Nachweis der Rückwareneigenschaft

Die Vor­aus­set­zun­gen für eine Rück­wa­re i.S. des Art. 185 ZK (ein­schließ­lich des Sta­tus einer „Gemein­schafts­wa­re” zum Zeit­punkt der Aus­fuhr) sind grund­sätz­lich vom Ein­füh­rer dar­zu­le­gen und nach­zu­wei­sen.

Nachweis der Rückwareneigenschaft

Dar­über hin­aus ist geklärt, dass das vor­schrifts­wid­ri­ge Ver­brin­gen i.S. des Art.202 Abs. 1 Unter­abs. 1 Buchst. a und Abs. 2 ZK als eine rei­ne Tat­hand­lung zu ver­ste­hen ist. Auf die Vor­stel­lun­gen oder ein Ver­schul­den des Han­deln­den kommt es nicht an1.

Auch die Ein­fuhr­ab­ga­ben­be­frei­ung für Rück­wa­ren nach Art. 185 ZK rich­tet sich allein nach den objek­ti­ven Umstän­den. Der Gesichts­punkt des Ver­trau­ens­schut­zes — geprüft unter Hin­weis auf einen Erwerb im Uni­ons­ge­biet bzw. auf die Dau­er des Besit­zes — ist des­halb von vorn­her­ein nicht geeig­net, dem Ein­füh­rer zum Erfolg zu ver­hel­fen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 14. April2014 — VII B 21312

  1. vgl. EuGH, Urteil vom 04.03.2004 — C‑238/​02 und 24602 ‑Viluck­as und Jonusas‑, Slg. 2004, I‑2141; BFH, Urteil vom 10.10.2007 — VII R 4906, BFHE 218, 469, ZfZ 2008, 85 []