Waren­ver­kehr mit dem West­bal­kan

Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on hat im Amts­blatt der EU [1] eine neue SAP-Matrix zur dia­go­na­len Kumu­lie­rung bei den Ursprungs­re­geln im Waren­ver­kehr mit den Län­dern des West­bal­kans ver­öf­fent­licht, die die vor­he­ri­ge, erst am 20. August 2010 ver­öf­fent­lich­te Matrix ersetzt.

Waren­ver­kehr mit dem West­bal­kan

Die neue Matrix fasst die gel­ten­den Pro­to­kol­le zusam­men für den Waren­ver­kehr zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und

Für die Schaf­fung dia­go­na­ler Ursprungs­ku­mu­lie­rung zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und den Län­dern des West­bal­kans tei­len die Euro­päi­sche Uni­on und die betref­fen­den Län­der ein­an­der über die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on die Ein­zel­hei­ten der mit den ande­ren Län­dern ver­ein­bar­ten Ursprungs­re­geln mit.
Auf der Grund­la­ge der Mit­tei­lun­gen die­ser Län­der gibt die in die­ser jetzt von der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on ver­öf­fent­lich­ten Mit­tei­lung ent­hal­te­ne Tabel­le eine Über­sicht über die Pro­to­kol­le zu den Ursprungs­re­geln, in denen eine dia­go­na­le Kumu­lie­rung vor­ge­se­hen ist; fer­ner wird das Datum genannt, ab dem eine sol­che Kumu­lie­rung anwend­bar wird.

EUAlba­ni­enBosnien‑H.Kroa­ti­enMaze­do­ni­enMon­te­ne­groSer­bi­enTür­kei
EU01.01.200701.07.200801.06.201101.01.200701.01.200808.12.2009
Alba­ni­en01.01.200722.11.200722.08.200726.07.200726.07.200724.10.200701.08.2011
Bosnien‑H.01.07.200822.11.200722.11.200722.11.200722.11.200722.11.2007
Kroa­ti­en01.06.201122.08.200722.11.200722.08.200722.08.200724.10.2007
Maze­do­ni­en01.01.200726.07.200722.11.200722.08.200726.07.200724.10.200701.07.2009
Mon­te­ne­gro01.01.200826.07.200722.11.200722.08.200726.07.200724.10.200701.03.2010
Ser­bi­en08.12.200924.10.200722.11.200724.10.200724.10.200724.10.200701.09.2010
Tür­kei01.08.201101.07.200901.03.201001.09.2010

Es ist aller­dings dar­an zu erin­nern, dass eine Kumu­lie­rung nur zuläs­sig ist, wenn das Land der End­fer­ti­gung und das End­be­stim­mungs­land mit allen am Erwerb der Ursprungs­ei­gen­schaft betei­lig­ten Län­dern, d. h. mit allen Län­dern, in denen die ver­wen­de­ten Vor­ma­te­ria­li­en ihren Ursprung haben, Frei­han­dels­ab­kom­men mit den­sel­ben Ursprungs­re­geln geschlos­sen haben. Vor­ma­te­ria­li­en mit Ursprung in einem Land, das kei­ne Abkom­men mit dem Land der End­fer­ti­gung und dem End­be­stim­mungs­land geschlos­sen hat, sind als Vor­ma­te­ria­li­en ohne Ursprungs­ei­gen­schaft zu behan­deln.

Unter die Zoll­uni­on zwi­schen der EU und der Tür­kei fal­len­de Vor­ma­te­ria­li­en mit Ursprung in der Tür­kei kön­nen als Vor­ma­te­ria­li­en mit Ursprungs­ei­gen­schaft zum Zweck der dia­go­na­len Kumu­lie­rung zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und den an dem Sta­bi­li­sie­rungs- und Asso­zi­ie­rungs­pro­zess betei­lig­ten Län­dern, mit denen Ursprungs­pro­to­kol­le gel­ten, behan­delt wer­den.

Für Waren, die unter die Zoll­uni­on EU-Tür­kei fal­len, sind die Pro­to­kol­le ab dem 27. Juli 2006 anzu­wen­den.

  1. ABl.EU Nr. C 215 vom 21. Juli 2011[]