Honduras: ein Überblick

Die ehemalige Bananenrepublik Honduras ist immer noch eines der ärmsten Länder Mittelamerikas. Zwischen 70 und 80 % der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze.

HDI: Platz 121 von 187 Ländern
Amtssprache: Spanisch
Hauptstadt: Tegucigalpa
Währung: Lempira
1 Lempira = 100 Centavos
1 € = 25 Lempira

Honduras: ein Überblick

Der große Naturreichtum des Landes zeigt sich besonders in dem (noch) größten zusammenhängenden Regenwaldgebiet einerseits und eines der bedeutensten Korallenriffe bei den zu Honduras gehörenden Karibikinseln. Da über 48 % der Landesfläche mit Wald bedeckt ist, kann es nicht verwundern, dass die Holzverarbeitung ein wichtiger Bestandtteil der Wirtschaft ist. Vorwiegend werden Edelhölzern wie Mahagoni, Zeder und Ebenholz verarbeitet.

Gastarbeiter: 1 Mio. in den USA
Gastarbeiterüberweisungen:
14,5 % vom BIP
Armut: 68 % der Haushalte
Handelsbilanzdefizit: 6,7 % vom BIP
BIP: 17,99 Mrd. US-$

Auf dem Agrarsektor ist die Banane als Anbauprodukt Nummer 1 abgelöst worden. Kaffee und Krustentiere liegen nun vorne. Auch wenn landwirtschaftlich gesehen nur ein Bruchteil der möglichen Anbauflächen im Land genutzt wird, erwirtschaftet der Agrarsektor 15 % des Bruttoinlandproduktes. Auf die Verarbeitung von Agrarprodukten liegt auch der Hauptanteil der ohnehin minimal entwickelten Industrie. An Bodenschätzen wie Silber, Zink und Blei ist Honduras reich.

Der größte Handelspartner des Landes sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Das mit den USA geschlossene Freihandelsabkommen, die auch militärische enge Zusammenarbeit und nicht zuletzt die über 1 Mio. Gastarbeiter in den USA begründen die überaus wichtige Beziehung der beiden Länder für Honduras. Obwohl in Honduras eine eigene Währung existiert, werden Geschäfte in US-Dollar abgewickelt, die oberhalb einer gewissen Höhe liegen. Lediglich bei Kleingeschäften spielt der Dollar keine Rolle.