Myanmar-Embargo

Nach Arti­kel 4 des Beschlus­ses 2010/​232/​GASP sind der Erwerb, die Ein­fuhr und die Beför­de­rung aus Birma/​Myanmar in die Uni­on von Gütern bestimm­ter spe­zi­fi­zier­ter Kate­go­rien unter­sagt. Nach Arti­kel 8 des Beschlus­ses 2010/​232/​GASP des Rates wer­den die nicht­hu­ma­ni­tä­re Hil­fe und Ent­wick­lungs­pro­gram­me aus­ge­setzt, wobei jedoch Aus­nah­men für Pro­jek­te und Pro­gram­me zur Unter­stüt­zung bestimm­ter ein­zeln auf­ge­führ­ter Zie­le gemacht wer­den.

Myanmar-Embargo

Die Ver­ord­nung (EG) Nr. 1942008 setzt mit Arti­kel 2 Absatz 2 das Ver­bot des Erwerbs, der Ein­fuhr und der Beför­de­rung von Gütern der spe­zi­fi­zier­ten Kate­go­rien um. Die­se Rege­lung hat die Euro­päi­sche Uni­on nun jedoch geän­dert: das Ver­bot des Erwerbs die­ser Güter in Birma/​Myanmar soll kei­ne Anwen­dung fin­den, wenn die­ser Erwerb im Rah­men eines Pro­jekts oder Pro­gramms der huma­ni­tä­ren Hil­fe oder eines nicht­hu­ma­ni­tä­ren Ent­wick­lungs­pro­jekts oder ‑pro­gramms erfolgt, mit dem die in Arti­kel 8 Buch­sta­ben a, b und c des Beschlus­ses 2010/​232/​GASP genann­ten Zie­le unter­stützt wer­den.

Das Ver­bot des Erwerbs von Restrik­tio­nen unter­lie­gen­den Gütern gilt daher nicht für Pro­jek­te und Pro­gram­me der huma­ni­tä­ren Hil­fe und nicht­hu­ma­ni­tä­re Ent­wick­lungs­pro­jek­te und ‑pro­gram­me, die in Birma/​Myanmar durch­ge­führt wer­den, um Fol­gen­des zu unter­stüt­zen:

  • Men­schen­rech­te, Demo­kra­tie, ver­ant­wor­tungs­vol­le Staats­füh­rung, Kon­flikt­ver­hü­tung und Auf­bau der Kapa­zi­tä­ten der Zivil­ge­sell­schaft,
  • Gesund­heit und Bil­dung, Armuts­be­kämp­fung und ins­be­son­de­re die Siche­rung des Grund­be­darfs und des Lebens­un­ter­halts der ärms­ten und am stärks­ten gefähr­de­ten Bevöl­ke­rungs­grup­pen oder
  • Umwelt­schutz und ins­be­son­de­re Pro­gram­me, die sich gegen die unnach­hal­ti­ge, über­mä­ßi­ge Holz­ge­win­nung rich­ten, die zur Ver­nich­tung der Wäl­der führt.

Auch in die­sem Fall bedarf der Erwerb der betrof­fe­nen Güter aber der vor­he­ri­gen Zustim­mung der zustän­di­gen Behör­de des jewei­li­gen EU-Mit­glieds­staats.

Die Ver­ord­nung 408 /​ 2010 vom 11. Mai 2010 zur Ände­rung der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1942008 über das Myan­mar-Embar­go ist am 11. Mai 2010 im Amts­blatt der EU ver­öf­fent­licht wor­den und damit am 12. Mai in Kraft getre­ten.

Im Übri­gen wur­de die Dau­er des Myan­mar-Embar­gos um zwölf Mona­te ver­län­gert.