Bestehende Waffenembargos

Das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um hat mit sei­nem Rund­erlass Außen­wirt­schaft Nr. 2/​20101 die Lis­te der bestehen­den Waf­fen­em­bar­gos aktua­li­siert.

Bestehende Waffenembargos

Waf­fen­em­bar­gos beinhal­ten Beschrän­kun­gen bzw. Ver­bo­te für die Lie­fe­rung von Waf­fen, Muni­ti­on und sons­ti­gem Rüs­tungs­ma­te­ri­al im Sin­ne des Teils I Abschnitt A der Aus­fuhr­lis­te. Für die Aus­fuhr von Gütern des Teils I Abschnitt A der Aus­fuhr­lis­te in Staa­ten bzw. an Per­so­nen und Orga­ni­sa­tio­nen wer­den auf­grund von Reso­lu­tio­nen des Sicher­heits­rats der Ver­ein­ten Natio­nen, Beschlüs­sen der Euro­päi­schen Uni­on bzw. Ent­schei­dun­gen der Orga­ni­sa­ti­on für Sicher­heit und Zusam­men­ar­beit in Euro­pa (OSZE) in der Regel kei­ne Geneh­mi­gun­gen erteilt.

Waf­fen­em­bar­gos bestehen der­zeit gegen fol­gen­de Staa­ten:

 

Waffenembargos aufgrund von Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen oder von Gemeinsamen Standpunkten oder Beschlüssen des Rates der Europäischen Union:

 

Waffenembargos aufgrund sonstiger Beschlüsse des Rates der Europäischen Union:

 

Waffenembargos aufgrund von Beschlüssen der OSZE:

 

Waffenembargos zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus:

Neben den Waf­fen­em­bar­gos gegen Staa­ten haben die Ver­ein­ten Natio­nen2 und die Euro­päi­sche Uni­on3 Waf­fen­em­bar­gos zur Bekämp­fung des inter­na­tio­na­len Ter­ro­ris­mus beschlos­sen. Die­se Waf­fen­em­bar­gos rich­ten sich gegen

  • die durch den nach Reso­lu­ti­on 1267 (1999) des Sicher­heits­rats der Ver­ein­ten Natio­nen ein­ge­setz­ten Sank­ti­ons­aus­schuss gelis­te­ten Per­so­nen und Orga­ni­sa­tio­nen sowie
  • die im Anhang des Gemein­sa­men Stand­punkts des Rates 2001/​931/​GASP genann­ten Per­so­nen und Orga­ni­sa­tio­nen.

 

Dual Use-Güter

Unab­hän­gig von bestehen­den Waf­fen­em­bar­gos bedarf die Aus­fuhr von Gütern des Teils I Abschnitt A der Aus­fuhr­lis­te immer einer behörd­li­chen Geneh­mi­gung. Die Aus­fuhr von nicht gelis­te­ten Gütern kann im Fal­le einer mili­tä­ri­schen End­ver­wen­dung Beschrän­kun­gen nach Arti­kel 4 Absatz 2 der Ver­ord­nung (EG) Nr. 4282009 vom 5. Mai 2009 (ABl. L 134 vom 25.5.2009, S. 1) unter­lie­gen, wenn gegen das Käu­fer- oder Bestim­mungs­land ein Waf­fen­em­bar­go im Sin­ne von Num­mer 1 Buch­sta­be a oder c besteht.

  1. BMWi, Rund­erlass Aus­sen­wirt­schaft Nr. 2/​2010 vom 18.03.2010 — V B 2 — 48 03 005
  2. in den Sicher­heits­rats­re­so­lu­tio­nen 1373 (2001) und 1390 (2002)
  3. in Gemein­sa­men Stand­punk­ten vom 27. Dezem­ber 2001 (2001/​930/​GASP, ABl. EG Nr. L 344 S. 90, 2001/​931/​GASP, ABl. EG Nr. L 344 S. 93) sowie vom 27. Mai 2002 (2002/​402/​GASP, ABl. EG Nr. L 139 S. 4)
  4. Bun­des­an­zei­ger, Amt­li­cher Teil, Num­mer 109 vom 28.07.2009, Sei­te 2585