Libysches Vermögen in Deutschland

Auf der Grund­la­ge des Außen­wirt­schafts­ge­set­zes hat das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie im Ein­ver­neh­men mit dem Aus­wär­ti­gen Amt und dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen sowie im Beneh­men mit der Deut­schen Bun­des­bank gegen­über Ban­ken mit Sitz in Deutsch­land wei­te­re vor­läu­fi­ge Ein­zel­fall­maß­nah­men zur Sper­rung von liby­schem Ver­mö­gen in Deutsch­land getrof­fen. Die Maß­nah­men ste­hen in einer Rei­he mit der vor­läu­fi­gen Kon­ten­sper­rung, die das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um bereits am 1. März 2011 ange­ord­net hat.

Libysches Vermögen in Deutschland

Die getrof­fe­nen Maß­nah­men unter­sa­gen bis auf Wei­te­res Ver­fü­gun­gen über Gel­der der liby­schen Zen­tral­bank, des Libya Afri­ca Invest­ment Port­fo­lio, der Liby­an For­eign Bank sowie der Liby­an Invest­ment Aut­ho­ri­ty. Eben­so dür­fen der liby­schen Zen­tral­bank, dem Libya Afri­ca Invest­ment Port­fo­lio, der Liby­an For­eign Bank und der Liby­an Invest­ment Aut­ho­ri­ty kei­ne Gel­der mehr zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Die Maß­nah­men blo­ckie­ren ein Ver­mö­gen in Mil­li­ar­den­hö­he.

Grund­sätz­lich gehö­ren Finanz­sank­tio­nen zum Bereich der gemein­sa­men Außen- und Sicher­heits­po­li­tik der Euro­päi­schen Uni­on. Auf EU-Ebe­ne wird der­zeit an einer Ver­schär­fung der Sank­tio­nen gear­bei­tet, die bereits am 3. März 2011 in Kraft getre­ten sind. Die ges­tern vom Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um getrof­fe­nen Maß­nah­men sol­len sicher­stel­len , dass mit EU-Sank­tio­nen zu bele­gen­des liby­sches Ver­mö­gen nicht vor Inkraft­tre­ten der ver­schärf­ten EU-Sank­tio­nen aus Deutsch­land abfließt.