Kaufrecht in Schweden

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Gewährleistung[↑]

Nach schwedischem Recht hat der Verkäufer für die Mangelfreiheit der Kaufsache bei Übergabe einzustehen. Soweit ein Mangel innerhalb von sechs Monaten nach Übergabe auftritt, wird gesetzlich vermutet, dass der Mangel bereits bei Übergabe vorlag. Die Gewährleistung ist dagegen ausgeschlossen, wenn der Käufer den Mangel bei Vertragsschluss kannte.

Kaufrecht in Schweden

Wenn den Verkäufer eine Gewährleistungspflicht trifft, kann der Käufer entweder

  • Nachbesserung oder Ersatzlieferung verlangen,
  • den Vertrag wandeln
  • den Kaufpreis mindern oder
  • Schadensersatz verlangen.

Die Gewährleistung kann vom Käufer nur innerhalb bestimmter Fristen geltend gemacht werden. Der Käufer muss den Mangel binnen zwei Jahren dem Verkäufer anzeigen, nachdem er den Mangel erkannt hat oder hätte erkennen können. Beim Verbrauchsgüterkauf verjähren die Gewährleistungsrechte zwei Jahre nach Übergabe, in den ersten sechs Monaten wird vermutet, dass der Mangel bereits bei Übergabe vorlag.

Eigentumsvorbehalt[↑]

Nach schwedischem Recht kann sich der Verkäufer das Eigentum an der verkauften Sache vorbehalten, bis der Käufer den Kaufpreis vollständig bezahlt hat. Der Eigentumsvorbehalt schützt nach Übergabe der Sache an den Käufer allerdings nicht mehr vor einem gutgläubigen Erwerb durch Dritte. Der Eigentumsvorbehalt kann auch an beliebigen anderen Gegenständen des Käufers bestellt werden. Darüber hinaus kann der Käufer auch eine Unternehmenshypothek bestellen, die alle beweglichen Gegenstände umfasst. Diese muss allerdings in ein staatliches Register eingetragen werden.

UN-Kaufrecht[↑]

Das CISG (Übereinkommen der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf vom 11.4.1980) wurde von Schweden ratifiziert und ist dort seit 1989 geltendes Recht.