Wirtschaftsentwicklung in Kamerun

Die Wäh­rung Kame­runs ist die der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Wirt­schafts- und Wäh­rungs­ge­mein­schaft (CEMAC): der CFA-Franc BEAC (Franc de la Coo­pé­ra­ti­on Finan­ciè­re en Afri­que Cen­tra­le). Die­ser Gemein­schaft gehö­ren außer­dem Äqua­to­ri­al­gui­nea, Gabun, Repu­blik Kon­go, Tschad und die Zen­tral­afri­ka­ni­sche Repu­blik an.

Wirtschaftsentwicklung in Kamerun

Es besteht bei dem CFA-Franc ein fes­ter Wech­sel­kurs von 655,957 CFA-Franc je € mit dem er an den Euro gekop­pelt ist. Folg­lich ist Kame­run als Mit­glied die­ser Gemein­schaft in Geld bzw. Wäh­rungs­an­ge­le­gen­hei­ten nicht auto­nom. So kann im Han­dels­ver­kehr ein Pro­dukt durch den in Bezie­hung zu einer Fremd­wäh­rung sich erge­ben­de Wert des Euro im schlimms­ten Fall nicht mehr kon­kur­renz­fä­hig sein.

Wäh­rung: CFA-Franc BEAC
ISO-4217-Code: XAF
100 XAF=0,1524€

Land­fris­tig ist ein Ziel der Repu­blik Kame­run den Sta­tus eines „Schwel­len­lan­des” zu errei­chen. Damit ver­bun­den muss das Wachs­tum der Bevöl­ke­rung ver­min­dert wer­den und das Pro-Kopf-Ein­kom­men soll sich erhö­hen. Dar­über hin­aus ist das Ziel sin­ken­der Armut und Arbeits­lo­sig­keit nur mit Hil­fe eines Wirt­schafts­wachs­tums von über 5 % jähr­lich zu rea­li­sie­ren. Zur Zeit wird das größ­te Wirt­schafts­wachs­tum im Bereich der Urpro­duk­ti­on (Land­wirt­schaft, Roh­stof­fe, Fort­wirt­schaft, Berg­bau) und des Dienst­leis­tungs­sek­tors erzielt. Beson­ders der gestei­ger­te Export von Roh­öl, Holz und land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­ten sind fes­te Stand­bei­ne des Wirt­schafts­wachs­tums. Para­do­xer Wei­se ist Kame­run aber abhän­gig von eno­men immer wei­ter zuneh­men­den Impor­ten im Bereich Nah­rungs­mit­tel, so dass dadurch das Wirt­schafts­wachs­tum behin­dert wird.

Zur lang­fris­ti­gen Ziel­er­rei­chung ist ins­be­son­de­re eine wesent­li­che Ver­bes­se­rung der Infra­struk­tur not­wen­dig, wodurch in die­sem Bereich die Inves­ti­tio­nen enorm hoch sind (ca. 3,5 Mrd. € in 2012). So liegt ein Haupt­ge­biet der fran­zö­si­schen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit in Kame­run. Aber auch Deutsch­land unter­stützt die Bestre­bun­gen des Lan­des in Bezug auf sei­ne Ent­wick­lungs­zie­le (ins­ge­samt über 900 Mio. €).

Analpha­be­this­mus: 25 %
Arbeits­lo­se: 3,8 %
Unter­ernäh­rung: 15 der Einw.
Index f. menschl. Ent­wickl., HDI: Platz 150 (von 187 Staa­ten)

BIP: 28 Mrd. US-$
davon Land­wirt­schaft 42 %
Wirt­schafts­wachs­tum: 4,5 %
Infla­ti­ons­ra­te: 2,1 %
Infra­struk­tur­kos­ten 3,5 Mrd. €
Preis­stei­ge­rungs­ra­te: 2,9 %