Die Wirt­schaft Brasiliens

Da im Regen­wald des Ama­zo­nas­ge­biets neben dem Gum­mi­baum diver­se Edel- und Tro­pen­höl­zer wie Maha­go­ni oder Pali­san­der wach­sen, ist es nicht ver­wun­der­lich, dass der Holz­han­del in Bra­si­li­en sehr stark ist. Eine Fol­ge davon ist die groß­flä­chi­ge Abhol­zung des Regen­wal­des. So wird im Nord­os­ten Bra­si­li­ens im Gebiet des abge­holz­ten Regen­wal­des inzwi­schen Baum­wol­le und Zucker­rohr ange­baut. In ande­ren Gebie­ten herr­schen eher die Kaf­fee­plan­ta­gen vor.

Die Wirt­schaft Brasiliens

Wäh­rung

  • Bra­si­lia­ni­scher Real, R$
  • 100 Cen­ta­vos = 1 Real
  • 1 € = 3,04 R$

Bra­si­li­en ist welt­weit eine der am schnells­ten wach­sen­den Volks­wirt­schaf­ten und liegt der­zeit an sechs­ter Stel­le der größ­ten Volks­wirt­schaf­ten. Das Land zählt zu den ölex­por­tie­ren­den Län­dern. So wird auch nach Deutsch­land neben Kaf­fee, Soja, Eisen­erz und Kup­fer u.a. Roh­öl expor­tiert. Deutsch­land zählt zu den sechs wich­tigs­ten Export­län­dern Bra­si­li­ens. Da ist es nicht ver­wun­der­lich, dass Bra­si­li­ens größ­te Stadt São Pau­lo als wirt­schaft­li­cher Motor des Lan­des als das größ­te deut­sche Inves­ti­ti­ons­zen­trum außer­halb der EU und der USA ange­se­hen wird. 

Aktu­el­le Wirtschaftsdaten

  • Brut­to­in­lands­pro­dukt (BIP):
    2500 Mrd US-$
  • Pro-Kopf-Ein­kom­men: 12600 US-$
  • Infla­ti­ons­ra­te: 5,9 %
  • Aus­fuh­ren: ca. 242 Mrd. US-$
  • Ein­fuh­ren: ca. 239,6 Mrd. US-$

Die Strom­erzeu­gung in Bra­si­li­en beruht weit­ge­hend auf der Nut­zung von Was­ser­kraft. Bis zum Jahr 2020 sol­len 30 wei­te­re Was­ser­kraft­wer­ke ent­ste­hen, dar­un­ter das dritt­größ­te Was­ser­kraft­werk der Welt „Belo Mon­te“, das ab 2015 bis zu 11 % des lan­des­wei­ten Strom­be­darfs lie­fern soll. Bereits zum jet­zi­gen Zeit­punkt ist Bra­si­li­en in der Lage ca. drei­vier­tel des gesam­ten Strom­be­darfs durch Was­ser­kraft abzu­de­cken.

Für die nähe­re Zukunft erwar­tet Bra­si­li­en ein spür­ba­res Wirt­schafts­wachs­tum durch 

  • den wei­te­ren Aus­bau der Erdölförderung
  • die Aus­tra­gung der Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft 2014 und
  • die Aus­tra­gung der Olym­pi­schen Spie­le 2016

So hat das Bra­si­lia­ni­sche Abge­ord­ne­ten­haus am 28. März 2012 für ein Rah­men­ge­setz bezüg­lich der Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft gestimmt, das sehr umstrit­ten war. Mit die­sem Gesetz sind dem Fuß­ball­welt­ver­band Pri­vi­le­gi­en zur Ver­mark­tung der WM ein­ge­räumt worden.

Dem Land Bra­si­li­en wird im Bereich wirt­schaft­li­cher Ent­wick­lung noch ein enor­mes Wachs­tum zuge­traut – bedingt durch die enor­men Men­gen an Boden­schät­zen, die poli­ti­sche Sta­bi­li­tät und Kon­junk­tur­pro­gram­me zur Sta­bi­li­sie­rung der Wirt­schaft. Aus die­sen Grün­den wird Bra­si­li­en auch in Zukunft für die deut­sche Wirt­schaft inter­res­sant blei­ben. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de auf den jähr­lich statt­fin­den­den Deutsch-Bra­si­lia­ni­schen Wirt­schafts­ta­gen ein Besu­cher­re­kord gemel­det. In die­sem Jahr fin­den die 32. Deutsch-Bra­si­lia­ni­schen Wirt­schafts­ta­ge am 1./2. Sep­tem­ber 2014 in Ham­burg statt.