Besteuerung gebietsfremder Steuerpflichtiger in Portugal

Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on hat Por­tu­gal auf­ge­for­dert, sei­ne Steu­er­vor­schrif­ten für gebiets­frem­de Steu­er­pflich­ti­ge zu ändern. Gebiets­frem­de Steu­er­pflich­ti­ge wer­den in Por­tu­gal in bestimm­ten Fäl­len auf Brut­to­ba­sis und zu Pau­schal­sät­zen besteu­ert, inlän­di­sche Steu­er­pflich­ti­ge jedoch auf Net­to­ba­sis (sie kön­nen also bestimm­te Aus­ga­ben abset­zen) und zu pro­gres­si­ven Steu­er­sät­zen. Die­se unter­schied­li­che Behand­lung kann zu einer ungüns­ti­ge­ren steu­er­li­chen Behand­lung gebiets­frem­der Steu­er­pflich­ti­ger gegen­über Steu­er­in­län­dern füh­ren, was nach Ansicht der Kom­mis­si­on nicht mit der Dienst­leis­tungs­frei­heit und der Kapi­tal­ver­kehrs­frei­heit ver­ein­bar ist.

Besteuerung gebietsfremder Steuerpflichtiger in Portugal

Die Auf­for­de­rung an Por­tu­gal erging in Form von mit Grün­den ver­se­he­nen Stel­lung­nah­men, der zwei­ten Stu­fe des Ver­trags­ver­let­zungs­ver­fah­rens nach Arti­kel 258 AEUV. Erhält die Kom­mis­si­on von der por­tu­gi­si­schen Regie­rung bin­nen zwei Mona­ten kei­ne zufrie­den­stel­len­de Ant­wort auf die­se Stel­lung­nah­men, kann sie den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on anru­fen.

  1. 20084277