Neue Doppelbesteuerungsabkommen

Mit Nor­we­gen, Cos­ta Rica und Geor­gi­en hat der Finanzau­schuss des Deut­schen Bun­des­ta­ges je ein Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men gebil­ligt.

Neue Doppelbesteuerungsabkommen

Nach Mit­tei­lung der Bun­des­re­gie­rung soll mit den Abkom­men ver­mie­den wer­den, dass Ein­kom­men und Ver­mö­gen dop­pelt besteu­ert wer­den. Nach Groß­bri­tan­ni­en habe Deutsch­land die meis­ten Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men mit andern Län­dern geschlos­sen. Es wer­de ein dich­tes Netz von Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men welt­weit ange­strebt. Nun sind mit Nor­we­gen1 , Cos­ta Rica2 und Geor­gi­en3 ein sol­ches Abkom­men gebil­ligt wor­den.

In der Beschluss­emp­feh­lung des Finanz­aus­schus­ses wird die Not­wen­dig­keit sol­cher Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men damit erklärt, dass grenz­über­schrei­ten­de Sach­ver­hal­te auf­grund fort­schrei­ten­der Inter­na­tio­na­li­sie­rung deut­lich an Bedeu­tung gewon­nen haben. Die Orga­ni­sa­ti­on für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (OECD) habe im Rah­men ihres Pro­gramms zur Ein­däm­mung des schäd­li­chen Steu­er­wett­be­werbs hier­zu einen Stan­dard ent­wi­ckelt, der in das OECD-Mus­ter­ab­kom­men 2005 über­nom­men wor­den sei. Im Ver­hält­nis zu Geor­gi­en sei bis­her nur ein ver­al­te­ter Infor­ma­ti­ons­aus­tausch mög­lich gewe­sen, da das gel­ten­de Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men mit Geor­gi­en noch nicht den Stan­dard ent­hal­ten habe. Zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und Cos­ta Rica gebe es bis­her kein anwend­ba­res Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men.

Dar­über hin­aus wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass im Fal­le von inter­na­tio­na­ler wirt­schaft­li­cher Betä­ti­gung die dop­pel­te Besteue­rung von Ein­künf­ten den Han­del und die Inves­ti­tio­nen erheb­lich behin­dern und dies gilt es zu ver­mei­den. Für gegen­wär­ti­ge und zukünf­ti­ge Inves­ti­tio­nen bil­den die steu­er­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen bei
grenz­über­schrei­ten­den Tätig­kei­ten regel­mä­ßig eine wich­ti­ge Grund­la­ge.

  1. Bun­des­tags-Drs. 182660, Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zur Ände­rung des Abkom­mens vom 4. Okto­ber 1991 zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land­und dem König­reich Nor­we­gen zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung und über gegen­sei­ti­ge Amts­hil­fe­auf dem Gebiet der Steu­ern vom Ein­kom­men und vom Ver­mö­gen­so­wie des dazu­ge­hö­ri­gen Pro­to­kolls []
  2. Bun­des­tags-Drs. 182659, Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zu dem Abkom­men vom 13. Febru­ar 2014 zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und der Repu­blik Cos­ta Rica zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung auf dem Gebiet der Steu­ern vom Ein­kom­men und vom Ver­mö­gen []
  3. Bun­des­tags-Drs. 182661, Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zur Ände­rung des Abkom­mens vom 1. Juni 2006 zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und Geor­gi­en zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung auf dem Gebiet der Steu­ern vom Ein­kom­men und vom Ver­mö­gen []