Die öster­rei­chi­sche Flug­li­nie – und die Lohn­steu­er für den deut­schen Piloten

Ver­gü­tun­gen für Dienst­leis­tun­gen, die ein im Inland ansäs­si­ger Flug­zeug­füh­rer eines in Öster­reich ansäs­si­gen Unter­neh­mens an Bord eines Luft­fahr­zeu­ges im inter­na­tio­na­len Ver­kehr erbringt, wer­den in Deutsch­land nach Art. 23 Abs. 1 Buchst. b Dop­pel­buchst. ee i.V.m. Art. 15 Abs. 5 DBA-Öster­­reich 2000 abwei­chend von der im Abkom­men ansons­ten ver­ein­bar­ten Frei­stel­lungs­me­tho­de nach Art. 23 Abs.

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Ein­kom­men­steu­er­li­cher Här­teaus­gleich für Grenz­gän­ger in die Schweiz

Die Här­teaus­gleichs­re­ge­lun­gen in § 46 Abs. 3 und 5 EStG 2009 sind aus Gleich­be­hand­lungs­grün­den ana­log bei sol­chen Arbeit­neh­mern anzu­wen­den, die mit ihrem von einem aus­län­di­schen Arbeit­ge­ber bezo­ge­nen Arbeits­lohn im Inland unbe­schränkt steu­er­pflich­tig sind und man­gels Vor­nah­me eines Lohn­steu­er­ab­zugs nicht gemäß § 46 EStG 2009, son­dern nach der Grund­norm des § 25 Abs.

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US-Fir­ma mit bri­ti­scher Nie­der­las­sung – und die deut­sche Lohnsteuer

Für Ein­künf­te, die nach einem Abkom­men zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung von der Bemes­sungs­grund­la­ge der deut­schen Steu­er aus­zu­neh­men sind (hier für Arbeits­lohn eines Flug­zeug­füh­rers nach Art. XVIII Abs. 2 Buchst. a Satz 1 DBA-Groß­­bri­­tan­­ni­en 1964/​1970), wird die Frei­stel­lung der Ein­künf­te unbe­scha­det des in § 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 2 EStG 2002 i.d.F. des JStG 2007

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Deutsch-Schwei­zer Grenz­gän­ger – und die Besteue­rung der Pensionskassenzahlungen

Der Bun­des­fi­nanz­hofs hat sich in den letz­ten Mona­ten mit der Besteue­rung von Kapi­tal­leis­tun­gen befasst, die deut­sche Steu­er­pflich­ti­ge, die im Inland woh­nen, aber in der Schweiz gear­bei­tet haben bzw. noch arbei­ten (sog. Grenz­gän­ger), im Rah­men der schwei­ze­ri­schen betrieb­li­chen Alters­vor­sor­ge bezie­hen. Das Sys­tem der betrieb­li­chen Alters­vor­sor­ge über Pen­si­ons­kas­sen, die ein pri­va­ter Arbeitgeber

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Betei­li­gung an einer fran­zö­si­schen SICAV – und das bewer­tungs­recht­li­che Schachtelprivileg

Nach § 19 Abs. 1 Nr. 2 des Bewer­tungs­ge­set­zes in der hier maß­geb­li­chen Fas­sung (BewG) wer­den für inlän­di­sche Gewer­be­be­trie­be (§ 95 BewG) Ein­heits­wer­te fest­ge­stellt (§ 180 Abs. 1 Nr. 1 der Abga­ben­ord­nung ‑AO-). In dem Fest­stel­lungs­be­scheid (§ 179 AO) ist auch über die Fra­ge der Gewäh­rung der Ver­güns­ti­gung für Schach­tel­ge­sell­schaf­ten zu ent­schei­den. Der Einheitswertbescheid

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Pas­si­ve außer­or­dent­li­che Ein­künf­te – DBA-USA und der Progressionsvorbehalt

Nach § 2a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG 2002 dür­fen nega­ti­ve Ein­künf­te aus einer in einem aus­län­di­schen Staat bele­ge­nen Betriebs­stät­te, die ‑wie im Strei­t­­fall- nicht die Akti­vi­täts­er­for­der­nis­se des § 2a Abs. 2 EStG 2002 erfüllt, nur mit posi­ti­ven Ein­künf­ten (der jeweils sel­ben Art) aus dem­sel­ben Staat (hier: USA) aus­ge­gli­chen wer­den; sie dürfen

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Här­teaus­gleichs­re­ge­lun­gen für Grenz­gän­ger in die Schweiz

Die Här­teaus­gleichs­re­ge­lun­gen in § 46 Abs. 3 und 5 EStG 2009 ist bei in der Schweiz beschäf­tig­tem Grenz­gän­ger (Art. 15a DBA-Schweiz) ana­log anwend­bar. Die Tat­sa­che, dass wegen des aus­län­di­schen Arbeit-gebers kein Lohn­steu­er­ab­zug durch­ge­führt wur­de, steht der An-wen­­dung der Här­te­fall­re­ge­lung des § 46 Abs. 5 EStG 2009 i.V.m. § 70 EStDV 2000 nicht entgegen.

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„dealing at arm’s length“ – Gesell­schaf­ter­fi­nan­zie­rung für die US-Tochter

Teil­wert­ab­schrei­bun­gen auf Gesell­schaf­ter­dar­le­hen sind kei­ne bei der Gewinn­ermitt­lung nicht zu berück­sich­ti­gen­den Gewinn­min­de­run­gen i.S. von § 8b Abs. 3 KStG 2002 i.d.F. bis zur Ände­rung durch das JStG 2008 . Der abkom­mens­recht­li­che Grund­satz des „dealing at arm’s length“ nach Art. 9 Abs. 1 OECD-Mus­t­Abk (hier: nach Art. 9 Abs. 1 DBA-USA 1989) ermög­licht eine Ein­künf­te­kor­rek­tur nach natio­na­len Vorschriften

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Besteue­rung von deutsch-fran­zö­si­schen Grenzgängern

Nach Art. 13 Abs. 1 Satz 1 DBA-Fran­k­­reich 1959/​1989 kön­nen Ein­künf­te aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit grund­sätz­lich nur in dem Ver­trags­staa­te besteu­ert wer­den, in dem die per­sön­li­che Tätig­keit, aus der die Ein­künf­te her­rüh­ren, aus­ge­übt wird. Gemäß Art. 13 Abs. 7 DBA-Fran­k­­reich 1959/​1989 umfasst der Aus­druck „unselb­stän­di­ge Arbeit“ in die­sem Sin­ne ins­be­son­de­re ‑wie im Fall des

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Neue Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men

Mit Nor­we­gen, Cos­ta Rica und Geor­gi­en hat der Finanzau­schuss des Deut­schen Bun­des­ta­ges je ein Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men gebil­ligt. Nach Mit­tei­lung der Bun­des­re­gie­rung soll mit den Abkom­men ver­mie­den wer­den, dass Ein­kom­men und Ver­mö­gen dop­pelt besteu­ert wer­den. Nach Groß­bri­tan­ni­en habe Deutsch­land die meis­ten Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men mit andern Län­dern geschlos­sen. Es wer­de ein dich­tes Netz von

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Besteue­rung einer fran­zö­si­schen Abfindung

Art. 13 Abs. 1 DBA-Fran­k­­reich ermög­licht ‑infol­ge sei­nes von Art. 15 Abs. 1 OECD-Mus­t­Abk abwei­chen­den Wort­lauts- kein deut­sches Besteue­rungs­recht für eine Abfin­dungs­zah­lung, die eine im Inland ansäs­si­ge Per­son von ihrem bis­he­ri­gen fran­zö­si­schen Arbeit­ge­ber aus Anlass der Auf­he­bung des Arbeits­ver­hält­nis­ses erhält. Das Besteue­rungs­recht gebührt viel­mehr Frank­reich als Tätig­keits­staat. Der in Deutsch­land woh­nen­de Arbeitnehmer

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Die Arzt­fi­lia­le in Dubai

Grün­dungs­auf­wand für die im Aus­land bele­ge­ne fes­te Ein­rich­tung eines Frei­be­ruf­lers führt nicht zu einem Betriebs­aus­ga­ben­ab­zug bei der Ermitt­lung der Ein­künf­te aus der inlän­di­schen Tätig­keit. Die­ser Auf­wand ist durch die in Aus­sicht genom­me­ne Tätig­keit im Aus­land ver­an­lasst . Unter­fällt jene Tätig­keit der abkom­mens­recht­li­chen Frei­stel­lung, betrifft dies den Grün­dungs­auf­wand (nega­ti­ve Ein­künf­te) auch

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Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men mit Brasilien

Mit Bra­si­li­en besteht kein Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men. Das „Abkom­men zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und der Föde­ra­ti­ven Repu­blik Bra­si­li­en zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung auf dem Gebeit der Steu­ern vom Ein­kom­men und vom Ver­mö­gen“ vom 27.06.1975 ist von der Bun­des­re­pu­blik (mit Wir­kung zum 01.01.2006) am 07.04.2005 gekün­digt wor­den. In dem Abkom­men war eine solche

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Ruf­be­reit­schaft bei Schwei­zer Grenzgängern

Ist ein in Deutsch­land ansäs­si­ger Arbeit­neh­mer über die Tages­gren­ze hin­weg in der Schweiz tätig, ist für die Annah­me eines sog. Nicht­rück­kehr­ta­ges im Sin­ne der Grenz­gän­ger­re­ge­lung in Art. 15a Abs. 2 DBA-Schweiz 1971/​1992 ent­schei­dend, ob eine Nicht­rück­kehr an sei­nen Wohn­sitz in Deutsch­land aus beruf­li­chen Grün­den erfolgt ist. Schließt sich unmit­tel­bar im Anschluss

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Deut­sche Pilot + aus­län­di­sche Flug­ge­sell­schaft = deut­sche Steuerpflicht

Für Ein­künf­te, die nach einem Abkom­men zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung von der Bemes­sungs­grund­la­ge der deut­schen Steu­er aus­zu­neh­men sind (hier für Arbeits­lohn eines Flug­zeug­füh­rers nach dem DBA-Irland 1962)), wird die Frei­stel­lung der Ein­künf­te unbe­scha­det des in § 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 2 EStG 2002 n.F./2009 ange­ord­ne­ten Besteue­rungs­rück­falls auch dann gewährt, wenn der

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Trea­ty over­ri­de – die unge­wünsch­te Rege­lung im Doppelbesteuerungsabkommen

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt erneut die Fra­ge vor­ge­legt, ob der Gesetz­ge­ber durch ein sog. Trea­ty over­ri­de gegen Ver­fas­sungs­recht ver­stößt. Erhält ein in Ita­li­en ansäs­si­ger Gesell­schaf­ter einer deut­schen Per­so­nen­ge­sell­schaft Zin­sen für ein von ihm der Gesell­schaft gewähr­tes Dar­le­hen, so kön­nen die­se Zin­sen nach dem DBA-Ita­­li­en 1989 in Deutsch­land nicht als gewerbliche

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Steu­er­frei­heit pau­scha­ler Lohn­zu­schlä­ge bei Schwei­zer Grenzgängern

Bei einem Grenz­gän­ger i.S. des Art. 15a DBA-Schweiz kön­nen des­sen Ein­künf­te aus unselb­stän­di­ger Arbeit im Ansäs­sig­keits­staat besteu­ert wer­den. Da der Begriff der unselb­stän­di­gen Arbeit im Abkom­men selbst nicht defi­niert ist, ist –soweit sich aus der Sys­te­ma­tik des DBA-Schweiz nichts Gegen­tei­li­ges ergibt– gemäß Art. 3 Abs. 2 DBA-Schweiz auf das natio­na­le Recht abzustellen

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Ver­äu­ße­rung eines Mit­un­ter­neh­mer­an­teils durch einen bel­gi­schen Unternehmer

Ver­äu­ßert ein in Bel­gi­en ansäs­si­ger Mit­un­ter­neh­mer einer Schif­f­­be­­triebs-KG mit Sitz in Deutsch­land sei­nen Mit­un­ter­neh­mer­an­teil und wird ihm aus die­sem Anlass antei­lig der auf ihn ent­fal­len­de Unter­schieds­be­trag nach § 5a Abs. 4 EStG 2002 zuge­rech­net, steht Deutsch­land im Rah­men der beschränk­ten Steu­er­pflicht des Mit­un­ter­neh­mers das Besteue­rungs­recht unab­hän­gig davon zu, ob der Gewinn

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Schwei­zer Pen­si­ons­kas­se und deut­sche Einkommensteuer

Eine Aus­tritts­leis­tung, die von einer schwei­ze­ri­schen öffen­t­­lich-rech­t­­li­chen Pen­si­ons­kas­se nach dem 31. Dezem­ber 2004 aus­ge­zahlt wird, ist als „ande­re Leis­tung“ mit dem Besteue­rungs­an­teil gemäß § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Dop­pel­buchst. aa EStG zu besteu­ern. Die erst durch das Alt­Ein­kG begrün­de­te Steu­er­pflicht ver­stößt weder gegen den Ver­trau­ens­schutz­grund­satz noch gegen das Rück­wir­kungs­ver­bot. Die

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Steu­er­pflicht einer Abfin­dung aus Frankreich

Die Abfin­dung eines fran­zö­si­schen Arbeit­ge­bers ist nach Maß­ga­be des Art.20 Abs. 1 Buchst. a des Abkom­mens zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und der Fran­zö­si­schen Repu­blik zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­run­gen und über gegen­sei­ti­ge Amts- und Rechts­hil­fe auf dem Gebie­te der Steu­ern vom Ein­kom­men und vom Ver­mö­gen sowie der Gewer­be­steu­ern und der Grund­steu­ern vom 21.07.1959

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Bera­tungs­kos­ten für ein Ver­stän­di­gungs­ver­fah­ren und der Veräußerungsgewinn

Bera­tungs­kos­ten eines in Deutsch­land beschränkt Steu­er­pflich­ti­gen für ein Ver­stän­di­gungs­ver­fah­ren zwi­schen Deutsch­land und den USA wegen des Besteue­rungs­rechts hin­sicht­lich eines Gewinns aus der Ver­äu­ße­rung einer GmbH-Betei­­li­­gung stel­len kei­ne Ver­äu­ße­rungs­kos­ten im Sin­ne von § 17 Abs. 2 EStG dar und min­dern daher den steu­er­pflich­ti­gen Ver­äu­ße­rungs­ge­winn nicht. In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall war

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Abkom­mens­recht­li­che Zuord­nung not­wen­di­gen Son­der­be­triebs­ver­mö­gens in sog. Dreieckssachverhalt

Eine Per­so­nen­ge­sell­schaft, die aus­schließ­lich in Deutsch­land Betriebs­stät­ten besitzt, ver­mit­telt ihrem in Thai­land ansäs­si­gen Gesell­schaf­ter Betriebs­stät­ten i.S. des Art. 7 Abs. 1 DBA-Thai­­land. Ein zum not­wen­di­gen Son­der­be­triebs­ver­mö­gen des Gesell­schaf­ters bei der Per­so­nen­ge­sell­schaft zäh­len­des Wirt­schafts­gut (hier: die Betei­li­gung an einer bri­ti­schen Schwes­­ter-Kapi­­tal­­ge­­sel­l­­schaft der Per­so­nen­ge­sell­schaft und ein an die Kapi­tal­ge­sell­schaft aus­ge­reich­tes Dar­le­hen) gehört aus Abkommenssicht

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Dop­pel­be­steue­rung bei der Erbschaftsteuer

Die Erb­schaft­steu­er, die ein aus­län­di­scher Staat auf den Erwerb von Kapi­tal­ver­mö­gen erhebt, das ein inlän­di­scher Erb­las­ser in dem Staat ange­legt hat­te, ist bei Feh­len eines Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens weder auf die deut­sche Erb­schaft­steu­er anzu­rech­nen noch als Nach­lass­ver­bind­lich­keit zu berück­sich­ti­gen. Führt die Dop­pel­be­steue­rung zu einer über­mä­ßi­gen, kon­fis­kato­ri­schen Steu­er­be­las­tung, kann eine Bil­lig­keits­maß­nah­me gebo­ten sein. Im

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