Paneuropa-Mittelmeer-Ursprungskumulierung

Der EU-Rat hat die Ver­ord­nung (EG) Nr. 12072001 hin­sicht­lich der Aus­wir­kun­gen der Ein­füh­rung der Pan­eu­ro­pa-Mit­tel­meer-Ursprungs­ku­mu­lie­rung geän­dert. Mit der Ver­ord­nung (EG) Nr. 12072001 des Rates über Ver­fah­ren zur Erleich­te­rung der Aus­stel­lung von Waren­ver­kehrs­be­schei­ni­gun­gen EUR.1, der Aus­fer­ti­gung von Erklä­run­gen auf der Rech­nung und Form­blät­tern EUR.2 sowie der Ertei­lung bestimm­ter Zulas­sun­gen als aner­kann­ter Aus­füh­rer gemäß den Vor­schrif­ten über Prä­fe­renz­re­ge­lun­gen im Han­del zwi­schen der Euro­päi­schen Gemein­schaft und bestimm­ten Län­dern sind Vor­schrif­ten für die ord­nungs­ge­mä­ße Aus­stel­lung oder Aus­fer­ti­gung von Ursprungs­nach­wei­sen bei Waren­aus­fuh­ren aus der Gemein­schaft im Rah­men ihrer prä­fe­ren­zi­el­len Han­dels­be­zie­hun­gen mit bestimm­ten Dritt­län­dern fest­ge­legt wor­den.

Paneuropa-Mittelmeer-Ursprungskumulierung

1997 ist ein Sys­tem der pan­eu­ro­päi­schen dia­go­na­len Ursprungs­ku­mu­lie­rung zwi­schen der Gemein­schaft, Bul­ga­ri­en, der Tsche­chi­schen Repu­blik, Est­land, Lett­land, Litau­en, Ungarn, Polen, Rumä­ni­en, Slo­we­ni­en, der Slo­wa­kei, Island, Nor­we­gen und der Schweiz (ein­schließ­lich Liech­ten­stein) ein­ge­führt wor­den, das 1999 auf die Tür­kei aus­ge­dehnt wur­de. Am 1. Mai 2004 sind die Tsche­chi­sche Repu­blik, Est­land, Lett­land, Litau­en, Ungarn, Polen, Slo­we­ni­en und die Slo­wa­kei der Euro­päi­schen Uni­on beigetreten.Auf der Tagung der Euro­pa-Mit­tel­meer-Han­dels­mi­nis­ter im März 2002 in Tole­do kamen die Minis­ter über­ein, die­ses Sys­tem auf die ande­ren Mit­tel­meer­län­der, außer der Tür­kei aus­zu­deh­nen, die an der Part­ner­schaft Euro­pa-Mit­tel­meer auf der Grund­la­ge der auf der Euro­pa-Mit­tel­meer-Kon­fe­renz vom 27. und 28. Novem­ber 1995 ange­nom­me­nen Erklä­rung von Bar­ce­lo­na teil­neh­men. Auf der Tagung der Euro­pa-Mit­tel­meer-Han­dels­mi­nis­ter vom 7. Juli 2003 in Paler­mo ver­ab­schie­de­ten die Minis­ter in Hin­blick auf eine sol­che Aus­deh­nung ein neu­es Modell eines Pan­eu­ro­pa-Mit­tel­meer-Pro­to­kolls zu den Euro­pa-Mit­tel­meer-Abkom­men, das den Begriff der „Ursprungs­er­zeug­nis­se” und die Metho­den der Ver­wal­tungs­zu­sam­men­ar­beit betraf. Auf­grund des Ergeb­nis­ses der Sit­zung des Gemisch­ten Aus­schus­ses EG — Färöer/​Däne­mark vom 28. Novem­ber 2003 wur­de ver­ein­bart, auch die Färö­er in das Sys­tem der dia­go­na­len Pan­eu­ro­pa-Mit­tel­meer-Ursprungs­ku­mu­lie­rung ein­zu­be­zie­hen.

Beschlüs­se des jewei­li­gen Asso­zia­ti­ons­ra­tes oder Gemisch­ten Aus­schus­ses zur Auf­nah­me des neu­en Pan­eu­ro­pa-Mit­tel­meer-Pro­to­kolls in die Euro­pa-Mit­tel­meer-Abkom­men und in das Abkom­men zwi­schen der EG und den Färöern/​Däne­mark sind bereits erlas­sen wor­den oder wer­den noch erlas­sen. Die Anwen­dung die­ses neu­en Sys­tems der dia­go­na­len Kumu­lie­rung setzt die Ver­wen­dung neu­er Arten von Prä­fe­renz­ur­sprungs­nach­wei­sen vor­aus, die in Waren­ver­kehrs­be­schei­ni­gun­gen EUR-MED und Erklä­run­gen auf der Rech­nung EUR-MED bestehen. Die Ver­ord­nung (EG) Nr. 12072001 soll­te daher auch die­se Arten von Prä­fe­renz­ur­sprungs­nach­wei­sen abde­cken. Um eine genaue Bestim­mung der Ursprungs­ei­gen­schaft der Waren zu erlau­ben und eine Grund­la­ge für die Aus­stel­lung von Ursprungs­nach­wei­sen in die­sem neu­en Zusam­men­hang zu schaf­fen, soll­te die Lie­fe­ran­ten­er­klä­rung über den Prä­fe­renz­ur­sprung der Waren eine zusätz­li­che Erklä­rung umfas­sen, aus der her­vor­geht, ob eine dia­go­na­le Kumu­lie­rung Anwen­dung gefun­den hat und wenn ja, zwi­schen wel­chen Län­dern. Die Ver­ord­nung (EG) Nr. 12072001 wur­de daher ent­spre­chend geän­dert.