Abzugsfähigkeit französischer Betriebsstättenverluste im Inland

Ver­lus­te aus einer fran­zö­si­schen Betriebs­stät­te, die im Betriebs­stät­ten­staat Frank­reich end­gül­tig nicht abge­zo­gen wer­den kön­nen, sind beim inlän­di­schen Stamm­haus zu berück­sich­ti­gen1. Der Abzug der Betriebs­stät­ten­ver­lus­te ist (rück­wir­kend) pha­sen­gleich im Ver­lust­ent­ste­hungs­jahr vor­zu­neh­men.

Abzugsfähigkeit französischer Betriebsstättenverluste im Inland

Die in den kör­per­schaft­steu­er­li­chen Gewinn ein­be­zo­ge­nen Betriebs­stät­ten­ver­lus­te sind für Zwe­cke der Gewer­be­steu­er gemäß § 9 Nr. 3 GewStG jedoch wie­der hin­zu­zu­rech­nen.

Finanz­ge­richt Ham­burg, Urteil vom 18. Novem­ber 2009 — 6 K 14708 (nicht rechts­kräf­tig, Revi­si­on zum BFH ein­ge­legt: I R 10709)

  1. vgl. EuGH-Urteil vom 15. Mai 2008 C‑414/​06 „Lidl Bel­gi­um GmbH & Co. KG”, BStBl II 2009, 692; Abgren­zung ggü. EuGH-Urteil vom 23. Okto­ber 2008 C‑157/​07, „Kran­ken­heim Ruhe­sitz am Wann­see-Senio­ren­heim­statt GmbH”, Slg. 2008 Sei­te I‑08061 []