So werden Sie Anwalt

Damit Sie Anwalt wer­den kön­nen benö­ti­gen Sie zu anfangs erst ein­mal eine Hoch­schul­zu­gangs­be­rech­ti­gung, damit Sie sich an einer Uni­ver­si­tät für Rechts­wis­sen­schaft oder auch Jura ein­schrei­ben und die Lauf­bahn ein­schla­gen kön­ne. Das Stu­di­um dau­ert min­des­tens sie­ben Jah­re, kann aber auch in den Ein­zel­fäl­len etwas län­ger dau­ern, das ist abhän­gig vom vie­len Fak­to­ren, die wäh­rend eines Stu­di­um so auf­tre­ten kön­nen. Abge­schlos­sen wird das Stu­di­um mit dem 2. Staats­ex­amen, mit dem Sie nach dem Stu­di­um vie­le Türen öff­nen wer­den und eine span­nen­de und erfolg­rei­che Zeit in Ihrem Leben ein­lei­ten kön­nen. Rechts­an­wäl­te für Sie hel­fen Ihnen jeden Lebens­la­gen, ‑fra­gen und sor­gen dafür, dass Ihr gutes Recht auch durch­ge­setzt wird.

So werden Sie Anwalt

An den meis­ten Uni­ver­si­tä­ten, beson­ders die mit einem guten Ruf für Rechts­wis­sen­schaf­ten, gibt es einen soge­nann­ten NC und begrenzt die Zulas­sung. Der höchs­te NC im Win­ter­se­mes­ter 2012/​2013 lag bei 1,7 an der Hum­boldt Uni­ver­si­tät zu Ber­lin. Gegen­tei­lig zum Bei­spiel war es an der Uni Mar­burg und Augs­burg, an denen das Stu­di­um zulas­sungs­frei war. Wei­ter­hin soll­ten Sie per­sön­li­che Vor­aus­set­zun­gen für sich abwä­gen, die ein guter Anwalt benö­tigt. Dazu gehört Begeis­te­rung am Argu­men­tie­ren und Hin­ter­fra­gen mit­brin­gen und Dich gut aus­drü­cken kön­nen. Wei­te­re wich­ti­ge Fähig­kei­ten sind Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent und Ein­füh­lungs­ver­mö­gen, da Sie ja letzt­end­lich mit Men­schen zusam­men arbei­ten und Kon­flik­te lösen sol­len zwi­schen ver­schie­de­nen Par­tei­en.

Das klas­si­sche Jura Stu­di­um glie­dert sich in der Regel in 4 Semes­ter Grund­stu­di­um und wei­te­re 5 Semes­ter Haupt­stu­di­um. Im Haupt­stu­di­um wäh­len Sie ein Schwer­punkt, aller­dings kann der Ver­lauf vari­ie­ren je nach Bun­des­land und Hoch­schu­le. Beson­ders bei den ange­bo­te­nen Schwer­punkt­fä­chern gibt es häu­fig Unter­schie­de. Nach dem Haupt­stu­di­um muss die ers­te juris­ti­sche Prü­fung abge­legt wer­den, das „1. Staats­ex­amen“. Die­se besteht aus einer Pflicht­fach­prü­fung und einer Schwer­punkt­be­reichs­prü­fung. Die Pflicht­fach­prü­fung umfasst die Inhal­te des Grund­stu­di­ums, macht 70 % der Note aus und besteht aus meh­re­ren schrift­li­chen sowie einer münd­li­chen Prü­fung. Die Schwer­punkt­be­reichs­prü­fung prüft die Kennt­nis­se im Schwer­punkt­be­reich des Haupt­stu­di­ums. Die­se Prü­fung macht die letz­ten 30 % der End­no­te aus.

Anwalt kann man aller­dings mit dem ers­ten Examen lei­der noch nicht. Die­ses berech­tigt ledig­lich zur Auf­nah­me des Refe­ren­da­ri­ats und dem anschlie­ßen­den 2. Staats­ex­amen. Bedeu­tet das ers­te Examen ist nur der ers­te Schritt um ein Anwalt zu wer­den. Als Rechts­re­fe­ren­dar ste­hen Sie in einem Arbeits­ver­hält­nis mit dem jewei­li­gen Bun­des­land und erhal­ten eine Ver­gü­tung von 800€ im Monat. Am Ende des Refe­ren­da­ri­ats absol­viert man letzt­end­lich das 2. Staats­ex­amen, wel­ches meh­re­re schrift­li­che Prü­fun­gen beinhal­tet und bun­des­weit nach ein­heit­li­chen Regeln durch­ge­führt wer­den. Eini­ge Mona­te nach den schrift­li­chen Prü­fun­gen muss noch eine münd­li­che Prü­fung abge­hal­ten wer­den um final ein Anwalt zu wer­den.