Deutsche Unterstützung in Honduras

Aus­lands­ver­schul­dung:
3315 Mio. US-$
Ein­fuhr aus der BRD:
161,38 Mio. US-$
Aus­fuhr in die BRD:
607,09 Mio. US-$
D. Ent­wick­lungs­hil­fe­dar­le­hen an Zen­tral­ame­rik. Bank:
> 257,24 Mio. US-$

Der Han­del zwi­schen Deutsch­land und Hon­du­ras hält sich im Rah­men. Haupt­säch­lich wird Kaf­fee nach Deutsch­land expor­tiert, der zum Teil wei­ter in die Euro­päi­schen Nach­barn gelie­fert wird. Der Bana­nen­ex­port nimmt ledig­lich eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le ein. Für Hon­du­ras ist Kaf­fee inzwi­schen für den gesam­ten Außen­han­del der Export­schla­ger gewor­den und hat die Bana­ne abge­löst. Ist der Preis für Kaf­fee welt­weit nied­rig, hat das natür­lich um so gra­vie­ren­de­re Aus­wir­kun­gen auf die Wirt­schaft in Hon­du­ras.

Deutsche Unterstützung in Honduras

Mit einer hohen Arbeits­lo­sen­ra­te und einer beson­ders hohen Aus­lands­ver­schul­dung, fällt es dem Land als einem der ärms­ten Län­der in Mit­tel­ame­ri­ka schwer, aus eige­ner Kraft den Weg aus der Armut zu fin­den und sich wirt­schaft­lich wei­ter zu ent­wi­ckeln. So war Hon­du­ras eins von den Län­dern, die 2005 von dem inter­na­tio­na­len Schul­den­er­lass pro­fi­tiert haben. Ohne Unter­stüt­zung durch aus­län­di­sche Unter­neh­men und deren Kapi­tal — vor allem aus den USA — ver­sucht Hon­du­ras die Indus­tria­li­sie­rung vor­ran zu brin­gen.

Hon­du­ras ist Mit­glied des Zen­tral­ame­ri­ka­ni­schen Inte­gra­ti­ons­sys­tems (SICA, vom 13.12.1991), mit dem die Inte­gra­ti­on Zen­tral­ame­ri­kas zur Schaf­fung einer Regi­on des Frie­dens, der Frei­heit, der Demo­kra­tie und der Ent­wick­lung beab­sich­tigt ist. Im Jah­re 2008 wur­de auf einem Gip­fel­tref­fen in Hon­du­ras sogar die Ein­füh­rung einer gemein­sa­men Wäh­rung, eines zen­tral­ame­ri­ka­ni­schen Pas­ses und ein Wirt­schafts­plan beschlos­sen. Deutsch­land hat seit dem 27. Juni 2008 den Sta­tus eines Beob­ach­ters in die­ser Gemein­schaft.

Es besteht eine enge Zusam­men­ar­beit Hon­du­ras mit den Geber­län­dern und den inter­na­tio­na­len Finanz­in­sti­tu­tio­nen. Auch Deutsch­land zählt zu den größ­ten bila­te­ra­len Geber­län­dern, wor­aus eine wich­ti­ge Bezie­hung im Rah­men der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit gewach­sen ist. Beson­ders im Bereich Bil­dung und Umwelt­po­li­tik fin­det die Zsam­men­ar­beit mit deutsch­land statt. Dar­über hin­aus fin­det eine För­de­rung im Finanz- bzw. Wirt­schafts­sek­tor statt. Nicht zu unter­schät­zen ist auch der Unter­stüt­zungs-Anteil, den Deutsch­land durch sei­ne Mit­glied­schaft bei diver­sen Ver­ein­gun­gen hat (EU, UN, Welt­bank usw.).

Hon­du­ras hat mit Deutsch­land einen bila­te­ra­len Inves­ti­ti­ons­för­de­rungs- und ‑schutz­ver­trag1 abge­schlos­sen, der am 27. Mai 1998 in Kraft getre­ten ist. Dar­über sind bereits ver­ein­zel­te deut­sche Direkt­in­ves­ti­tio­nen in Hon­du­ras erfolgt (z.B. Zweig­stel­len einer deut­schen Bank für Klein­kre­di­te).

  1. Ver­trag vom 21.03.1995; BGBl. 1997 II, S. 2064 []