Lybische Geldvermögen in Deutschland

Im Hin­blick auf die Ent­wick­lun­gen in Liby­en hat das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie ges­tern im Ein­ver­neh­men mit dem Aus­wär­ti­gen Amt und dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen sowie im Beneh­men mit der Deut­schen Bun­des­bank auf der Grund­la­ge des Außen­wirt­schafts­ge­set­zes eine vor­läu­fi­ge Ein­zel­fall­maß­nah­me zum Ein­frie­ren von Ver­mö­gens­wer­ten in Deutsch­land getrof­fen.

Lybische Geldvermögen in Deutschland

Kon­kret geht es um ein Ver­mö­gen in Höhe von zwei Mil­lio­nen €, über das ein Sohn des liby­schen Staats­chefs Muammar al Qad­ha­fi bei einer deut­schen Geschäfts­bank ver­fügt.

Grund­sätz­lich gehö­ren Finanz­sank­tio­nen zum Bereich der gemein­sa­men Außen- und Sicher­heits­po­li­tik der Euro­päi­schen Uni­on. Die auf EU-Ebe­ne am 28. Febru­ar beschlos­se­nen Sank­tio­nen tre­ten mit Ver­öf­fent­li­chung einer ent­spre­chen­den Ver­ord­nung in Kraft, an der im Moment mit Hoch­druck gear­bei­tet wird. Ab die­sem Zeit­punkt gel­ten sie in den EU-Mit­glied­staa­ten unmit­tel­bar. Die heu­te getrof­fe­ne Maß­nah­me stellt sicher, dass auf EU-Ebe­ne mit Sank­tio­nen beleg­tes Ver­mö­gen nicht vor dem Inkraft­tre­ten der EU-Ver­ord­nung aus Deutsch­land abfließt.