Unlau­te­rer Wett­be­werb bei Han­dels­be­zie­hun­gen

Ein Unter­neh­mer, der Han­del treibt, kommt in Zei­ten der Glo­ba­li­sie­rung nicht am Export vor­bei. Um die Han­dels­be­zie­hun­gen zu erwei­tern und das Wirt­schafts­wachs­tum aus­zu­bau­en ist der Blick über die Lan­des- und Staa­ten­gren­zen unver­zicht­bar. Nicht erst seit der Ein­füh­rung der euro­päi­schen Wäh­rung wird der Wirt­schafts- und Han­dels­raum Euro­pa immer wich­ti­ger. Aber mit der Glo­ba­li­sie­rung wird auch der Wett­be­werb immer här­ter. So wie deut­sche Unter­neh­men sich neue Märk­te im Aus­land suchen, drän­gen eine Viel­zahl von aus­län­di­schen Unter­neh­men in den deut­schen Markt. Es ist fast unver­meid­bar, dass beim grenz­über­schrei­ten­den Han­del eini­ge Unter­neh­men über die Fall­stri­cke des Han­dels- und Wett­be­werbs­rechts in dem jewei­li­gen Land stol­pern.

Unlau­te­rer Wett­be­werb bei Han­dels­be­zie­hun­gen

Beim Wett­be­werb wer­ben unter­schied­li­che Unter­neh­men mit ihren Ange­bo­ten um den Zuspruch der Kun­den. Damit die­ser Kon­kur­renz­kampf nicht voll­stän­dig aus den Fugen gerät, müs­sen sich die Wett­be­wer­ber an bestimm­te Regeln hal­ten. Unlau­te­rer Wett­be­werb soll ver­hin­dert wer­den. Unter unlau­te­rem Wett­be­werb ver­steht man das Ver­hal­ten von Unter­neh­men im wirt­schaft­li­chen Wett­be­werb mit ande­ren Unter­neh­men, das gegen die guten Sit­ten ver­stößt. Als Geset­zes­grund­la­ge gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb dient in Deutsch­land das UWG, das Gesetz gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb [1]. In die­sem Gesetz sind Richt­li­ni­en der Euro­päi­schen Gemein­schaft in natio­na­les Recht umge­setzt wor­den [2]. Um sich nicht in den vie­len gesetz­li­chen Rege­lun­gen und Ver­ord­nun­gen zu ver­lie­ren, ist es für ein Unter­neh­men durch­aus sinn­voll sich recht­li­che Bera­tung zu suchen. Kom­pe­ten­te Bera­tung im Rah­men der Geset­ze stellt – auf lan­ge Sicht gese­hen – das Unter­neh­men auf siche­re Füße.

Aus dem glei­chen Grund ist es auch in Öster­reich von Vor­teil, sich für die han­dels- und wett­be­werbs­recht­li­che Sei­te eines Unter­neh­mens eine kom­pe­ten­te Rechts­be­ra­tung zu suchen. Beim Öster­rei­chi­schem Rechts­an­walts­kam­mer­tag etwa fin­det ein Unter­neh­mer ver­sier­te recht­li­che Bera­tung im Bereich des Han­dels­rechts. Mög­li­che Kon­flik­te mit dem Wett­be­werbs­recht kön­nen dadurch schnell gelöst wer­den. Das Befol­gen des öster­rei­chi­schen Bun­des­ge­setz gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb [3] ist dann Sache des Rechts­an­walts, und der Unter­neh­mer hat so wie­der den Kopf frei zur wirt­schaft­li­chen Lei­tung sei­nes Unter­neh­mens.

  1. vom 03.07.2004, BGBl. I S. 1414, zuletzt geän­dert durch Gesetz vom 29.07.2009, BGBl. I S. 2413[]
  2. Richt­li­nie 97/​55/​EG vom 06.10.1997 zur Ände­rung der Richt­li­nie 84/​450/​EWG über irre­füh­ren­de Wer­bung zwecks Ein­be­zie­hung der ver­glei­chen­den Wer­bung, ABl. EG Nr. L 290 S. 18; Arti­kel 13 der Richt­li­nie 2002/​58/​EG vom 12.07.2002 über die Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten und den Schutz der Pri­vat­sphä­re in der elek­tro­ni­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on, ABl. EG Nr. L 201 S. 37[]
  3. UWG, von 1984, BGBl. Nr. 448/​1984, zuletzt geän­dert 17.10.2007, BGBl. I Nr. 79/​2007 []