Die Wirtschaftssituation in Japan

Japan weist für 2015 ein Han­dels­bi­lanz­de­fi­zit von 1,1 Mrd. US Dol­lar auf. Damit ist das Defi­zit von 2014 in Höhe von 138 Mrd. US Dol­lar deut­lich redu­ziert wor­den.

Die Wirtschaftssituation in Japan

Zu den Rekord­de­fi­zi­ten ist es seit dem Jahr 2011 gekom­men. Sie haben ihre Ursa­che u.a. in der Kata­stro­phe rund um das Kern­kraft­werk Fuku­shi­ma. Nach­dem in Japan als Reak­ti­on auf das Unglück alle Atom­kern­kraft­wer­ke abge­schal­tet wor­den sind, ist das Land von Öl und Gas abhän­gig gewe­sen. In Ver­bin­dung mit der Geld­po­li­tik der Regie­rung Abe ist seit­dem das Han­dels­bi­lanz­de­fi­zit sprung­haft ange­stie­gen.

Nach­dem das Wirt­schafts­wachs­tum im Jahr 2015 bei 0,5% lag, pro­gnos­ti­ziert man für die­ses Jahr eben­falls ein Wachs­tum zwi­schen 03 % und 0,5 %. Dar­über hin­aus lässt auch eine Stei­ge­rung des Exports auf sich war­ten, denn eine erheb­li­che Anzahl von Fir­men hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die Pro­duk­ti­on aus Japan her­aus ins Aus­land ver­legt.

Inwie­weit es die Regie­rung Japans schafft, die Wirt­schaft wie­der in Schwung zu brin­gen, hängt nicht zuletzt davon ab, ob die Stra­te­gie einer Fis­kal- und Struk­tur­re­form­po­li­tik durch­ge­setzt wer­den kann und Erfol­ge ver­zeich­net.

Gera­de im Bereich des Akti­en- und Devi­sen­han­dels kann sich die wei­te­re Ent­wick­lung Japans enorm aus­wir­ken. Da ist es von Vor­teil, wenn auf plötz­li­che Ereig­nis­se unmit­tel­bar reagiert wer­den kann. Wer im Forex-Han­del aktiv ist, der ist nicht auf fes­te Zei­ten ange­wie­sen. Außer­dem benö­tigt man nicht wie bei Akti­en eine zen­tra­le Bör­se. Forex-Tra­ding fin­det rund um die Uhr statt. Das Glei­che gilt für Devi­sen­märk­te: 24 Stun­den jeden Tag bewe­gen sich die Kur­se auf den Devi­sen­märk­ten. Folg­lich ist eine dau­er­haf­te Beob­ach­tung der Märk­te zur Risi­ko­mi­ni­mie­rung not­wen­dig.

In Japan hat es im Okto­ber z. B. ein erneu­tes Erd­be­ben im Kata­stro­phen­ge­biet um Fuku­shi­ma gege­ben. Der befürch­te­te Tsu­na­mi rich­te­te mit Wel­len um 1 Meter Höhe kei­ne gro­ßen Schä­den an. Um auf eine sol­che Natur­ka­ta­stro­phe beim Han­del mit Devi­sen schnell reagie­ren zu kön­nen bie­tet sich ein 24-Stun­den-Markt an. Eben­so blei­ben wirt­schaft­li­che oder poli­ti­sche Ver­än­de­run­gen und Ent­schei­dun­gen nicht ohne Fol­gen für Anle­ger. Also macht sich auch die auf Okto­ber 2019 ver­scho­be­ne zwei­te Erhö­hung der Mehr­wert­steu­er auf 10% (der­zeit 8 %) für Anle­ger bemerk­bar. Je schnel­ler dann auf sol­che Mit­tei­lun­gen reagiert wer­den kann, des­to höher mög­li­cher­wei­se der Gewinn des Markt­teil­neh­mers.