Arbeiten und Leben in den USA

Wenn die Unzu­frie­den­heit mit der eige­nen Lebens­si­tua­ti­on groß ist, dann ent­schei­den sich immer mehr für eine radi­ka­le Ände­rung — der Aus­wan­de­rung. Gera­de bei lan­ger Arbeits­lo­sig­keit erhof­fen sich Vie­le einen guten neu­en Start im Aus­land. So war es nicht nur in der Ver­gan­gen­heit ein Traum, in die USA aus­zu­wan­dern, auch heu­te füh­len sich vie­le Aus­wan­de­rer von dem „Land der unbe­grenz­ten Mög­lich­kei­ten” ange­zo­gen. Aller­dings ist es nicht mehr so ein­fach, in die USA ein­zu­rei­sen. Für den Groß­teil der Aus­wan­der­wil­li­gen ist die soge­nann­te „Green­card” eine zwin­gen­de Vor­aus­set­zung, um über­haupt einen Ver­such auf ein neu­es Leben in den USA star­ten zu kön­nen.

Arbeiten und Leben in den USA

Unter der Green­card ver­steht man die United Sta­tes Per­ma­nent Resi­dent Card, die dazu berech­tigt, sich unbe­grenzt in den USA auf­zu­hal­ten und auch dort zu arbei­ten. Nach fünf Jah­ren ist der Inha­ber berech­tigt, die US-Staats­bür­ger­schaft zu bean­tra­gen. Aus­ge­stellt wird sie von der United Sta­tes Citi­zenship and Immi­gra­ti­on Ser­vices. Um eine Green­card zu erhal­ten, gibt es ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten:
Bewer­ben kön­nen sich Per­so­nen

  • von natio­na­lem Inter­es­se für die USA
  • mit beson­de­ren Fähig­kei­ten
  • die qua­li­fi­ziert sind durch einen höhe­ren Schul­ab­schluss (Aka­de­mi­ker), qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te
  • die kirch­li­che Mit­ar­bei­ter sind
  • die als Inves­to­ren min­des­tens 10 Arbeits­plät­ze schaf­fen.

 

Dane­ben hat jeder die Mög­lich­keit, an der Green Card Lot­te­rie teil­zu­neh­men: Hier­zu hat der Bewer­ber ent­we­der

  • eine der zwölf­jäh­ri­gen Schul­aus­bil­dung in den USA ver­gleich­ba­re Schul­aus­bil­dung vor­zu­wei­sen

oder

  • er erbringt den Nach­weis einer zwei­jäh­ri­gen beruf­li­chen Aus­bil­dung mit Berufs­er­fah­rung inner­halb der letz­ten fünf Jah­re.

Die Green­card Lot­te­rie (Diver­si­ty Immi­grant Visa Pro­gram) ist durch das Immi­gra­ti­ons­ge­setz von 1996 geschaf­fen wor­den. Um die Viel­falt der Natio­na­li­tä­ten der Ein­wan­de­rer auf­recht zu erhal­ten ist die Lot­te­rie von dem dama­li­gen Prä­si­den­ten Ronald Rea­gan ange­sto­ßen wor­den. Die Län­der, die in den letz­ten Jah­ren hohe Ein­wan­de­rungs­ra­ten hat­ten, sind von der Lot­te­rie aus­ge­schlos­sen. Jedes Jahr wird die Lis­te der aus­ge­schlos­se­nen Län­der erneu­ert. Bei der Lot­te­rie wer­den 50.000 Green­cards ver­lost.

Die Teil­nah­me ist seit eini­gen Jah­ren aus­schließ­lich auf elek­tro­ni­schem Wege über das Bewer­bungs­for­mu­lar mög­lich. Wer sich über die offi­zi­el­le Web­site der Regie­rung für die Green­card Lot­te­rie bewer­ben will, der braucht kei­ne Teil­neh­mer­kos­ten befürch­ten. Die Lot­te­rie ist kos­ten­los. Ledig­lich im Lau­fe des Geneh­mi­gungs­ver­fah­rens wer­den Kos­ten fäl­lig. Hin­zu kom­men noch die Kos­ten für eine medi­zi­ni­sche Pflicht­un­ter­su­chung. Wer sich nicht zutraut, die Anmel­dung und das Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren eigen­stän­dig durch­zu­füh­ren, der kann im Inter­net Hil­fe fin­den. Es gibt eini­ge Orga­ni­sa­tio­nen, die einem die Arbeit abneh­men — gegen Geld natür­lich. Aber durch den Ser­vice einer pro­fes­sio­nel­len Agen­tur ist man sicher, nichts falsch gemacht zu haben oder wich­ti­ge Unter­la­gen oder Fris­ten ver­passt zu haben.