Kumulierungsbestimmungen im Europa-Mittelmeer-Abkommen

Kumulierungsbestimmungen im Europa-Mittelmeer-Abkommen

Das Ursprungs­pro­to­koll (Pro­to­koll Nr. 6) zum Euro­pa-Mit­tel­meer-Asso­zi­ie­rungs­ab­kom­men ent­hält Bestim­mun­gen zur ein­ge­schränk­ten bila­te­ra­len Kumu­lie­rung und zur voll­stän­di­gen bila­te­ra­len Kumu­lie­rung der Be- und Ver­ar­bei­tun­gen. Die­se sind seit dem Inkraft­tre­ten des Abkom­mens anwend­bar. Die dar­über hin­aus im Ursprungs­pro­to­koll ent­hal­te­nen Bestim­mun­gen zur Kumu­lie­rung mit Vor­ma­te­ria­li­en mit Ursprung in Marok­ko und Tune­si­en und zur Kumu­lie­rung der in Marok­ko und Tune­si­en vor­ge­nom­me­nen Be- und Ver­ar­bei­tun­gen sind zur­zeit nicht anwend­bar.

Vor­aus­set­zung für eine Anwend­bar­keit die­ser Bestim­mun­gen ist, dass im Han­del zwi­schen der Gemein­schaft und Marok­ko bezie­hungs­wei­se der Gemein­schaft und Tune­si­en die glei­chen Ursprungs­re­geln gel­ten, wie im Han­del zwi­schen Alge­ri­en und Marok­ko bezie­hungs­wei­se Alge­ri­en und Tune­si­en. Dies ist bis­her noch nicht der Fall.

  1. EuGH, Urteil vom 21.12 2011 — C72/​11 — Afra­sia­bi []