Schöne Grüße von den Cayman Islands

Und schon wie­der ein ver­meint­li­ches Steu­er­pa­ra­dies weni­ger. Die Regie­rung der Kai­man­in­seln (Cayman Islands) hat am 19. März 2009 erklärt, dass ihre Behör­den zukünf­tig den deut­schen Finanz­be­hör­den auf Ersu­chen alle Aus­künf­te und Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung stel­len kön­nen, die für die Besteue­rung in Deutsch­land rele­vant sind. Die Beant­wor­tung der Aus­kunfts­er­su­chen der deut­schen Finanz­be­hör­den soll ab sofort im Rah­men des von der OECD vor­ge­ge­be­nen Stan­dards erfol­gen.

Schöne Grüße von den Cayman Islands

Die­ser OECD-Stan­dard zum Aus­kunfts­aus­tausch für Besteue­rungs­zwe­cke sieht vor, dass auf ein Aus­kunfts­er­su­chen hin die Finanz­be­hör­de des ersuch­ten Staa­tes die erbe­te­nen Infor­ma­tio­nen beschaf­fen muss, soweit die anfra­gen­de Finanz­be­hör­de dar­le­gen kann, dass die­se Infor­ma­tio­nen für die Besteue­rung vor­aus­sicht­lich rele­vant sind und ander­wei­tig nicht beschafft wer­den kön­nen.

Die Aus­künf­te erfol­gen nicht auf­grund eines bila­te­ra­len Aus­kunfts­ab­kom­mens. Die Kai­man­in­seln haben viel­mehr den OECD-Stan­dard zum Aus­kunfts­aus­tausch für Besteue­rungs­zwe­cke in ihr natio­na­les Recht über­nom­men.