Län­der­über­schrei­ten­de Audits zur Zer­ti­fi­zie­rung

Die Bestä­ti­gung durch eine neu­tra­le Stel­le oder durch gegen­sei­ti­ge Audits, das sich ein Unter­neh­men an bestimm­te Stan­dards und Vor­ga­ben hält, ist in der glo­ba­len Wirt­schaft ein zuver­läs­si­ges Instru­ment, mit des­sen Hil­fe einer­seits die Pro­zess­ket­te in Gang gehal­ten wird, das aber auch and­rer­seits eine Legi­ti­ma­ti­on gegen­über dem End­ver­brau­cher dar­stel­len kann.

Län­der­über­schrei­ten­de Audits zur Zer­ti­fi­zie­rung

Im Inland ein zer­ti­fi­zier­tes Part­ner­un­ter­neh­men von Zeit zu Zeit auf die Ein­hal­tung der Vor­ga­ben hin zu über­prü­fen, ist vor allem dann ein­fach, wenn des­sen Ver­fah­ren und even­tu­el­le Beschaf­fungs­maß­nah­men, etwa Roh­stoff­ein­kauf, glei­cher­ma­ßen im Inland erfol­gen.

Wesent­lich schwie­ri­ger wird es, wenn sich das Part­ner­un­ter­neh­men im Aus­land befin­det, wobei die Schweiz oder Öster­reich auf­grund der über­wie­gen­den Gleich­spra­chig­keit und der kul­tu­rel­len Ver­wandt­schaft Aus­nah­men bil­den. Gera­de die Spra­che ist bei tie­fer gehen­den Audits im Rah­men der ISO 9000 ff nicht sel­ten ein Pro­blem. Sicher­lich spre­chen die ört­li­chen Füh­rungs­kräf­te in der Regel Eng­lisch, aller­dings kann sich dass auf einer tie­fe­ren Beschäf­ti­gungs­ebe­ne ändern. Ein gründ­li­ches Audit bedeu­tet jedoch den umfas­sen­den Ein­stieg in die ver­schie­de­nen Pro­zes­se und eben­so die Prü­fung der Mit­ar­bei­ter, ob die­se den Gedan­ken der Zer­ti­fi­zie­rung ver­stan­den haben. Nicht sel­ten, das kann auch Unter­neh­men im Inland betref­fen, wird das Qua­li­täts­ma­nage­ment zur rei­nen Chef­sa­che erklärt und nicht hin­rei­chend auf allen per­so­nel­len Ebe­nen ver­in­ner­licht. Wenn dann noch sprach­li­che Bar­rie­ren auf­tre­ten, die es nicht ermög­li­chen, einen Mit­ar­bei­ter auf sei­ne Tätig­keit hin zu befra­gen, kann das Audit unbe­frie­di­gend sein. In der Regel ste­hen in sol­chen Fäl­len meist eng­lisch­spra­chi­ge Mit­ar­bei­ter des audi­tier­ten Unter­neh­mens zur Sei­te, um Dol­met­scher­diens­te zu leis­ten. Wobei das nicht unbe­dingt immer die per­fek­te Lösung ist, da einer­seits kom­ple­xe Arbeits­gän­ge durch feh­len­de Fach­kennt­nis des Dol­met­schers nicht hin­rei­chend erklärt wer­den und and­rer­seits die Über­set­zung abge­fälscht sein kann, um Schwä­chen oder Män­gel zu über­de­cken. Dage­gen ist im Grun­de nicht viel zu machen, es sei denn die jewei­li­ge Audi­to­ren­grup­pe beschäf­tigt einen eige­nen Dol­met­scher, aber auch dann muss dies nicht hei­ßen, das die­ser die Erklä­run­gen der Mit­ar­bei­ter rich­tig über­setzt.

Die­ses Pro­blem haben im Übri­gen nicht allein deut­sche Unter­neh­men, die im Aus­land ein Part­ner­au­dit durch­füh­ren. Umge­kehrt geht es aus­län­di­schen Unter­neh­men ähn­lich.

Nor­ma­ler­wei­se sind jedoch Pro­zes­se, die den Anfor­de­run­gen bei­spiels­wei­se nach ISO 9001 ent­spre­chen, wei­test­ge­hend auch ohne Kennt­nis der Lan­des­spra­che erkenn­bar, da sie auf einer dem jewei­li­gen Ver­fah­ren erkenn­ba­ren Logik auf­bau­en. Auf­grund vie­ler euro­päi­scher oder inter­na­tio­na­ler Stan­dards, die welt­weit Gül­tig­keit besit­zen und an denen sich Audi­to­ren ori­en­tie­ren kön­nen, sind auch Abwei­chun­gen schnell erkenn­bar, bei­spiels­wei­se in der Lage­rung und Hand­ha­bung von Gefahr­stof­fen.

Im Ide­al­fall wird das Zer­ti­fi­zie­rungs­au­dit wie auch die Prü­fun­gen zur Rezer­ti­fi­zie­rung von exter­nen Unter­neh­men wie bmTRada.de durch­ge­führt, die über welt­wei­te Depen­dan­cen ver­fü­gen. Dann klappt es meist auch mit der Spra­che.