Frei­stel­lungs­be­schei­de

Steu­er­aus­län­der kön­nen einen nach dem jewei­li­gen Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men in Deutsch­land fäl­li­gen Steu­er­ab­zug (etwa bei Kapi­tal­erträ­gen) durch eine Frei­stel­lungs­be­schei­ni­gung nach § 50d EStG ver­mei­den. Im Frei­stel­lungs­ver­fah­ren nach § 50d EStG ist nur dar­über zu befin­den, ob aus den dar­in bestimm­ten Grün­den eine Frei­stel­lung von der deut­schen Steu­er gebo­ten ist. Die Fra­ge, ob steu­er­pflich­ti­ge Ein­künf­te vor­lie­gen oder ob die­se Ein­künf­te aus ande­ren Grün­den von der Besteue­rung frei­zu­stel­len sind, ist dem­ge­gen­über außer­halb des Ver­fah­rens nach § 50d EStG 1997 zu ent­schei­den. Die­se Ent­schei­dung obliegt, wie der Bun­des­fi­nanz­hof nun erneut fest­ge­stellt hat, nicht dem Bun­des­amt für Finan­zen, son­dern dem nach den all­ge­mei­nen Regeln zustän­di­gen Finanzamt.

Frei­stel­lungs­be­schei­de

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 28. Juni 2005 I R 33/​04