Steu­er-CDs und die Selbst­an­zei­ge wegen Steuerhinterziehung

Mit der kürz­lich bekannt gewor­de­nen Selbst­an­zei­ge wegen Steu­er­hin­ter­zie­hung des Prä­si­den­ten und Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­den des FC Bay­ern Mün­chen ist ein mög­li­ches Steu­er­ab­kom­men mit der Schweiz wie­der in den Vor­der­grund der Dis­kus­si­on gerückt. Herr Hoe­neß hat­te auf die­ses Abkom­men gesetzt um sein „Pro­blem“ mit einem Schwei­zer Kon­to zu berei­ni­gen. Nach­dem das Steu­er­ab­kom­men aber

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„Working Inte­rests“ als steu­er­freie USA-Einkünfte

Ein „Working Inte­rest“, also eine Betei­li­gung an geför­der­ten Boden­schät­zen und För­der­an­la­gen in den USA (Pro­duk­ti­ons­be­tei­li­gung), führt in Deutsch­land nicht zu steu­er­frei­en Ein­künf­ten. Die Betei­li­gung eins deut­schen Steu­er­pflich­ti­gen durch sei­ne „Working Inte­rests“ an ame­ri­ka­ni­schen Erd­öl– und Erd­gas­vor­kom­men stellt kei­ne nur dem Pro­gres­si­ons­vor­be­halt unter­lie­gen­de und ansons­ten nach Art. 7 Absatz 1 DBA-USA 1989 steuerfreie

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Dealing at arm’s length und die ver­deck­te Gewinnausschüttung

Der abkom­mens­recht­li­che Grund­satz des „dealing at arm’s lenght“ (nach Art. 9 Abs. 2 OECD­Mus­tAbk, hier: nach Art. 6 Abs. 1 DBA-Nie­­der­lan­­de 1959) ent­fal­tet bei ver­bun­de­nen Unter­neh­men eine Sperr­wir­kung gegen­über den sog. Son­der­be­din­gun­gen, denen beherr­schen­de Unter­neh­men im Rah­men der Ein­kom­mens­kor­rek­tur nach § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG bei Annah­me einer ver­deck­ten Gewinn­aus­schüt­tung unter­wor­fen sind. Unter einer vGA i.S.

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Dritt­staa­ten­wir­kung bei gesetz­li­cher qua­li­fi­zier­ter Min­dest­be­tei­li­gungs­quo­te – Divi­den­den aus den USA

Die sog. Schach­tel­stra­fe gemäß § 8b Abs. 7 KStG 1999 (i.d.F. des StBereinG 1999) ver­stößt gegen die uni­ons­recht­li­che Grund­frei­heit der frei­en Wahl der Nie­der­las­sung nach Art. 43 EG (jetzt Art. 49 AEUV) und bleibt des­we­gen inner­halb der Euro­päi­schen Uni­on unan­wend­bar . § 8b Abs. 7 KStG 1999 (i.d.F. des StBereinG 1999) ver­langt –i.V.m.

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Bemes­sungs­grund­la­ge der fik­ti­ven anre­chen­ba­ren Quel­len­steu­er für Zinserträge

Mit der Bestim­mung der Bemes­sungs­grund­la­ge der fik­ti­ven anre­chen­ba­ren Quel­len­steu­er für Zins­er­trä­ge nach Art. 24 DBA-Por­­tu­­gal hat­te sich aktu­ell das Finanz­ge­richt Müns­ter zu befas­sen: Nach Art. 24 Abs. 2 Buchst. b) Dop­pel­buchst. bb) DBA-Por­­tu­­gal wird auf die deut­sche Ein­kom­men­steu­er die ent­spre­chen­de por­tu­gie­si­sche Steu­er ange­rech­net, die nach dem Recht Por­tu­gals und in Übereinstimmung

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Nie­der­län­di­sche Acker­flä­chen als Betriebsstätte

Land- und forst­wirt­schaft­lich bewirt­schaf­te­ter Grund und Boden ist eine Betriebstät­te im Sin­ne des § 12 Satz 1 AO. Dies gilt im Rah­men eines Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens (hier: das DBA-Nie­­der­lan­­de) auch für im Aus­land bele­ge­ne Acker­flä­chen. Die in den Nie­der­lan­den bewirt­schaf­te­ten Flä­chen stel­len eine Betriebstät­te dar. Aus die­sem Grund unter­lie­gen die auf die­se Flächen

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Schach­tel­pri­vi­leg für bra­si­lia­ni­sche Eigen­ka­pi­tal­ver­zin­sung als Dividende

Zin­sen auf das Eigen­ka­pi­tal („juro sob­re o capi­tal pró­prio“) nach Maß­ga­be der Bra­si­lia­ni­schen Geset­ze Nr. 9.249/95 und Nr. 9.430/96 sind sowohl Gewinn­an­tei­le i.S. des § 26 KStG 1999 und des § 9 Nr. 7 Satz 2 GewStG 1999 als auch –nach dem auch inso­weit maß­ge­ben­den deut­schen Steu­er­recht (§ 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG 1997)– Dividenden

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Schach­tel­pri­vi­leg für Aus­schüt­tun­gen einer fran­zö­si­schen SICAV

Die Gewäh­rung des abkom­mens­recht­li­chen Schach­tel­pri­vi­legs für Aus­schüt­tun­gen einer fran­zö­si­schen Invest­ment­ge­sell­schaft in der Rechts­form einer socié­té d´investissement à capi­tal varia­ble (SICAV) an eine deut­sche Kapi­tal­ge­sell­schaft ist zwar nicht des­we­gen aus­ge­schlos­sen, weil die SICAV von der fran­zö­si­schen Kör­per­schaft­steu­er per­sön­lich befreit ist. Sie setzt jedoch vor­aus, dass es sich bei der SICAV nach deutschem

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Steu­er­recht­li­che Berück­sich­ti­gung von aus­län­di­schen Sozialversicherungsbeiträgen

Obli­ga­to­ri­sche Bei­trä­ge an die schwei­ze­ri­sche Alters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung kön­nen nicht als Son­der­aus­ga­ben abge­zo­gen wer­den, wenn sie aus Ein­künf­ten stam­men, die in Deutsch­land auf­grund des Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens Deut­sch­­land-Schweiz steu­er­frei sind. Der feh­len­de Son­der­aus­ga­ben­ab­zug ver­stößt nicht gegen höher­ran­gi­ges Recht.Die ent­spre­chen­den Bei­trä­ge kön­nen auch nicht bei der Ermitt­lung des beson­de­ren Steu­er­sat­zes im Rah­men eines

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Die Kos­ten eines Verständigungsverfahrens

Nach § 17 Abs. 2 Satz 1 EStG ist Ver­äu­ße­rungs­ge­winn der Betrag, um den der Ver­äu­ße­rungs­preis nach Abzug der Ver­äu­ße­rungs­kos­ten die Anschaf­fungs­kos­ten über­steigt. Ver­äu­ße­rungs­kos­ten sind sol­che Auf­wen­dun­gen, die in unmit­tel­ba­rer sach­li­cher Bezie­hung zu dem Ver­äu­ße­rungs­ge­schäft ste­hen . Zu den in unmit­tel­ba­rer sach­li­cher Bezie­hung zu dem Ver­äu­ße­rungs­ge­schäft ste­hen­den Kos­ten gehö­ren nach Auf­fas­sung des

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Schwei­zer Arbeits­platz und deut­scher Progressionsvorbehalt

Das DBA-Schweiz schließt den Ansatz eines Pro­gres­si­ons­vor­be­halts bei der deut­schen Besteue­rung für sol­che Ein­künf­te nicht aus, die nach der Ver­le­gung des Wohn­sit­zes von Deutsch­land in die Schweiz auf­grund einer in der Schweiz aus­ge­üb­ten nicht­selb­stän­di­gen Tätig­keit erzielt wur­den. Gemäß § 32b Abs. 1 Nr. 2, 1. Halb­satz EStG ist bei der Festsetzung

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Trea­ty override

Im Rah­men einer Rich­ter­vor­la­ge nach Art. 100 GG hat der Bun­des­fi­nanz­hof dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die seit lan­gem schwe­len­de Fra­ge vor­ge­legt, ob der Gesetz­ge­ber durch ein sog. Trea­ty over­ri­de gegen Ver­fas­sungs­recht ver­stößt. Kon­kre­ter Hin­ter­grund die­ses Vor­la­ge­be­schlus­ses ist die Rege­lung des § 50d Abs. 8 EStG. Danach wird für die Ein­künf­te eines unbe­schränkt Steuerpflichtigen

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Neu­es Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men zwi­schen Deutsch­land und Luxemburg

Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Dr. Wolf­gang Schäub­le und Finanz­mi­nis­ter Luc Frie­den haben die­se Woche in Ber­lin das neue Abkom­men zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung auf dem Gebiet der Steu­ern vom Ein­kom­men zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und dem Groß­her­zog­tum Luxem­burg unter­zeich­net. Das Abkom­men, dass im Inter­net­an­ge­bot des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums bereits ver­öf­fent­licht wur­de, bedarf noch der Ratifizierung

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Anrech­nungs­me­tho­de bei Ein­künf­ten aus spa­ni­scher Landwirtschaft

Bei Ein­künf­ten aus einem in Spa­ni­en bele­ge­nen land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betrieb wird nach Art. 23 Abs. 1 Buchst. b Dop­pel­buchst. ee DBA-Spa­­ni­en die spa­ni­sche Steu­er auf die deut­sche Steu­er ange­rech­net. Ein land- und forst­wirt­schaft­li­cher Betrieb fällt nach dem DBA-Spa­­ni­en nicht unter den Begriff des Unter­neh­mens und kann damit kei­ne Betriebstät­te begrün­den. Die

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Aus­län­di­scher Ver­äu­ße­rungs­ver­lust und Progressionsvorbehalt

Ein im Aus­land rea­li­sier­ter Ver­lust aus der Ver­äu­ße­rung oder Auf­ga­be eines Betriebs, der abkom­mens­recht­lich in Deutsch­land nur bei der Fest­set­zung des Steu­er­sat­zes (sog. Pro­gres­si­ons­vor­be­halt) zu berück­sich­ti­gen ist, unter­fällt nicht der sog. Fünf­­­tel-Metho­­de für außer­or­dent­li­che Ein­künf­te. Im hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall waren die Klä­ger in den Zeit­ab­schnit­ten des Streit­jah­res, in

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Arbeits­löh­ne deut­scher Pilo­ten iri­scher Fluggesellschaften

Der Arbeits­lohn eines Pilo­ten, der in Deutsch­land wohnt, aber an Bord eines Flug­zeugs im inter­na­tio­na­len Ver­kehr für eine iri­sche Flug­ge­sell­schaft tätig ist, kann in Deutsch­land nicht besteu­ert wer­den. Hin­ter­grund die­ses Urteils des Bun­des­fi­nanz­hofs ist eine Rege­lung in dem zwi­schen Deutsch­land und Irland geschlos­se­nen Dop­­pel­­be­­steu­e­­rungs-Abkom­­men (DBA). Danach gebührt das Besteue­rungs­recht für

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Ein­künf­te eines Ent­wick­lungs­hel­fers in Kasachstan

Nach Auf­fas­sung des Finanz­ge­richts besteht für die Ein­künf­te eines in Kasach­stan ein­ge­setz­ten Ent­wick­lungs­hel­fers ein aus dem Kas­sen­staats­prin­zip des Art.19 DBA Kasach­stan resul­tie­ren­des Besteue­rungs­recht Deutsch­lands. Rich­ti­ger­wei­se müs­sen die Ein­künf­te daher in die Bemes­sungs­grund­la­ge der Ein­kom­men­steu­er ein­be­zo­gen wer­den, und zwar unab­hän­gig davon, ob die Ent­wick­lungs­hel­fer unbe­schränkt oder beschränkt steu­er­pflich­tig waren. 1. Alter­na­ti­ve: Wohnsitz

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Inlän­di­sche Besteue­rung der Pen­si­ons­kas­sen-Bei­trä­gen des däni­schen Arbeitgebers

Die Bei­trä­ge des däni­schen Arbeit­ge­bers eines Grenz­gän­gers zu einer betrieb­li­chen Pen­si­ons­kas­se unter­lie­gen als Teil des Arbeits­lohns wegen der Nicht­be­steue­rung in Däne­mark dem Besteue­rungs­recht Deutsch­lands und sind allen­falls teil­wei­se nach § 3 Nr. 63 Satz 1 EStG steu­er­frei. Die Zukunfts­si­che­rungs­leis­tun­gen des däni­schen Arbeit­ge­bers in Form der Bei­trags­zah­lung zur Pen­si­ons­kas­se gehö­ren zu den Einkünften

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Ver­lust­aus­gleich bei „Hol­land-Fonds“

Ein Ver­lust­aus­gleich zwi­schen den aus einem Hol­land­fonds in ein­zel­nen Streit­jah­ren erziel­ten nega­ti­ven aus­län­di­schen Ein­künf­ten und den posi­ti­ven inlän­di­schen Ein­künf­ten ist weder nach natio­na­lem Recht mög­lich noch auf­grund eines Anwen­dungs­vor­rangs euro­päi­schen Pri­mär­rechts gebo­ten. Eine Berück­sich­ti­gung der nega­ti­ven aus­län­di­schen Ein­künf­te beim Pro­gres­si­ons­vor­be­halt schei­det eben­falls aus. Ein ver­ti­ka­ler Ver­lust­aus­gleich zwi­schen den nega­ti­ven aus­län­di­schen Einkünften

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Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men mit Lichtenstein

Das Fürs­ten­tum Liech­ten­stein und die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land haben am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag in Ber­lin ein Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men abge­schlos­sen. Eck­punk­te des Abkom­mens Das Abkom­men soll ins­be­son­de­re eine soli­de Grund­la­ge bil­den für gegen­sei­ti­ge Inves­ti­tio­nen. So wer­den ins­be­son­de­re grenz­über­schrei­ten­de Betei­li­gun­gen von Quel­len­steu­ern ent­las­tet, indem Null­sät­ze für Quel­len­steu­ern auf bestimm­te Divi­den­den, Zin­sen und Lizen­zen, die zwischen

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Anrech­nung fik­ti­ver bra­si­lia­ni­scher Quellensteuer

Für den Zins­be­griff des Art. 24 Abs. 3 Buchst. b DBA-Bra­­si­­li­en ist aus­schließ­lich die abkom­mens­recht­li­che Zins­de­fi­ni­ti­on maß­geb­lich; ob es sich auch nach bra­si­lia­ni­schem Steu­er­recht um „Zin­sen“ han­delt, ist uner­heb­lich. Anzu­rech­nen ist nach Art. 24 Abs. 3 Buchst. b DBA-Bra­­si­­li­en die auf den Brut­to­be­trag der gezahl­ten Zin­sen ent­fal­len­de fik­ti­ve Quel­len­steu­er. Bei der Berech­nung der ausländischen

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Deutsch-Lich­ten­stei­ni­sches Doppelbesteuerungsabkommen

Deutsch­land und das Fürs­ten­tum Lich­ten­stein haben ges­tern in der lich­ten­stei­ni­schen Bot­schaft in Ber­lin der Ent­wurf eines „Abkom­mens zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung und der Steu­er­ver­kür­zung auf dem Gebiet der Steu­ern vom Ein­kom­men und vom Ver­mö­gen zwi­schen dem Fürs­ten­tum Liech­ten­stein und der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land“ para­phiert. Das jetzt aus­ge­han­del­te Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men ist aus deutscher

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Der zu nied­ri­ge Ver­kaufs­preis einer Auslandsbeteiligung

Beim Ver­kauf einer von § 8b Abs. 2 KStG 1999 erfass­ten Aus­lands­be­tei­li­gung ist nicht nur der inner­bi­lan­zi­ell zu erfas­sen­de tat­säch­li­che Ver­äu­ße­rungs­er­lös, son­dern auch die als ver­deck­te Gewinn­aus­schüt­tung nach § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG erfass­te Dif­fe­renz zum höhe­ren ange­mes­se­nen Kauf­preis Bestand­teil des gemäß § 8b Abs. 2 KStG 1999 steu­er­frei­en Ver­äu­ße­rungs­ge­winns. In Bezug auf

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