Die ungültig gewordene Zolltarifauskunft — und das Fortsetzungsfeststellungsinteresse

Ist eine ange­foch­te­ne ver­bind­li­che Zoll­ta­rif­aus­kunft ungül­tig gewor­den, ist nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ein berech­tig­tes Fort­set­zungs­fest­stel­lungs­in­ter­es­se i.S. des § 100 Abs. 1 Satz 4 FGO anzu­er­ken­nen, wenn

Die ungültig gewordene Zolltarifauskunft — und das Fortsetzungsfeststellungsinteresse
  • der Klä­ger eine neue vZTA zur (tarif­lich) glei­chen Ware bean­tra­gen will und
  • ein­deu­tig fest­steht, dass eine mate­ri­el­le Rechts­än­de­rung der Tarif­la­ge nicht ein­ge­tre­ten und
  • daher mit Sicher­heit anzu­neh­men ist, dass die Zoll­ver­wal­tung an der von ihr im erle­dig­ten Ver­fah­ren ver­tre­te­nen Auf­fas­sung bei der Ertei­lung einer neu­en vZTA fest­hal­ten wird1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 31. Mai 2016 — VII R 3712

  1. BFH, Urtei­le vom 23.07.1998 — VII R 3697, BFHE 186, 188, ZfZ 1999, 16, Rz 9; vom 28.04.1998 — VII R 8396, BFH/​NV 1998, 1400, ZfZ 1998, 372, Rz 17 []