Investitionsgarantien für deutsche Unternehmen im Ausland

Inves­ti­ti­ons­ga­ran­ti­en hel­fen Unter­neh­men bei der Finan­zie­rung und Absi­che­rung ihrer Aus­lands­pro­jek­te und sind des­halb ein fes­ter Bestand­teil der Außen­wirt­schafts­för­de­rung der Bun­des­re­gie­rung. Das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um hat jetzt sei­ne Sta­tis­tik für das abge­lau­fe­ne Jahr 2010 vor­ge­legt: Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den Garan­ti­en in Höhe von ins­ge­samt 5,8 Mil­li­ar­den € für deut­sche Direkt­in­ves­ti­tio­nen im Aus­land über­nom­men. Dies ist das zweit­bes­te Ergeb­nis in der 50jährigen Geschich­te der Inves­ti­ti­ons­ga­ran­ti­en.

Investitionsgarantien für deutsche Unternehmen im Ausland

Auch nach Unter­zeich­nung des EU-Reform­ver­trags von Lis­sa­bon bil­den die der­zeit gül­ti­gen deut­schen Inves­ti­ti­ons­för­de­rungs- und ‑schutz­ver­trä­ge mit welt­weit mehr als 131 Staa­ten eine wesent­li­che Grund­la­ge für die Über­nah­me von Inves­ti­ti­ons­ga­ran­ti­en. Um deut­schen Unter­neh­men einen pro­jekt- und risi­ko­ge­rech­ten Garan­tie­schutz ihrer Aus­lands­en­ga­ge­ments anbie­ten zu kön­nen, wur­den die Inves­ti­ti­ons­ga­ran­ti­en inhalt­lich wei­ter ent­wi­ckelt: Neu ist die gene­rel­le Ein­füh­rung der varia­blen Ertrags­de­ckung bei Betei­li­gun­gen. Die­se kommt vor allem bei Roh­stoff­pro­jek­ten und Han­dels­ket­ten zum Tra­gen, da dort die Erträ­ge erfah­rungs­ge­mäß grö­ße­ren Schwan­kun­gen unter­wor­fen sind.

In 2010 wur­de jede vier­te neue Garan­tie zuguns­ten klei­ner und mitt­le­rer Unter­neh­men über­nom­men. Dabei wur­den 83 Pro­jek­te in 24 Län­dern abge­si­chert. Beson­ders erwäh­nens­wer­te Stand­or­te deut­scher Aus­lands­pro­jek­te sind hier­bei Äthio­pi­en, Ango­la, Ruan­da, Geor­gi­en und Kasach­stan. Gleich­wohl wur­den die meis­ten Garan­ti­en für deut­sche Vor­ha­ben in Russ­land, Chi­na und der Ukrai­ne über­nom­men.

Die Inves­ti­ti­ons­ga­ran­ti­en tra­gen sich selbst aus den erho­be­nen Gebüh­ren und Ent­gel­ten. Das Garan­tie­ob­li­go der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land aus den bestehen­den Garan­ti­en erhöh­te sich Ende 2010 auf 27,7 Mrd. € (2009: 24,3 Mrd. €) und damit auf den höchs­ten Stand seit Bestehen des För­der­instru­ments.