Das Verpacken von Waren

Verpackungen sind angesagt: Damit ist nicht nur die aufwendige und feierliche Geschenkverpackung zu Weihnachten gemeint. Marktübergreifend ist ein Anstieg im Bereich Produktverpackungen festzustellen. Sowohl bei Lebensmitteln als auch bei allen übrigen Produkten wird verstärkt auf hochwertige Verpackungen gesetzt. Nicht zuletzt ist die Verpackung von Produkten ebenfalls für den Transport unerlässlich.

Das Verpacken von Waren

Mit der steigenden Nachfrage nach Verpackungen ist auch die Anzahl der Möglichkeiten größer geworden. Allein bei der Folienverpackung ist die Auswahl derart enorm, wie man z. B. beim Folienwerk Wolfen ersehen kann, dass eine fachkundige Beratung durchaus zu empfehlen ist.

In Deutschland ist seit 1991 die Verpackungsverordnung, die “Verordnung über die Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen” einzuhalten. Abgelöst wurde sie mit der Novelle der Verpackungsverordnung vom 21. August 19981. Durch die Verordnung ist die europäische Richtlinie über Verpackngen und Verpackungsabfälle2 in nationales Recht umgesetzt worden. Im Laufe der Jahre sind diverse Neuerungen der Verordnung in Kraft getreten. Zuletzt ist sie durch Art. 1 der Verordnung vom 17. Juli 20143 geändert worden.

Auch wenn mit der Verpackungsverordnung Europäische Richtlinien umgesetzt worden sind, handelt es sich um eine nationale, deutsche Verordnung, deren Vorschriften und Pflichten nur in Deutschland gelten. Problematisch kann es für Händler und Unternehmen werden, die international tätig sind und nicht nur im Inland. Jeder Unternehmer, der verpackte Waren ins Ausland liefert, hat sich an die in dem jeweiligen Land existierenden Vorschriften bezüglich Verpackungen und deren Wiederverwertung zu halten. Werden dagegen verpackte Waren nach Deutschland eingeführt, hat sich derjenige Unternehmer um die sich aus der Verpackungsverordnung ergebenden Pflichten zu kümmern, der als “Erstinverkehrbringer” der Ware anzusehen ist. So greifen die Vorschriften der Verpackungsverordnung bei einem ausländischen Händler, wenn dieser beim Grenzübertritt nach Deutschland noch der Eigentümer der verpackten Ware ist. Das ist z. B. der Fall beim Internethandel, wenn die Ware direkt an den Verbraucher gesandt wird (Direktvertrieb) oder das ausländische Unternehmen sich um den Zoll und den Transport kümmert. Wird dagegen der deutsche Unternehmer schon im Ausland Eigentümer der verpackten Ware, gilt er als “Erstinverkehrbringer”.

Nicht jede Verpackung ist gleich: Abhängig vom Zweck der Verpackung werden in der Verpackungsordnung folgende Verpackungsarten voneinander unterschieden:

  • Transportverpackungen: Hier soll durch die Verpackung die Ware gesichert und Schäden vermieden werden.
  • Umverpackungen: Diese Verpackung ist zusätzlich vorhanden und nicht zwingend erforderlich.
  • Verkaufsverpackungen: Hier wird der Inhalt, die Ware geschützt.
  • Getränkeverpackungen: Die Verpackung von flüssigen Lebensmitteln. und
  • Mehrwegverpackungen: Diese Verpackungen sollen nach Gebrauch mehrfach zum gleichen Zweck wiederverwendet zu werden.
  1. BGBl. I S. 2379
  2. Richtlinie 94/62/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20.12.1994, ABl. EG Nr. L 365 S. 10
  3. BGBl. I S. 1061