Liquididätssteigerung durch Factoring

Es gibt viele Situationen, wo kurzfristig Geld benötigt wird oder man seine Liquidität steigern möchte. Dies kann z. B. saisonal bedingt sein, da eventuell während einer bestimmten Zeit im Jahr mehr verkauft werden kann als üblich. Factoring kann sich lohnen, sofern man kurzfristig seine

Der Ablauf von Factoring

Auf den ersten Blick liest sich Factoring ziemlich gut. Man selbst wickelt die Aufträge ab und jemand anderes kümmert sich darum, dass schnell bezahlt wird.

Der Ablauf der Dienstleistung läuft ganz standardmäßig wie immer ab. Droht nun ein Liquiditätsengpass und man benötigt Geld, können die offenen Forderungen an ein Factoring-Unternehmen verkauft werden. Bei der Suche nach so einem Unternehmen sollte aber nicht das erst Beste genommen werden. Wie überall sollte hier verglichen werden, denn auch jedes Unternehmen bietet unterschiedliche Konditionen an. Nachdem eine Forderung zum Verkauf angeboten wurde, wird zuerst die Bonität überprüft. Sollte diese Prüfung positiv ausfallen, steht dem Verkauf nichts mehr im Wege. Innerhalb weniger Tage erhält das Unternehmen schon das Geld dafür. Aber natürlich nicht die vollen 100 %. Erst einmal gibt es in der Regel ca. 80 %. Die restlichen 10 – 20 % werden beglichen, sobald der Kunde seine offene Forderung beglichen hat. Natürlich bekommt man nicht die vollen 100 %, denn der Factor muss auch etwas verdienen. Gebühren werden natürlich entsprechend abgezogen.

Sobald eine Forderung verkauft wurde, hat man selbst mit der Sache nichts mehr zu tun. Das Factoring-Unternehmen ist ab diesem Zeitpunkt dafür zuständig die Forderung einzutreiben. Je nach Art der Forderung bekommt der Kunde dies mit, ob seine Forderung verkauft wurde. Beim offenen Factoring wird dem Kunden mitgeteilt, dass seine Forderung verkauft wurde. In diesem Fall muss er das Geld direkt auf das Konto des Factoring-Unternehmens begleichen. Das Gegenteil ist das stille Factoring. Hierbei wird dem Kunden gar nichts mitgeteilt. Auf der Rechnung wird lediglich das Konto auf ein vom Factoring-Unternehmen Unterkonto geändert. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Da das Unternehmen sich beim offenen Factoring ein Bild über den Kunden machen kann ist das Risiko deutlich geringer. Dadurch fallen die Gebühren niedriger aus und derjenige, der die Forderung verkauft hat, bekommt sein Geld schneller. Beim stillen Factoring ist das Risiko bedeutend höher, genauso wie die Gebühren.

Vor- und Nachteile von Factoring

Die Vorteile von Factoring überwiegen definitiv den Nachteilen. Nichts desto trotz muss dieses natürlich immer von Fall zu Fall beurteilt werden. Über die Verbesserung der Liquidität wurden bereits Worte verloren. Dadurch resultiert eine Erhöhung der Eigenkapitalquote. Dadurch, dass der Factor das Geld eintreiben muss, ist das Ausfallrisiko auf 0 % minimiert. Gerade kleine oder neue Unternehmen haben noch kein Forderungsmanagement. Diese Position wird einem durch den Verkauf abgenommen.

Nachteile gibt es natürlich auch. Das wären einmal die Kosten. Durch anfallende Gebühren bekommt man weniger, als man eigentlich sollte, dafür aber schneller. Außerdem kann es natürlich zu Imageproblemen kommen, wenn die Information nach Außen gelangt, dass Forderungen verkauft wurden. Außenstehende könnten sich fragen, ob das Unternehmen eventuell pleite ist etc.