Besteue­rung aus­län­di­scher Pen­si­ons- und Invest­ment­s­fonds in Frank­reich

Die EU-Kom­mis­si­on hat Frank­reich förm­lich auf­ge­for­dert, sei­ne Steu­er­vor­schrif­ten mit dis­kri­mi­nie­ren­den Bestim­mun­gen für aus­län­di­sche Pen­si­ons- und Invest­ment­fonds zu ändern. Nach die­sen Vor­schrif­ten wer­den Divi­den­den an aus­län­di­sche Pen­si­ons-und Invest­ment­fonds (Divi­den­den­zah­lun­gen ins Aus­land) stär­ker besteu­ert als Divi­den­den­zah­lun­gen an inlän­di­sche Pen­si­ons- und Invest­ment­fonds (inlän­di­sche Divi­den­den­zah­lun­gen). Auf Divi­den­den­zah­lun­gen an Pen­si­ons- und Invest­ment­fonds in ande­ren Mit­glied­staa­ten oder EWR-Län­dern wird eine Quel­len­steu­er von 25 % erho­ben (oder weni­ger, wenn dies in bila­te­ra­len Ver­trä­gen ver­ein­bart wur­de), wäh­rend bei inlän­di­schen Fonds kei­ne Quel­len- oder ähn­li­che Steu­ern erho­ben wer­den. Dar­in sieht die Kom­mis­si­on einen Ver­stoß gegen die Kapi­tal­ver­kehrs­frei­heit, die im Ver­trag über die Arbeits­wei­se der Euro­päi­schen Uni­on (AEUV) und im EWR-Abkom­men ver­an­kert ist.

Besteue­rung aus­län­di­scher Pen­si­ons- und Invest­ment­s­fonds in Frank­reich

Die Auf­for­de­rung an Frank­reich erging in Form von mit Grün­den ver­se­he­nen Stel­lung­nah­men, der zwei­ten Stu­fe des Ver­trags­ver­let­zungs­ver­fah­rens nach Arti­kel 258 AEUV. Erhält die Kom­mis­si­on von der fran­zö­si­schen Regie­rung bin­nen zwei Mona­ten kei­ne zufrie­den­stel­len­de Ant­wort auf die­se Stel­lung­nah­men, kann sie den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on anru­fen.