Anspruch auf Differenzkindergeld für Grenzgänger

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on die Rechts­fra­ge zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­ge­legt, ob Art. 13 Abs. 1, Abs. 2 Buchst. a der VO Nr. 140871 dahin aus­zu­le­gen ist, dass er der Gewäh­rung von (Dif­fe­renz-)Kin­der­geld durch einen Wohn­mit­glied­staat in den Fäl­len ent­ge­gen­steht, in denen ein Kin­der­geld­be­rech­tig­ter –eben­so wie der ande­re Eltern­teil– in der Schweiz als Grenz­gän­ger einer nicht­selb­stän­di­gen Beschäf­ti­gung nach­geht und dort Fami­li­en­leis­tun­gen für sei­ne im Wohn­mit­glied­staat leben­den Kin­der bezieht, die gerin­ger sind als das im Wohn­mit­glied­staat vor­ge­se­he­ne Kin­der­geld?

Anspruch auf Differenzkindergeld für Grenzgänger

Nach Art. 13 Abs. 1 Satz 1 der inso­weit maß­ge­ben­den VO Nr. 140871 unter­lie­gen Per­so­nen, für die die­se Ver­ord­nung gilt, vor­be­halt­lich der — hier nicht ein­schlä­gi­gen — Art. 14c und 14f der VO Nr. 140871 den Rechts­vor­schrif­ten nur eines Mit­glied­staats. Eine Per­son, die im Gebiet eines Mit­glied­staats abhän­gig beschäf­tigt ist, unter­liegt den Rechts­vor­schrif­ten die­ses Staats, und zwar auch dann, wenn sie im Gebiet eines ande­ren Mit­glied­staats wohnt (Art. 13 Abs. 2 Buchst. a der VO Nr. 140871). Ziel der VO Nr. 140871 ist die Koor­di­nie­rung der Sys­te­me der sozia­len Sicher­heit. Für Arbeit­neh­mer und Selb­stän­di­ge, die inner­halb der Uni­on zu- und abwan­dern, soll jeweils das Sys­tem der sozia­len Sicher­heit nur eines Mit­glied­staats gel­ten, so dass eine Kumu­lie­rung anzu­wen­den­der inner­staat­li­cher Rechts­vor­schrif­ten und die sich dar­aus mög­li­cher­wei­se erge­ben­den Kom­pli­ka­tio­nen ver­mie­den wer­den. Zahl und Reich­wer­te der Fäl­le, in denen ein Arbeit­neh­mer oder Selb­stän­di­ger als Aus­nah­me von der all­ge­mei­nen Regel gleich­zei­tig den Rechts­vor­schrif­ten zwei­er Mit­glied­staa­ten unter­liegt, sind so klein wie mög­lich zu hal­ten (Erwä­gungs­grün­de Nr. 8 und 9 der VO Nr. 140871).

Der Bun­des­fi­nanz­hof geht in stän­di­ger Recht­spre­chung davon aus, dass eine Per­son, die nach den Art. 13 ff. der VO Nr. 140871 den Rechts­vor­schrif­ten eines aus­län­di­schen Mit­glied­staats unter­liegt, auch dann kei­nen Anspruch auf deut­sches Kin­der­geld hat, wenn sie an sich die Vor­aus­set­zun­gen der §§ 62 ff. EStG erfüllt1. Auch der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat den Grund­satz, dass ein Arbeit­neh­mer, für den die VO Nr. 140871 gilt, nur den Rechts­vor­schrif­ten eines Staats unter­liegt, in den Urtei­len „Bros­mann” und „Schwem­mer„2 erwähnt. Die Rechts­sa­che Bos­mann betrifft einen Fall, in dem eine in Deutsch­land woh­nen­de Kin­der­geld­be­rech­tig­te (Frau Bos­mann), die für ihre dort leben­den voll­jäh­ri­gen Kin­der zunächst Kin­der­geld bezog, in den Nie­der­lan­den eine nicht­selb­stän­di­ge Tätig­keit auf­nahm und dort kei­nen Anspruch auf Fami­li­en­leis­tun­gen für ihre Kin­der hat­te, weil die­se die nach nie­der­län­di­schem Recht vor­ge­se­he­ne Alters­gren­ze über­schrit­ten. Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on war der Ansicht, dass Frau Bos­mann hin­sicht­lich des Anspruchs auf Fami­li­en­leis­tun­gen grund­sätz­lich den nie­der­län­di­schen Rechts­vor­schrif­ten unter­lie­ge. Das Gemein­schafts­recht ver­pflich­te Deutsch­land nicht, Frau Bos­mann Kin­der­geld zu gewäh­ren. Jedoch sei dar­an zu erin­nern, dass die Bestim­mun­gen der VO Nr. 140871 „im Licht” des Art. 42 des Ver­tra­ges zur Grün­dung der Euro­päi­schen Gemein­schaft aus­zu­le­gen sei, der die Frei­zü­gig­keit der Arbeit­neh­mer erleich­tern sol­le und u.a. impli­zie­re, dass Wan­der­ar­bei­ter nicht des­halb Ansprü­che auf Leis­tun­gen der sozia­len Sicher­heit ver­lö­ren oder gerin­ge­re Leis­tun­gen erhiel­ten, weil sie das ihnen vom EG-Ver­trag ver­lie­he­ne Recht auf Frei­zü­gig­keit aus­ge­übt hät­ten3. Der Wohn­staat sol­le nicht dar­an gehin­dert wer­den, in einem der­ar­ti­gen Fall nach sei­nem Recht Fami­li­en­bei­hil­fen zu gewäh­ren.

Wäre das Aus­schließ­lich­keits­prin­zip des Art. 13 Abs. 1, Abs. 2 Buchst. a der VO Nr. 140871 wei­ter­hin anzu­wen­den, so hät­te der Klä­ger des vor­lie­gen­den Ver­fah­rens kei­nen Anspruch in Deutsch­land auf (Differenz-))Kindergeld. Ein Anspruch auf Fami­li­en­leis­tun­gen bestün­de nur nach dem Recht des Kan­tons Thur­gau. Wären aller­dings die Aus­füh­run­gen des EuGH im Urteil Bos­mann in Slg.2008, I3827 dahin zu ver­ste­hen, dass in jedem Fall, in dem ein Arbeit­neh­mer, der von sei­nem Recht auf Frei­zü­gig­keit Gebrauch macht und eine Beschäf­ti­gung in einem aus­län­di­schen Mit­glied­staat auf­nimmt, die­ser ins­ge­samt kei­ne gerin­ge­ren Fami­li­en­leis­tun­gen erhal­ten darf als vor sei­ner Grenz­gän­ger­tä­tig­keit, dann käme die Leis­tung von Dif­fe­renz­kin­der­geld in Betracht. Dies wider­sprä­che aller­dings dem Prin­zip der Aus­schließ­lich­keit, das auch nach Ansicht des EuGH sei­ne Bedeu­tung nicht ver­lo­ren hat4.

Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat im Urteil „Dodl und Ober­hol­len­zer„5 und in der Rechts­sa­che „Schwem­mer„6 aus­ge­führt, dass Art. 73 der VO Nr. 140871, in dem das Beschäf­ti­gungs­land­prin­zip nor­miert ist, kei­ne abso­lu­te Regel dar­stel­le. Vor­schrif­ten wie die Art. 13 und 73 der VO Nr. 140871 sei­en bei einer Kumu­lie­rung von Ansprü­chen gegen­über dem Wohn­staat und gegen­über dem Beschäf­ti­gungs­staat den Anti­ku­mu­lie­rungs­re­geln der VO Nr. 140871 und der VO Nr. 57472 „gegen­über­zu­stel­len„7. Die­se Aus­füh­run­gen legen die Annah­me nahe, dass nach Ansicht des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on die Anti­ku­mu­lie­rungs­vor­schrift des Art. 10 Abs. 1 Buchst. a der VO Nr. 57472, der unter den dort näher gere­gel­ten Vor­aus­set­zun­gen das Ruhen eines Anspruchs auf Fami­li­en­leis­tun­gen in einem Mit­glied­staat in Höhe der in dem ande­ren Mit­glied­staat geschul­de­ten Leis­tun­gen anord­net, auch in Fäl­len anwend­bar ist, in denen die Ansprü­che nur einer (ein­zi­gen) Per­son kumu­lie­ren und somit nicht nur die Fäl­le betrifft, in denen ein Arbeit­neh­mer oder Selb­stän­di­ger einen Anspruch auf Fami­li­en­leis­tun­gen im Beschäf­ti­gungs­land hat und einer ande­ren Per­son, ins­be­son­de­re dem ande­ren Eltern­teil, ein sol­cher Anspruch im Wohn­mit­glied­staat zusteht.

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat in einem Ver­fah­ren über eine Rich­ter­vor­la­ge nach Art. 100 Abs. 1 des Grund­ge­set­zes einen Anspruch auf in Deutsch­land zu gewäh­ren­des Dif­fe­renz­kin­der­geld in einem Fall ver­neint, in dem ein Kin­der­geld­be­rech­tig­ter, der mit sei­ner Fami­lie in Deutsch­land wohn­te, in der Schweiz als Arbeit­neh­mer beschäf­tigt war und dort Fami­li­en­leis­tun­gen für sei­ne in Deutsch­land leben­den Kin­der bezog8. In dem Ver­fah­ren ging es um die Ver­fas­sungs­kon­for­mi­tät des § 65 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 2 EStG. Nach die­ser Vor­schrift ist in Deutsch­land kein Kin­der­geld für ein Kind zu gewäh­ren, für das im Aus­land Leis­tun­gen gezahlt wer­den, die dem Kin­der­geld ver­gleich­bar sind. In dem Zeit­raum, über den das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zu ent­schei­den hat­te, war § 65 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, Abs. 2 EStG im Ver­hält­nis zur Schweiz von Bedeu­tung. Um zur Prü­fung der Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der genann­ten Vor­schrift zu gelan­gen, muss­te sich das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt mit der Fra­ge befas­sen, ob dem Klä­ger des Ver­fah­rens ein Anspruch auf Dif­fe­renz­kin­der­geld auf­grund der Vor­schrif­ten in den VO Nr. 140871 und Nr. 57472 zustand.

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ver­nein­te dies. Zur Begrün­dung führ­te es im Wesent­li­chen aus, das Frei­zü­gig­keits­ab­kom­men rege­le, dass die Schweiz im Hin­blick auf die VO Nr. 140871 und die VO Nr. 57472 so zu behan­deln sei, als wäre sie Mit­glied­staat. Auch die kan­to­na­len Zula­gen sei­en in den Gel­tungs­be­reich die­ses Abkom­mens ein­be­zo­gen. Inner­halb der EU gel­te in Bezug auf das Kin­der­geld für den Grenz­gän­ger selbst unein­ge­schränkt das Beschäf­ti­gungs­land­prin­zip. Der Grenz­gän­ger habe kei­nen Anspruch auf Dif­fe­renz­kin­der­geld im Wohn­land. Sol­che Ansprü­che auf Dif­fe­renz­aus­gleich stün­den dage­gen ande­ren Per­so­nen zu, die für das­sel­be Kind auf­grund des Wohn­sit­zes kin­der­geld­be­rech­tigt sei­en. Durch die VO Nr. 140871 und die Durch­füh­rungs­ver­ord­nung Nr. 57472 wer­de der Kon­kur­renz­kon­flikt der jeweils ein­schlä­gi­gen natio­na­len Rechts­vor­schrif­ten nach dem Prin­zip der grund­sätz­li­chen Anwen­dung der Rechts­vor­schrif­ten nur eines Mit­glied­staats gelöst. So rege­le Art. 13 Abs. 1 Satz 1 der VO Nr. 140871, dass alle Per­so­nen, die von die­ser Ver­ord­nung erfasst wür­den, den Rechts­vor­schrif­ten aus­schließ­lich eines Mit­glied­staats unter­lä­gen (Aus­schließ­lich­keits­prin­zip), so dass die Kumu­lie­rung anwend­ba­rer Rechts­vor­schrif­ten meh­re­rer Mit­glied­staa­ten und die Schwie­rig­kei­ten, die sich dar­aus ergä­ben, ver­mie­den wür­den. Die Fra­ge, wel­cher Mit­glied­staat zustän­dig sei, rich­te sich nach dem Beschäf­ti­gungs­land­prin­zip. So gel­te gemäß Art. 13 Abs. 2 Buchst. a der VO Nr. 140871 für Per­so­nen, wel­che in dem Gebiet eines Mit­glied­staats tätig sei­en und dort in einem Lohn- oder Gehalts­ver­hält­nis stün­den, ohne Rück­sicht auf den Wohn­sitz stets das Recht des Tätig­keits­staats. Die Art. 13 ff. der VO Nr. 140871 ent­hiel­ten ein geschlos­se­nes Sys­tem von Kol­li­si­ons­nor­men. Die­ses neh­me dem natio­na­len Gesetz­ge­ber die Befug­nis, Gel­tungs­be­reich und Anwen­dungs­vor­aus­set­zun­gen sei­ner Rechts­vor­schrif­ten im Hin­blick dar­auf zu bestim­men, wel­che Per­so­nen ihnen unter­lä­gen und in wel­chem Gebiet sie ihre Wir­kung ent­fal­te­ten. Unter­lie­ge ein deut­scher Grenz­gän­ger den Rechts­vor­schrif­ten eines ande­ren EUMit­glied­staats, sei nach die­sem Grund­satz in Deutsch­land weder Kin­der­geld noch Dif­fe­renz­kin­der­geld zu zah­len. Die Vor­schrift des Art. 76 der VO Nr. 140871 betref­fe nur Fäl­le, in denen ver­schie­de­ne Ansprü­che auf­grund einer Beschäf­ti­gung kumu­lier­ten. Beschäf­tig­te, die allein in einem Land tätig sei­en, erhiel­ten wegen Art. 13 Abs. 1 Satz 1 der VO Nr. 140871 auch nur in die­sem Land Fami­li­en­leis­tun­gen wegen Beschäf­ti­gung. Sie unter­lä­gen im Hin­blick auf die Fami­li­en­leis­tun­gen nicht den Rechts­vor­schrif­ten meh­re­rer Mit­glied­staa­ten. Auch aus Art. 10 der VO Nr. 57472, der Vor­schrif­ten ent­hal­te für das Zusam­men­tref­fen von Ansprü­chen auf Fami­li­en­leis­tun­gen oder bei­hil­fen für Arbeit­neh­mer und Selb­stän­di­ge unter ande­rem für den Fall, in dem der Erwerb eines Anspruchs nicht von einer Beschäf­ti­gung abhän­ge, erge­be sich kein Anspruch auf Dif­fe­renz­kin­der­geld. Art. 10 Abs. 1 Buchst. a der VO Nr. 57472 rege­le, dass der Anspruch auf Leis­tun­gen eines Mit­glied­staats, der nicht von einer Beschäf­ti­gung, selb­stän­di­gen Tätig­keit oder Ver­si­che­rung abhän­gig sei, aus­ge­setzt wer­de, wenn und soweit Fami­li­en­leis­tun­gen gleich­zei­tig allein auf­grund inner­staat­li­cher Rechts­vor­schrif­ten eines ande­ren Mit­glied­staats oder nach den Art. 73 f., Art. 77 f. der VO Nr. 140871 geschul­det wür­den. Auch danach bestehe für einen Grenz­gän­ger selbst kein Anspruch auf Dif­fe­renz­kin­der­geld im Wohn­land, denn er unter­lie­ge gemäß dem vor­ran­gi­gen Grund­satz des Art. 13 der VO Nr. 140871 allein den Vor­schrif­ten des Beschäf­ti­gungs­lan­des. Viel­mehr rege­le Art. 10 Abs. 1 Buchst. a der VO Nr. 57472 nur den Fall, dass ein Anspruchs­be­rech­tig­ter einen Anspruch in sei­nem Beschäf­ti­gungs­land habe, wäh­rend ein ande­rer Anspruchs­be­rech­tig­ter (ins­be­son­de­re der ande­re Eltern­teil) für den­sel­ben Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen einen Anspruch in dem Wohn­land der Fami­lie habe.

Die­se vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt9 auf­ge­stell­ten Rechts­grund­sät­ze könn­ten auf den Streit­fall zu über­tra­gen sein. Nach § 31 Abs. 1 BVerfGG bin­den des­sen Ent­schei­dun­gen die Ver­fas­sungs­or­ga­ne des Bun­des und der Län­der sowie alle Gerich­te und Behör­den in Deutsch­land.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 22. Dezem­ber 2011 — III R 3205

  1. vgl. Nach­wei­se im Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen des BFH zum EuGH vom 21.10.2010 — III R 509, BFHE 231, 183, BFH/​NV 2011, 360
  2. EuGH, Urtei­le vom 20.05.2008 — C‑352/​06 [Bos­mann], Slg.2008, I‑3827; und vom 14.10.2010 — C‑16/​09 [Schwem­mer], ZESAR 2011, 86
  3. vgl. EuGH, Rechts­sa­che Bos­mann in Slg.2008, I‑3827 Rdnr. 29
  4. vgl. Rechts­sa­che Bos­mann in Slg.2008, I3827 Rdnr. 17, und Rechts­sa­che Schwem­mer in ZESAR 2011, 86 Rdnr. 40
  5. EuGH, Urteil vom 07.06.2005 — C‑543/​03 [Dodl und Ober­hol­len­zer], Slg.2005, I5049 Rdnr. 49
  6. EuGH, Urteil Schwem­mer in ZESAR 2011, 86 Rdnr. 42
  7. vgl. EuGH, Urteil Schwem­mer in ZESAR 2011, 86 Rdnr. 43
  8. BVerfG, Beschluss vom 08.06.2004 — 2 BvL 500, BVerfGE 110, 412, BGBl I 2004, 2570
  9. BVerfG, Beschluss in BVerfGE 110, 412, BGBl I 2004, 2570