Deutsch-belgische Abfindungen

Art. 15 Abs. 1 DBA-Bel­gi­en ermög­licht kein deut­sches Besteue­rungs­recht für eine Abfin­dungs­zah­lung, die eine in Bel­gi­en ansäs­si­ge Per­son von ihrem bis­he­ri­gen inlän­di­schen Arbeit­ge­ber aus Anlass der Kün­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses erhält.

Deutsch-belgische Abfindungen

Eine Ver­estän­di­gungs­ver­ein­ba­rung zwi­schen den deut­schen und bel­gi­schen Steu­er­be­hör­den1 nach Maß­ga­be von Art. 25 Abs. 3 DBA-Bel­gi­en bin­det die Gerich­te nicht.

Natür­li­che Per­so­nen, die nach § 1 Abs. 3 EStG 2002 auf Antrag als unbe­schränkt steu­er­pflich­tig behan­delt wer­den, unter­fal­len nicht der sog. Rück­fall­re­ge­lung des § 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 1 EStG 2002 i.d.F. des JStG 2007.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 2. Sep­tem­ber 2009 — I R 9008

  1. Ver­stän­di­gungs­ver­ein­ba­rung mit dem bel­gi­schen Finanz­mi­nis­te­ri­um vom 15. Dezem­ber 2006 über die Zuord­nung des Besteue­rungs­rechts bei Abfin­dun­gen an Arbeit­neh­mer, bekannt gege­ben durch BMF-Schrei­ben vom 10. Janu­ar 2007, BSt­Bl I 2007, 261