaup­te­te und beton­te aus­schließ­li­che Ver­wen­dungs­zweck der ein­ge­führ­ten PET-Folie für die Fer­ti­gung von Ret­tungs­de­cken ent­spre­chend DIN-Norm zu kei­ner der Klä­ge­rin güns­ti­ge­ren Beur­tei­lung. Eine sol­che aus­schließ­li­che Ver­wen­dung zuguns­ten der Klä­ge­rin ein­mal unter­stellt, lässt sich näm­lich unge­ach­tet die­ser Ver­wen­dung die streit­ge­gen­ständ­li­che Folie den­noch dem Waren­be­griff der in Rede ste­hen­den Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll­ver­ord­nung zuord­nen, da sie der dor­ti­gen – weit zu fas­sen­den – Waren­be­schrei­bung unter­fällt und zumin­dest ein gewis­ses und damit aus­rei­chen­des Maß an poten­ti­el­ler Aus­tausch­bar­keit und an Wett­be­werb mit den sons­ti­gen von der Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll­ver­ord­nung erfass­ten PET-Foli­en auf­weist. Soweit das Finanz­ge­richt Ham­burg im vor­läu­fi­gen Rechts­schutz­ver­fah­ren unter Hin­weis auf die im 11. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 367/​2001 genann­ten 5 End­ver­wen­dun­gen in den 5 Markt­seg­men­ten magne­ti­sche Auf­zeich­nun­gen, Ver­pa­ckung, Elek­tro­tech­nik, Pho­to- bzw. Repro­gra­phie und indus­tri­el­le Anwen­dun­gen und den nähe­ren Erläu­te­run­gen zu den Markt­seg­men­ten Ver­pa­ckung und Elek­tro­tech­nik in dem 19. und 21. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 367/​2001 ange­nom­men hat, dass die streit­ge­gen­ständ­li­che Folie kei­ner Ver­wen­dung in einem der genann­ten Markt­seg­men­te zuge­ord­net wer­den kön­ne, und dar­über hin­aus Zwei­fel geäu­ßert hat, ob der von der Klä­ge­rin ein­ge­führ­te PET-Foli­en­typ ähn­lich der im 9. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 1676/​2001 fest­ge­stell­ten Aus­tausch­bar­keit von PET-Basis­fo­li­en und metal­li­sier­ten Foli­en für die im Sin­ne der vor­lie­gen­den Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll­re­ge­lung maß­geb­li­chen Ver­wen­dun­gen aus­tausch­bar sei, ist dar­an aus nach­fol­gen­den Erwä­gun­gen nicht mehr fest­zu­hal­ten.

Zwar ist, wor­auf die Klä­ge­rin zutref­fend hin­weist, der vom Finanz­ge­richt Mün­chen ange­führ­te Umstand, dass der Ver­wen­dungs­zweck der ein­ge­führ­ten Folie vor­lie­gend nicht Teil ihrer objek­ti­ven Beschaf­fen­heit ist, inso­weit unbe­acht­lich, als es dar­auf für die Fra­ge, inwie­weit die Ware vom Anwen­dungs­be­reich der Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleich­zoll­re­ge­lung umfasst ist, letzt­lich nicht ankom­men kann. Denn selbst wenn der kon­kre­te Ver­wen­dungs­zweck der streit­ge­gen­ständ­li­chen Folie als Ret­tungs­de­cken­fo­lie objek­tiv erkenn­bar wäre, so hin­der­te dies eine grund­sätz­lich mög­li­che Annah­me einer Aus­tausch­bar­keit mit ande­ren PET-Foli­en zu ande­ren denk­ba­ren Ver­wen­dungs­zwe­cken nicht. Maß­ge­bend ist viel­mehr Fol­gen­des:

Zunächst ist zu berück­sich­ti­gen, dass der Uni­ons­ge­setz­ge­ber mit der Benen­nung der 5 End­ver­wen­dun­gen in den genann­ten 5 Markt­seg­men­ten offen­kun­dig kei­ne Begren­zung der Waren­be­schrei­bung auf genau die­se Markt­seg­men­te vor­neh­men woll­te. So ergibt sich bereits aus der For­mu­lie­rung des 11. Erwä­gungs­grun­des der VO Nr. 367/​2001, auf den die VO Nr. 1676/​2001 in deren 12. Erwä­gungs­grund bestä­ti­gend Bezug nimmt, dass PET-Foli­en „im Wesent­li­chen“ 5 End­ver­wen­dun­gen haben und zu den sodann genann­ten 5 Markt­seg­men­ten gehö­ren, dass wei­te­re Anwen­dungs­be­rei­che durch­aus eröff­net blei­ben. Zudem ist zu beden­ken, dass eine Waren­be­schrei­bung in Anleh­nung an bestimm­te Ver­wen­dungs­zwe­cke bei einer der­art viel­ge­stal­ti­gen und viel­sei­tig ver­wend­ba­ren Waren­grup­pe wie der Waren­grup­pe der PET-Foli­en natur­ge­mäß nicht abschlie­ßend sein kann. Dem Uni­ons­ge­setz­ge­ber müs­sen im Rah­men sei­nes Gestal­tungs­spiel­raums gewis­se Pau­scha­lie­run­gen mög­lich sein, da ande­ren­falls eine effek­ti­ve Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll­re­ge­lung nicht umsetz­bar wäre. Dem­entspre­chend zeigt auch der 175. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 367/​2001 in die­se Rich­tung. Dort wird anknüp­fend an die genann­ten 5 End­ver­wen­dun­gen in den 5 Markt­seg­men­ten auf die Viel­zahl unter­schied­li­cher Anwen­dun­gen von PET-Foli­en hin­ge­wie­sen und es wer­den exem­pla­risch – nicht abschlie­ßend („usw.“) – ver­schie­de­ne Anwen­dun­gen auf­ge­zählt, u. a. auch medi­zi­ni­sche Anwen­dun­gen. Vor die­sem Hin­ter­grund hat das Finanz­ge­richt Ham­burg kei­ne Zwei­fel mehr dar­an, dass auch die ein­ge­führ­te PET-Folie dem Ver­wen­dungs­be­reich von PET-Foli­en zuge­ord­net wer­den kann, der dem Waren­be­griff der VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999 zugrun­de liegt.

Auch ist davon aus­zu­ge­hen, dass zwi­schen der ein­ge­führ­ten PET-Folie und ande­ren Stan­dard-PET-Foli­en ein gewis­ses Maß an Aus­tausch­bar­keit und Wett­be­werb, ver­gleich­bar der im 19. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 367/​2001 und im 9. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 1676/​2001 fest­ge­stell­ten Aus­tausch­bar­keit von metal­li­sier­ten Foli­en und PET-Basis­fo­li­en, gege­ben ist. Dabei kann es nicht dar­auf ankom­men, dass wegen der ganz beson­de­ren Mate­ri­al- und sons­ti­gen Beschaf­fen­heits­an­for­de­run­gen, die nach DIN-Vor­schrif­ten an Ret­tungs­de­cken zu stel­len sind, ande­re Stan­dard-PET-Foli­en nicht ohne wei­te­res für die Fer­ti­gung von der­ar­ti­gen Ret­tungs­de­cken ver­wen­det wer­den kön­nen. Zum einen schließt die beson­de­re Mate­ri­al- und sons­ti­ge Beschaf­fen­heits­an­for­de­rung unter Bezug­nah­me auf DIN-Vor­schrif­ten ohne­hin die Ver­wend­bar­keit ande­rer beschich­te­ter PET-Foli­en nur für in Deutsch­land zu ver­trei­ben­de Ret­tungs­de­cken, nicht jedoch für ander­wei­tig zu ver­trei­ben­de Ret­tungs­de­cken aus (vgl. auch die oben ange­führ­te Beschrei­bung der Ware in der Ein­rei­hungs­ver­ord­nung VO Nr. 1224/​2003, wonach eine ähn­li­che, aber nicht iden­ti­sche PET-Folie zur Her­stel­lung von Ret­tungs­de­cken ver­wen­det wer­den kann). Zum ande­ren gilt auf­grund der viel­ge­stal­ti­gen, teil­wei­se äußerst spe­zi­el­len Anwen­dun­gen von PET-Foli­en für zahl­rei­che Pro­duk­te, dass die dafür ver­wen­de­ten PET-Foli­en teil­wei­se ganz beson­de­re Anfor­de­run­gen zu erfül­len haben, um für den jeweils beab­sich­tig­ten Ver­wen­dungs­zweck ein­ge­setzt wer­den zu kön­nen, wie bei­spiels­wei­se die Auf­brin­gung einer magne­ti­schen Schicht für PET-Video­bän­der, sie daher also nicht ohne wei­te­res durch ande­re Stan­dard-PET-Foli­en ersetzt wer­den kön­nen, und sie den­noch glei­cher­ma­ßen unzwei­fel­haft vom Waren­be­griff der VO Nr. 1676/​2001 und der VO Nr. 2597/​1999 umfasst sind [29]. Glei­ches gilt auch für die streit­ge­gen­ständ­li­che PET-Folie. Bei einer Anti­dum­ping­re­ge­lung hat der Uni­ons­ge­setz­ge­ber u. a. zu ermit­teln, ob in die Uni­on aus­ge­führ­te Waren gegen­über gleich­ar­ti­gen Waren im nor­ma­len Han­dels­ver­kehr gedumpt sind und ein Wirt­schafts­zweig der Uni­on durch gedump­te Ein­fuh­ren geschä­digt oder bedroht wird, was u. a. vor­aus­setzt, dass der Wirt­schafts­zweig gleich­ar­ti­ge Waren her­stellt wie die gedump­ten Erzeug­nis­se, vgl. Art. 1 Abs. 1, Abs. 2, Art. 3 Abs. 1, Abs. 2, Art. 5 Abs. 2, Abs. 4 Anti­dum­ping-Grund­VO. Bei einer Anti­sub­ven­ti­ons­re­ge­lung hat der Uni­ons­ge­setz­ge­ber u. a. zu ermit­teln, ob eine Sub­ven­ti­on, die mit­tel­bar oder unmit­tel­bar für die Her­stel­lung, die Pro­duk­ti­on, die Aus­fuhr oder die Beför­de­rung einer Ware gewährt wird, deren Über­füh­rung in den zoll­recht­lich frei­en Ver­kehr in der Uni­on eine Schä­di­gung ver­ur­sacht, aus­zu­glei­chen ist, was u. a. vor­aus­setzt, dass ein Wirt­schafts­zweig der Uni­on gleich­ar­ti­ge Waren her­stellt wie die sub­ven­tio­nier­ten Erzeug­nis­se, vgl. Art. 1 Abs. 1, Art. 8, Art. 9, Art. 10 Abs. 2 Anti­sub­ven­ti­ons-Grund­VO. Gemäß Art. 1 Abs. 4 Anti­dum­ping-Grund­VO (bzw. Art. 1 Abs. 5 Anti­sub­ven­ti­ons-Grund­VO) ist eine „gleich­ar­ti­ge Ware“ im Sin­ne der Anti­dum­ping-Grund­VO (bzw. der Anti­sub­ven­ti­ons-Grund­VO) eine Ware, die mit der betref­fen­den Ware iden­tisch ist, d. h. ihr in jeder Hin­sicht gleicht, oder, wenn es eine sol­che Ware nicht gibt, eine ande­re Ware, die zwar der betref­fen­den Ware nicht in jeder Hin­sicht gleicht, aber Merk­ma­le auf­weist, die denen der betref­fen­den Ware sehr ähn­lich sind. Für die Beur­tei­lung, wel­che Waren „gleich­ar­tig“ sind (oder ob es sich um zwei ver­schie­de­ne Waren han­delt), steht den Uni­ons­or­ga­nen ein Beur­tei­lungs­spiel­raum zu [30]. Waren sind gleich­ar­tig, wenn kei­ne wesent­li­chen Unter­schie­de im Hin­blick auf ihre cha­rak­te­ris­ti­schen Merk­ma­le, ihre Tech­no­lo­gie und ihre Ver­wen­dung bestehen [31]. Dabei ist zu berück­sich­ti­gen, dass der Begriff der gleich­ar­ti­gen Ware dar­auf abzielt, zu ver­mei­den, dass Waren mit­ein­an­der ver­gli­chen wer­den, die sich in tech­ni­scher, wirt­schaft­li­cher oder kom­mer­zi­el­ler Hin­sicht von­ein­an­der unter­schei­den; ande­rer­seits darf der Begriff auch nicht zu eng aus­ge­legt wer­den, da jeder Her­stel­ler sei­ne Ware etwas anders gestal­tet als sei­ne Kon­kur­ren­ten; dies hät­te zur Fol­ge, dass die Aus­füh­rer stets argu­men­tie­ren könn­ten, ihre Ware unter­schei­de sich von der in der Uni­on pro­du­zier­ten und des­halb lie­ge kein Dum­ping vor [32]. Im 10. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 367/​2001, auf den die VO Nr. 1676/​2001 in deren 12. Erwä­gungs­grund bestä­ti­gend Bezug nimmt, ist aus­ge­führt, dass PET-Foli­en grund­le­gen­de spe­zi­fi­sche phy­si­ka­li­sche, che­mi­sche und tech­ni­sche Eigen­schaf­ten haben, die sie von ande­ren Kunst­stoff­fo­li­en unter­schei­den, und dass sich zwar ver­schie­de­ne Typen von PET-Foli­en unter­schei­den las­sen, dies aber nichts an den grund­le­gen­den Eigen­schaf­ten von PET-Foli­en ändert. Davon abwei­chen­de grund­le­gen­de Eigen­schaf­ten erhal­ten (metal­li­sier­te) PET-Foli­en erst dann, wenn sie ver­stärkt, lami­niert oder auf ähn­li­che Wei­se mit ande­ren Stof­fen ver­bun­den und mit einer Unter­la­ge ver­se­hen wer­den, mit der Fol­ge, dass sie dann nicht mehr als betrof­fe­ne Ware ange­se­hen wer­den kön­nen, vgl. 11. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 1676/​2001. Nach dem 18. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 367/​2001, auf den die VO Nr. 1676/​2001 in deren 12. Erwä­gungs­grund bestä­ti­gend Bezug nimmt, han­delt es sich bei ver­schie­de­nen Typen von PET-Foli­en trotz Unter­schie­den in den Eigen­schaf­ten wie Dicke, Beschich­tung oder Ober­flä­chen­be­hand­lung und in den Ver­wen­dun­gen um eine ein­zi­ge Ware. Im Lich­te die­ser Erwä­gungs­grün­de und der vor­ste­hen­den Aus­füh­run­gen zum Begriff der gleich­ar­ti­gen Ware im Sin­ne einer Anti­dum­ping- bzw. Anti­sub­ven­ti­ons­re­ge­lung kann es daher aus­ge­hend von einem wei­ten Waren­be­griff nur ent­schei­dend sein, ob die ein­ge­führ­te PET-Folie hin­sicht­lich ihrer grund­le­gen­den phy­si­ka­li­schen, tech­ni­schen und che­mi­schen Eigen­schaf­ten für glei­che oder ähn­li­che Zwe­cke wie ande­re PET-Foli­en ver­wen­det wer­den kann. Dies ist indes unzwei­fel­haft zu beja­hen. So kann die streit­ge­gen­ständ­li­che PET-Folie auf­grund ihrer grund­le­gen­den phy­si­ka­li­schen, tech­ni­schen und che­mi­schen Eigen­schaf­ten ohne wei­te­res auch für ande­re Zwe­cke, bei­spiels­wei­se beson­de­re Iso­lie­rungs- oder Ver­pa­ckungs­zwe­cke, in glei­cher Wei­se wie ande­re; vom Waren­be­griff umfass­te sons­ti­ge PET-Foli­en ver­wen­det wer­den. Auch die klä­ge­ri­sche, nicht näher sub­stan­ti­ier­te Behaup­tung, dass auf­grund des höhe­ren Ein­fuhr­prei­ses eine ande­re Ver­wen­dung als die Ver­wen­dung zur Fer­ti­gung von Ret­tungs­de­cken aus wirt­schaft­li­chen Grün­den aus­ge­schlos­sen sei, recht­fer­tigt kei­ne ande­re Beur­tei­lung. So berück­sich­tigt der klä­ge­ri­sche Hin­weis auf das Preis­ge­fü­ge ledig­lich den Durch­schnitts­preis für schlich­te Basis­fo­li­en als Ver­gleichs­preis. Dies kann ange­sichts der auf­ge­zeig­ten Viel­ge­stal­tig­keit des Waren­be­griffs der hier in Rede ste­hen­den Anti­dum­ping- bzw. Aus­gleichs­zoll­re­ge­lung jedoch nicht maß­ge­bend sein, wäre doch viel­mehr auf einen Ver­gleich mit Durch­schnitts­prei­sen von in einer qua­li­fi­zier­ten Wei­se bear­bei­te­ten, näm­lich mehr­fach beschich­te­ten PET-Foli­en abzu­stel­len. Der inso­weit nicht näher sub­stan­ti­ier­ten Behaup­tung der Klä­ge­rin kann und muss das Finanz­ge­richt Ham­burg daher nicht näher nach­ge­hen.

Die ein­ge­führ­ten PET-Foli­en sind unge­ach­tet der durch die Fir­ma D erfolg­ten Wei­ter­be­ar­bei­tung durch Metal­li­sie­rung und Lackie­rung unstrei­tig von der Fir­ma G her­ge­stellt wor­den [33], so dass gemäß Art. 1 Abs. 2 VO Nr. 1676/​2001 und Art. 1 Abs. 2 VO Nr. 2597/​1999 die Zoll­sät­ze, die für von die­ser Fir­ma her­ge­stell­te PET-Foli­en gel­ten, näm­lich Anti­dum­ping­zoll von 52,5 % bzw. Aus­gleichs­zoll von 12,0 %, anzu­wen­den sind. Zutref­fend hat der Beklag­te die­se Zoll­sät­ze dem Bescheid vom 05.07.2007, mit dem der Anti­dum­ping­zoll und der Aus­gleichs­zoll neu fest­ge­setzt wor­den sind, zugrun­de gelegt.

Schließ­lich bestehen auch kei­ne Zwei­fel an der Recht­mä­ßig­keit der VO Nr. 1676/​2001, so dass im Hin­blick auf den mit dem ange­foch­te­nen Ein­fuhr­ab­ga­ben­be­scheid erho­be­nen Anti­dum­ping­zoll auch kein Anlass zu einer etwai­gen Vor­la­ge an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on gege­ben ist.

Der klä­ge­ri­sche Vor­trag, dass kei­ne Schä­di­gung eines Wirt­schafts­zwei­ges der Gemein­schaft – ent­spre­chend der sei­ner­zei­ti­gen Begriff­lich­keit – im Sin­ne von Art. 3 Anti­dum­ping-Grund­VO durch die Ein­fuhr von PET-Foli­en der streit­ge­gen­ständ­li­chen Art vor­lie­ge, weil es kei­ne Gemein­schafts­her­stel­ler ver­gleich­ba­rer Foli­en gebe, so dass die Erhe­bung eines Anti­dum­ping­zolls auf sol­che PET-Foli­en nicht gerecht­fer­tigt sei, stellt eben­falls eine letzt­lich nicht hin­rei­chend sub­stan­ti­ier­te Behaup­tung dar, der nicht wei­ter nach­ge­gan­gen wer­den kann und muss. Abge­se­hen davon, kommt es für die Annah­me einer Schä­di­gung eines Wirt­schafts­zwei­ges der Gemein­schaft im Sin­ne von Art. 3 Anti­dum­ping-Grund­VO ohne­hin nicht dar­auf an, ob der von der Klä­ge­rin ein­ge­führ­te spe­zi­el­le PET-Foli­en-Typ in der Gemein­schaft her­ge­stellt wird bzw. her­ge­stellt wer­den könn­te. Denn es kommt nicht auf den Wirt­schafts­zweig der Her­stel­ler die­ses spe­zi­el­len PET-Foli­en-Typs an. Viel­mehr muss – aus­ge­hend von den obi­gen Aus­füh­run­gen zum wei­ten Waren­be­griff der VO Nr. 1676/​2001 – auf den Wirt­schafts­zweig der Her­stel­ler der Waren­grup­pe der – im obi­gen Sin­ne aus­tausch­ba­ren und in Wett­be­werb zuein­an­der ste­hen­den – PET-Foli­en in ihrer Gesamt­heit abge­stellt wer­den. Die­ser Wirt­schafts­zweig ist nach der der Anti­dum­ping­re­ge­lung zugrun­de lie­gen­den Unter­su­chung unzwei­fel­haft in der Gemein­schaft exis­tent und wür­de durch die Ein­fuhr gedump­ter gleich­ar­ti­ger Ware geschä­digt, vgl. die ent­spre­chen­den Erwä­gungs­grün­de Nrn. 37 ff. der VO Nr. 1676/​2001. Stell­te man nicht auf den Wirt­schafts­zweig der Her­stel­ler der Waren­grup­pe der PET-Foli­en in ihrer Gesamt­heit ab, wür­den Sinn und Zweck der vor­lie­gen­den Anti­dum­ping­re­ge­lung mit dem ent­spre­chend weit gefass­ten Waren­be­griff unter­lau­fen. Dass es nicht auf die Pro­duk­ti­on ein­zel­ner spe­zi­el­ler Waren­ty­pen aus der Waren­grup­pe der PET-Foli­en durch Gemein­schafts­her­stel­ler ankom­men kann, zeigt übri­gens auch der 184. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 367/​2001. Dort heißt es, dass die­je­ni­gen Ver­wen­der, denen zufol­ge die Gemein­schaft ent­we­der gene­rell oder in Bezug auf bestimm­te in der Gemein­schaft nicht her­ge­stell­te Waren­ty­pen nicht über eine aus­rei­chen­de Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tät ver­fügt, PET-Foli­en ent­we­der aus den betrof­fe­nen Län­dern oder aus ande­ren Bezugs­quel­len bezie­hen kön­nen. Dies zeigt deut­lich, dass die Uni­ons­or­ga­ne gese­hen haben, dass es im Ein­zel­fall spe­zi­el­le Waren­ty­pen von PET-Foli­en geben kann, die (noch) nicht in der Gemein­schaft her­ge­stellt wer­den, aber den­noch dem Waren­be­griff der PET-Foli­en, so wie ihn die VO Nr. 367/​2001 und damit letzt­lich auch die VO Nr. 1676/​2001 ver­ste­hen, unter­fal­len.

Auch der klä­ge­ri­sche, eben­falls nicht näher sub­stan­ti­ier­te Hin­weis dar­auf, dass die ein­ge­führ­te streit­ge­gen­ständ­li­che PET-Folie aus PET-Basis­fo­lie gefer­tigt wor­den sei, die zu inner­in­di­schen Markt­prei­sen bezo­gen wor­den sei, ver­mag kei­ne Zwei­fel an der Recht­mä­ßig­keit der VO Nr. 1676/​2001 zu begrün­den. Die Ermitt­lung der – in die­sem Zusam­men­hang rele­van­ten – Aspek­te des Nor­mal­werts und der Aus­fuhr­prei­se der betrof­fe­nen Waren ist Gegen­stand der Anti­dum­ping­un­ter­su­chung gewe­sen. Anhalts­punk­te dafür, dass die danach getrof­fe­nen Fest­stel­lun­gen oder Schluss­fol­ge­run­gen der Uni­ons­or­ga­ne feh­ler­haft gewe­sen sein könn­ten, bestehen nicht. Umstän­de der Preis­ge­stal­tung, die hin­sicht­lich eines bestimm­ten Aus­füh­rers mög­li­cher­wei­se der Recht­fer­ti­gung eines Anti­dum­ping­zolls im Ein­zel­fall ent­ge­gen­ste­hen, wären viel­mehr in dem für der­ar­ti­ge Fra­gen vor­ge­se­he­nen beson­de­ren Erstat­tungs­ver­fah­ren nach Art. 11 Abs. 8 der Anti­dum­ping-Grund­VO [34] zu klä­ren, wie es die Klä­ge­rin übri­gens auch ver­an­lasst hat.

Finanz­ge­richt Ham­burg, Urteil vom 19. Juni 2012 – 4 K 88/​09

  1. Zoll­ko­dex – Ver­ord­nung (EWG) Nr. 2913/​92 des Rates zur Fest­le­gung des Zoll­ko­dex der Gemein­schaf­ten vom 12.10.1992, ABl. Nr. L 302/​1, ber. ABl.1993 Nr. L 79/​84, ABl.1996 Nr. L 97/​38 und Nr. L 321/​23, m. spät. Änd.[]
  2. ABl. Nr. L 227/​1[]
  3. ABl. Nr. 316/​1[]
  4. ABl. Nr. L 56/​1[]
  5. ABl. Nr. L 288/​1[]
  6. ABl. Nr. L 256/​1, m. spät. Änd.[]
  7. vgl. Lux, in: Dorsch, Zoll­recht, Stand: 134. Aktua­li­sie­rung 2/​2012, Band, 4, Art. 14 Anti­dum­ping-VO Rn. 35 unter Ver­weis auf EuGH, Urteil vom 24.06.1993 – C‑90/​92; und Urteil vom 28.03.1996 – C‑99/​94; FG Mün­chen, Urteil vom 25.06.2009 – 14 K 2353/​06[]
  8. vgl. etwa EuGH, Urteil vom 20.06.1996 – C‑121/​95, EuGHE 1996, I‑3047 Rn. 13; BFH, Urtei­le vom 18.12.2001 – VII R 78/​00; vom 09.10.2001 – VII R 69/​00; vom 14.11.2000 – VII R 83/​99; vom 05.10.1999 – VII R 42/​98, und vom 23.07.1998 – VII R 36/​97[]
  9. vgl. EuGH, Urtei­le vom 09.12.1997 – C‑143/​96, EuGHE 1997, I‑7039 Rn. 14, und vom 19.05.1994 – C‑11/​93, EuGHE 1994, I‑1945 Rn. 11 und 12[]
  10. vgl. BFH, Urtei­le vom 14.11.2000 – VII R 83/​99, und vom 05.10.1999 – VII R 42/​98,; Beschluss vom 24.10.2002 – VII B 17/​02[]
  11. ABl. Nr. L 172/​4 – im Fol­gen­den: VO Nr. 1224/​2003 -[]
  12. vgl. BFH, Beschluss vom 22.04.2002 – VII B 142/​01[]
  13. vgl. auch EuGH, Urteil vom 24.06.1993 – C‑90/​92[]
  14. vgl. auch EuGH, Urteil vom 02.06.1994 – C‑30/​93, zu einer die ursprüng­li­che Gül­tig­keit einer Anti­dum­ping­ver­ord­nung unbe­rührt las­sen­den Berich­ti­gung wegen ver­än­der­ter KN-Codes[]
  15. ABl. Nr. L 342/​1[]
  16. ABl. Nr. L 342/​8[]
  17. vgl. EuGH, Urteil vom 02.06.1994 – C‑30/​93, in: juris, dort: Rn. 21, m. w. N.[]
  18. Lux, in: Dorsch, a. a. O., Art. 14 Anti­dum­ping­VO Rn. 35 unter Ver­weis auf EuGH, Urteil vom 24. 06.1993 – C‑90/​92 und Urteil vom 28.03.1996 – C‑99/​94; FG Mün­chen, Urteil vom 25.06.2009 – 14 K 2353/​06[]
  19. ABl. Nr. L 55/​16[]
  20. ABl. Nr. L 219/​14, ber. ABl. Nr. L 238/​31[]
  21. FG Mün­chen, Urteil vom 25.06.2009 – 14 K 2353/​06[]
  22. 2. Erwä­gungs­grund zur VO Nr. 367/​2001[]
  23. vgl.19. Erwä­gungs­grund zur VO Nr. 367/​2001 und 9. Erwä­gungs­grund zur VO Nr. 1676/​2001[]
  24. vgl. 10. und 11. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 1676/​2001[]
  25. vgl. Erwä­gungs­grün­de zur VO Nr. 2597/​1999 zum Abschnitt 2. „Ware“[]
  26. vgl. z. B. EuGH, Urteil vom 17.03.2005 – C‑467/​03, Ike­gami, Slg.2005, I‑2389, Randnr. 23, ZfZ 2005, 161[]
  27. FG Ham­burg, Beschluss vom 08.02.2006 – IV 138/​05[]
  28. vgl. dazu z. B. die Aus­füh­run­gen in Wiki­pe­dia zum Begriff Coro­nabe­hand­lung, dort unter 1. Grün­de der Coro­nabe­hand­lung[]
  29. vgl. z. B.20. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 367/​2001, wonach PET-Video­bän­der und ande­re Typen von PET-Foli­en als ein und die­sel­be Ware ange­se­hen wer­den[]
  30. Lux, in: Dorsch, a. a. O., Art. 1 Anti­dum­ping­VO Rn.19; vgl. zum Gestal­tungs­spiel­raum des Uni­ons­ge­setz­ge­bers bei einer weit­rei­chen­den Aus­wei­tung einer Anti­dum­ping­ver­ord­nung auf bestimm­te Waren­tei­le auch Finanz­ge­richt Ham­burg, Urteil vom 19.05.2011 – 4 K 156/​10, in: juris[]
  31. Lux, in: Dorsch, a. a. O., Art. 1 Anti­dum­ping­VO Rn.19[]
  32. Lux, in: Dorsch, a. a. O., Art. 1 Anti­dum­ping­VO Rn. 17[]
  33. vgl. zum Her­stel­ler­be­griff in Bezug auf metal­li­sier­te Foli­en auch den 41. Erwä­gungs­grund der VO Nr. 1676/​2001[]
  34. vgl. dazu Lux, in: Dorsch, a. a. O., Art. 11 Anti­dum­ping­VO Rnrn. 35 ff.[]