World Trade Report 2011

Die Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on WTO hat ihren jähr­li­chen Bericht über die Ent­wick­lung des Welt­han­dels vor­ge­legt. Im Mit­tel­punkt des „World Tra­de Report 2011” steht das The­ma Frei­han­dels­ab­kom­men. Grund dafür ist, dass die Anzahl der Frei­han­dels­ab­kom­men in den letz­ten Jah­ren stark ange­stie­gen ist. Gegen­wär­tig sind weit mehr als vier­hun­dert sol­cher Abkom­men bei der WTO noti­fi­ziert.
In Frei­han­dels­ab­kom­men gewäh­ren sich die Ver­trags­part­ner gegen­sei­tig bevor­zug­ten Markt­zu­gang. Frei­han­dels­ab­kom­men wei­chen inso­weit vom WTO-Grund­satz der Meist­be­güns­ti­gung ab. Nach die­sem Grund­satz müs­sen Han­dels­zu­ge­ständ­nis­se glei­cher­ma­ßen allen WTO-Mit­glie­dern gewährt wer­den. Zuläs­sig sind sol­che Frei­han­dels­ab­kom­men nach den WTO-Vor­schrif­ten des­halb nur, wenn zwi­schen den Ver­trags­part­nern im Wesent­li­chen der gesam­te Han­del inner­halb einer ange­mes­se­nen Über­gangs­frist libe­ra­li­siert wird.

World Trade Report 2011

Ange­sichts der gerin­gen Ver­hand­lungs­fort­schrit­te in der Doha-Run­de setzt auch die EU seit eini­gen Jah­ren ver­stärkt auf den Abschluss bila­te­ra­ler Frei­han­dels­ab­kom­men. Ein ent­spre­chen­des Frei­han­dels­ab­kom­men mit Süd­ko­rea ist am 1. Juli 2011 vor­läu­fig in Kraft getre­ten. Die Ver­hand­lun­gen der EU über Frei­han­dels­ab­kom­men mit Indi­en, Kana­da, der Ukrai­ne und Sin­ga­pur sind in fort­ge­schrit­te­nem Sta­di­um. Mit den süd­ame­ri­ka­ni­schen Staa­ten des so genann­ten „Mer­co­sur” sind die Ver­hand­lun­gen im letz­ten Jahr wie­der auf­ge­nom­men wor­den.