Die Wirtschaftssituation in Japan

12. Dezember 2016 | Wirtschaft
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Japan weist für 2015 ein Handelsbilanzdefizit von 1,1 Mrd. US Dollar auf. Damit ist das Defizit von 2014 in Höhe von 138 Mrd. US Dollar deutlich reduziert worden.

Zu den Rekorddefiziten ist es seit dem Jahr 2011 gekommen. Sie haben ihre Ursache u.a. in der Katastrophe rund um das Kernkraftwerk Fukushima. Nachdem in Japan als Reaktion auf das Unglück alle Atomkernkraftwerke abgeschaltet worden sind, ist das Land von Öl und Gas abhängig gewesen. In Verbindung mit der Geldpolitik der Regierung Abe ist seitdem das Handelsbilanzdefizit sprunghaft angestiegen.

Nachdem das Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 bei 0,5% lag, prognostiziert man für dieses Jahr ebenfalls ein Wachstum zwischen 03 % und 0,5 %. Darüber hinaus lässt auch eine Steigerung des Exports auf sich warten, denn eine erhebliche Anzahl von Firmen hat in den vergangenen Jahren die Produktion aus Japan heraus ins Ausland verlegt.

Inwieweit es die Regierung Japans schafft, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, hängt nicht zuletzt davon ab, ob die Strategie einer Fiskal- und Strukturreformpolitik durchgesetzt werden kann und Erfolge verzeichnet.

Gerade im Bereich des Aktien- und Devisenhandels kann sich die weitere Entwicklung Japans enorm auswirken. Da ist es von Vorteil, wenn auf plötzliche Ereignisse unmittelbar reagiert werden kann. Wer im Forex-Handel aktiv ist, der ist nicht auf feste Zeiten angewiesen. Außerdem benötigt man nicht wie bei Aktien eine zentrale Börse. Forex-Trading findet rund um die Uhr statt. Das Gleiche gilt für Devisenmärkte: 24 Stunden jeden Tag bewegen sich die Kurse auf den Devisenmärkten. Folglich ist eine dauerhafte Beobachtung der Märkte zur Risikominimierung notwendig.

In Japan hat es im Oktober z. B. ein erneutes Erdbeben im Katastrophengebiet um Fukushima gegeben. Der befürchtete Tsunami richtete mit Wellen um 1 Meter Höhe keine großen Schäden an. Um auf eine solche Naturkatastrophe beim Handel mit Devisen schnell reagieren zu können bietet sich ein 24-Stunden-Markt an. Ebenso bleiben wirtschaftliche oder politische Veränderungen und Entscheidungen nicht ohne Folgen für Anleger. Also macht sich auch die auf Oktober 2019 verschobene zweite Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 10% (derzeit 8 %) für Anleger bemerkbar. Je schneller dann auf solche Mitteilungen reagiert werden kann, desto höher möglicherweise der Gewinn des Marktteilnehmers.

 
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